Vertragsstreit Berater Neubauer verklagt Bayern-Star Boateng

Die Arbeitsbeziehung von Berater Jörg Neubauer und Nationalspieler Jérome Boateng hat ein Nachspiel vor Gericht: Der Berater verlangt eine noch ausstehende Provision in sechsstelliger Höhe. Ein Vergleich vor dem Landgericht Berlin ist gescheitert.

Bayern-Star Boateng: Ärger mit seinem früheren Berater
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Bayern-Star Boateng: Ärger mit seinem früheren Berater


Hamburg - Sie haben mal eng zusammengearbeitet, jetzt sehen sie sich vor Gericht wieder: Spielerberater Jörg Neubauer hat seinen ehemaligen Klienten, Bayern-Verteidiger Jérôme Boateng, verklagt. Er will von dem Nationalspieler eine Auszahlung von knapp 750.000 Euro erzwingen, berichtet die "Bild"-Zeitung. Davon sollen allerdings 350.000 Euro bereits gezahlt worden sein.

Es geht um ausstehende Provisionszahlungen, von denen Neubauer ausgeht, dass sie ihm noch zustehen, nachdem sich die beiden im Mai 2013 getrennt haben. Der Fall ist mittlerweile beim Landgericht Berlin anhängig. Am Donnerstag war der erste Verhandlungstermin, Boateng wurde durch seinen Anwalt vertreten. Ein Vergleich scheiterte.

Neubauer gilt als einer der bekanntesten Spielerberater in Deutschland. Zu seinen Kunden gehören unter anderem die Weltmeister Sami Khedira und Roman Weidenfeller, HSV-Torwart René Adler und BVB-Kapitän Sebastian Kehl.

aha



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insgesamt 8 Beiträge
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sanfernando 29.01.2015
1. Hoffentlich...
.....ziehen die anderen genannten und ungenannten Klienten dieses, aber auch anderer Spielerberater die Lehren aus dieser Geschichte. Sowas passiert ja nicht zum ersten Mal. Die Spieler sollten langsam wissen, dass da gern nachgefordert wird, wenn der Spieler den Vertrag mit einem Berater aufkündigt. Also: beim Vertragsabschluss unbedingt die Bedingungen für eine evtl. Vertragsbeendigung genau und schriftlich festlegen
cmann 29.01.2015
2. Da das gesamte Berater Wesen
immer mehr ausartet (schon talentierte "Kinder" kommen inzwischen mit einem Berater an) sollten die Dachverbände FIFA, UEFA und der DFB endlich klare Regeln, was die Anforderungen an die Qualifikation der Berater und verbindliche Regularien bei Verhandlungen mit diesen zum Teil eher "Halbseidenen" Vertretern dieses Gewerbes festlegen.
thapk 29.01.2015
3.
Es wird Zeit, dass man diesen Sklavenhändlern das Handwerk legt. Dass sie noch existieren, liegt an der geistigen Beschränktheit der meisten Fußballspieler, die ohne Vermittler nicht lebensfähig sind.
iNSBunny 29.01.2015
4.
Zitat von thapkEs wird Zeit, dass man diesen Sklavenhändlern das Handwerk legt. Dass sie noch existieren, liegt an der geistigen Beschränktheit der meisten Fußballspieler, die ohne Vermittler nicht lebensfähig sind.
Liegt auch vlt daran, dass spieler sich eher auf fußballspielen konzentrieren sollen und wollen.
chris__78 29.01.2015
5. Was für Lehren denn?
Zitat von sanfernando.....ziehen die anderen genannten und ungenannten Klienten dieses, aber auch anderer Spielerberater die Lehren aus dieser Geschichte. Sowas passiert ja nicht zum ersten Mal. Die Spieler sollten langsam wissen, dass da gern nachgefordert wird, wenn der Spieler den Vertrag mit einem Berater aufkündigt. Also: beim Vertragsabschluss unbedingt die Bedingungen für eine evtl. Vertragsbeendigung genau und schriftlich festlegen
Wenn die Nachforderung berechtigt ist, weil der Berater noch vetraglich festgelegte Provisionen bekommt, ist doch alles in Ordnung. Einfach zu sagen "Du bist nicht mehr mein Berater" schützt nicht davor vetraglich geregelte Gelder zu zahlen. Letztlich wird es schriftliche Verträge geben, die alles regeln und bei unterschiedloicher Interpretation dieser Verträge mus dann nunmal ein Gericht entscheiden. Ohne die Vertragsinhalte zu kennen, braucht man auch nicht weiter darüber zu diskutieren.
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