Bundesliga Bayern siegt in letzter Minute, HSV am Abgrund

13. Erfolg in Serie: Der FC Bayern hat gegen den VfL Wolfsburg durch einen späten Treffer gewonnen. Hamburg gerät immer tiefer in die Krise, Kölns Siegtreffer in der Nachspielzeit zählte nicht - nach Videobeweis.

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VfL Wolfsburg - Bayern München 1:2 (1:0)

Der VfL Wolfsburg stand gegen Bayern München nach drei sieglosen Pflichtspielen in Folge unter Druck. In der achten Minute gelang der Werkself der überraschende Führungstreffer: Daniel Didavi traf nach einer Flanke von Yunus Malli per Kopf (achte Minute). FCB-Coach Jupp Heynckes verzichtete drei Tage vor dem Champions-League-Achtelfinale gegen Besiktas Istanbul auf zahlreiche Stammkräfte. In der ersten Hälfte gelang den überraschend harmlosen Münchnern kein Schuss auf das Tor des Gegners.

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Bundesliga: Am Ende gewinnen immer die Bayern

Nach der Pause wurde es im Strafraum des VfL Wolfsburg dann aber erstmals gefährlich: Bayern bekam einen Elfmeter zugesprochen, doch Koen Casteels parierte den Schuss von Arjen Robben (55.). Der Rekordmeister wurde besser und glich nach einem Kopfballtor von Sandro Wagner aus (64.). Bayern gelang in der Nachspieltzeit dann noch der späte Siegtreffer: Der eingewechselte Robert Lewandowski verwandelte einen Foulelfmeter, nachdem Robben gefoult worden war. Für die Münchner war es der 13. Pflichtspielsieg in Serie.

Hamburger SV - Bayer Leverkusen 1:2 (0:1)

Der Hamburger SV hat das Gewinnen verlernt: Der Tabellen-17. ist nun seit dem 26. November sieglos und verlor gegen Bayer Leverkusen nach einer schwachen Vorstellung 1:2 (0:1). Leon Bailey traf für Bayer zur Führung, nachdem Douglas Santos in der Abwehr gepatzt hatte (40.).

Kurz nach Wiederbeginn sorgte Kai Havertz mit seinem zweiten Saisontreffer für die Vorentscheidung - daran änderte auch das 1:2 durch André Hahn nichts (70.). Der HSV hat nach dem Sieg der Mainzer in Berlin am Freitag sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz, am kommenden Samstag trifft der Traditionsklub im Derby auf Werder Bremen (18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

1. FC Köln - Hannover 96 1:1 (1:1)

Köln ging trotz der Überlegenheit des Gegners durch Yuya Osako in Führung (30.). Doch die Freude über das 1:0 währte nur kurz: Niclas Füllkrug glich nach einem schönen Zuspiel von Iver Fossum aus (37.). In einer ereignislosen zweiten Hälfte wurde der zuletzt so torgefährliche Simon Terrode verletzungsbedingt ausgewechselt, nachdem er von Salif Sané im Gesicht getroffen wurde. Köln blieb bis zur 90. Minute harmlos - dann sorgte ein Treffer von Claudio Pizarro für Aufregung: Der Peruaner traf, doch wegen einer Abseitsstellung von Marcel Risse wurde das Tor nachträglich aberkannt. Mit 14 Punkten aus 23 Spielen ist Köln weiterhin Tabellenletzter. Hannover ist mit 32 Punkten Siebter - könnte aber noch auf Rang zehn rutschen.

SC Freiburg - Werder Bremen 1:0 (1:0)

Dem SC Freiburg ist im Abstiegskampf ein wichtiger Sieg gelungen. Das Team von Trainer Christian Streich bezwang Werder Bremen 1:0. Das einzige Tor des Tages erzielte Nils Petersen per Strafstoß, nachdem Aron Johannsson Marco Terrazzino zu Fall gebracht hatte (24.). Für Petersen war es das elfte Saisontor, kein deutscher Spieler ist momentan erfolgreicher. In der 88. Minute verschoss Janik Haberer einen Elfmeter. Bremen bleibt nach der zehnten Saisonniederlage 15., Freiburg hat bereits elf Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.

bam



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Seite 1
immerfroh 17.02.2018
1.
Die Bayern haben 21 Punkte Vorsprung. Ja, der Wolfsburger Verteidiger stellt sich selten dämlich an. Und diesen Reflex wird ein Robben im hohen Fußballeralter nicht mehr loswerden. Einem um seine Erstmigaexistenz kämpfenden Verein würde ich diese Theatralik noch durchgehen lassen. Aber warum hat das Deutschlands Vorzeigeklub, der konkurrenzlos die nächste Meisterschaft einfährt, so nötig ?
spon_2937981 17.02.2018
2. Reflexe... (erwartbare Kommentare)
Zitat von immerfrohDie Bayern haben 21 Punkte Vorsprung. Ja, der Wolfsburger Verteidiger stellt sich selten dämlich an. Und diesen Reflex wird ein Robben im hohen Fußballeralter nicht mehr loswerden. Einem um seine Erstmigaexistenz kämpfenden Verein würde ich diese Theatralik noch durchgehen lassen. Aber warum hat das Deutschlands Vorzeigeklub, der konkurrenzlos die nächste Meisterschaft einfährt, so nötig ?
Ich fürchte, das haben alle 'nötig', leider! Es war theatralisch, aber regelkonform. Andererseits: wenn Robben meint, da ein 'Sportsmann' sein zu müssen und versucht, weiterzulaufen und an den Ball zu kommen, dann schafft er es (vermutlich) nicht, weil der Zupfer eben die entscheidenden Millisekunden/Zentimeter gekostet hat. Aus meiner Sicht ist es falsch verstandener Sportsgeist, da weiterzuspielen und sich selbst (zugunsten des foulspielenden Gegners) der Chance zu berauben. Und damit der Schiri dann auch wirklich pfeift, 'muss' man entsprechend 'deutlich' fallen. Nicht regelkonform war m.E. der erste Elfer. Der Verteidiger hat lediglich seinen Körper zwischen Gegner und Ball gebracht, was - so wie die Situation war - sein gutes Recht war. Aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung und daher auch gut, dass der Elfer nicht drin war. OK war es, Ribery nur gelb zu geben. Ich weiß, alle sehnen sich nur danach, dass er mal rot sieht, aber das war ein ausgestreckter Arm im Zweikampf, keine Tätlichkeit. Auch wenn sich der Wolfsburger alle Mühe gegeben hat, mit theatralischem Hinfallen mehr daraus zu machen. Gelb war absolut richtig.
fckicker1975 17.02.2018
3. @immerfroh
Ihrer Meinung hätte ein Wolfsburger Spieler also fallen dürfen nach Kontakt? Ein Bayernspieler aber nicht? Warum? Nur weil es die Bayern sind? Weil sie erster sind?
mt8 17.02.2018
4.
Zitat von immerfrohDie Bayern haben 21 Punkte Vorsprung. Ja, der Wolfsburger Verteidiger stellt sich selten dämlich an. Und diesen Reflex wird ein Robben im hohen Fußballeralter nicht mehr loswerden. Einem um seine Erstmigaexistenz kämpfenden Verein würde ich diese Theatralik noch durchgehen lassen. Aber warum hat das Deutschlands Vorzeigeklub, der konkurrenzlos die nächste Meisterschaft einfährt, so nötig ?
Ich verstehe nicht, wieso Sie das Opfer hier zum Täter machen wollen. Robben war vorbei und wird festgehalten - klares Foul und somit, da im Strafraum, klarer Elfmeter. Das hat nichts mit Theatralik zu tun, sondern mit Dummheit des Verteidigers. Da Sie hier im Forum aber immer pro Dortmund schreiben, wundert Ihr Kommentar eigentlich nicht.
immerfroh 17.02.2018
5.
Zitat von spon_2937981Ich fürchte, das haben alle 'nötig', leider! Es war theatralisch, aber regelkonform. Andererseits: wenn Robben meint, da ein 'Sportsmann' sein zu müssen und versucht, weiterzulaufen und an den Ball zu kommen, dann schafft er es (vermutlich) nicht, weil der Zupfer eben die entscheidenden Millisekunden/Zentimeter gekostet hat. Aus meiner Sicht ist es falsch verstandener Sportsgeist, da weiterzuspielen und sich selbst (zugunsten des foulspielenden Gegners) der Chance zu berauben. Und damit der Schiri dann auch wirklich pfeift, 'muss' man entsprechend 'deutlich' fallen. Nicht regelkonform war m.E. der erste Elfer. Der Verteidiger hat lediglich seinen Körper zwischen Gegner und Ball gebracht, was - so wie die Situation war - sein gutes Recht war. Aus meiner Sicht eine Fehlentscheidung und daher auch gut, dass der Elfer nicht drin war. OK war es, Ribery nur gelb zu geben. Ich weiß, alle sehnen sich nur danach, dass er mal rot sieht, aber das war ein ausgestreckter Arm im Zweikampf, keine Tätlichkeit. Auch wenn sich der Wolfsburger alle Mühe gegeben hat, mit theatralischem Hinfallen mehr daraus zu machen. Gelb war absolut richtig.
Der Elfmeterpfiff war keine Fehlentscheidung, das stelle ich hiermit klar. Was mich stört ist, was Robben daraus macht. Das waren seine alten, schon vergessen geglaubten Reflexe. Ob die Bayern nun mit 30 oder „ nur“ 25 Punkten Vorsprung Meister werden, sollte doch gleichgültig sein .
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