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Dortmunds Sieg in Gladbach: Die Rückrunde ist ein langer, ruhiger Fluss

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Ex-Gladbacher Reus: Die Form stimmt

Borussia Dortmund kann sich voll auf die Pokalwettbewerbe konzentrieren: Nach dem Sieg in Gladbach rangiert der BVB jenseits von Gut und Böse. Das Wichtigste zum Spiel.

Die Ausgangslage des Abends: Es war fraglos das Spitzenspiel des Wochenendes. Da der BVB in der Tabelle eine Sonderstellung (nach oben Richtung Bayern und nach unten Richtung Rest der Tabelle kein Kontakt), ging es sportlich vor allem darum, ob Gladbach wichtige Punkte im Kampf um Platz drei oder vier erobern konnte. Und um die Frage, wie weit die heimische Borussia seit dem desolaten Hinspielauftritt gekommen ist.

Ergebnis des Abends: 1:3 (0:1)

Die erste Hälfte: Sehr unterhaltsam. Wo es beim Spiel HSV - Bayern am Vorabend in der ersten Hälfte keine klare Chance aus dem Spiel heraus gegeben hatte, waren es hier auf beiden Seiten mehrere. Lag am zunächst nicht funktionierenden Gegenpressing (siehe unten). So lässt Fußball sich ansehen. Marco Reus traf nach 41 Minuten zum verdienten Führungstor für den BVB.

Die zweite Hälfte: Fünf Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte der BVB auf 2:0. Vorlage Reus, schönes Tor Mchitarjan. Das sollte doch die Entscheidung sein? Noch nicht. Raffaels Anschlusstreffer, bei dem er Park aussehen ließ wie einen Schülerlotsen, brachte die Gladbacher wieder heran, das Spiel wurde nun zwischenzeitlich wieder wild und offen. Als sich die Gemüter beruhigt hatten, verwertete Ilkay Gündogan ein Anspiel Mchitarjans nach einem Konter zum 3:1. Das war es dann wirklich.

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Bundesliga: Gündogan führt BVB zum Sieg über Gladbach
Verwechslungsgefahr des Abends: Borussia. Gegen Borussia. Und ganz anders als im Hinspiel, in dem Lucien Favres Gladbacher sich in Dortmund hinten reinstellten und trotzdem 0:4 verloren, ähnelte sich die Spielweise beider Mannschaften diesmal. In der ersten halben Stunde hatten beide Teams Schwächen im defensiven Umschaltmoment. Die Folge: Gelungene Konter, feine Kombinationen. Was ungeordnete Defensivformationen halt so ermöglichen.

Ex-Gladbacher des Abends: Marco Reus. Wie im Hinspiel erzielte er das erste Tor des Spiels. Dann bereitete er auch noch das zweite mit einem tollen Pass auf Mchitarjan vor. Reus knüpfte an seine starke Form vor der Winterpause an und hat jetzt neun Scorerpunkte in seinen letzten acht Bundesligaspielen erzielt. Kaum erinnert man sich noch an sein kleines Formtief im Herbst, als er etwa gegen Georgien Chancen in Reihe liegen ließ.

Ex-Dortmunder des Abends: Jonas Hofmann. Teuerster Bundesligatransfer der Winterpause, für acht Millionen Euro vom BVB an den Niederrhein gewechselt. Er wollte seinem Ex-Klub "wehtun". Schmerzen hatte aber vor allem Hofmann selbst. 80 Minuten saß er auf der Bank, kam erst, als alles entschieden war - und vergab noch eine gute Torchance.

Konsequenz des Abends: Platz eins und Platz drei der Tabelle sind beide hinter der Erdkrümmung verschwunden. Dortmund wird in dieser Saison Vizemeister. Und kann die Zeit nutzen, ernsthafte Vertragsgespräche mit Ilkay Gündogan zu führen. Sonst wird dieser Weltklassefußballer kaum zu halten sein.

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insgesamt 36 Beiträge
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1.
Attila2009 23.01.2016
Wieso denn jenseits von "gut" ? Dass die kaum noch absteigen können ist wohl klar, aber 8 Punkte Rückstand zum Ersten ist zwar schwer aufzuholen, aber keine ganz unlösbare Aufgabe. Wir sind erst am Beginn der Rückrunde. Wer sagt denn dass Bayern nicht noch einbrechen kann ? Oder ist die Meisterschaft schon heimlich vergeben ? In Gladbach gewinnen ( sogar ohne Elfmeter schau einer ) war schon mal ganz wichtig.
2.
townsville 23.01.2016
Wenn Bayern sich gegenüber dem HSV-Spiel nicht deutlich steigert, wird das nach oben noch spannender als nach unten für den BVB...
3. Bravo BVB
Teigkonaut 23.01.2016
Das sage ich als MGladbach-Fan, der das Spiel 90 Minuten gesehen hat. Dortmund hat sich wirklich als Spitzenmannschaft präsentiert und kaum Schwächen gezeigt. Dem VFL kann ich trotzdem keinen Vorwurf machen - bemüht, aber in der Defensive keine Spitzenmannschaft. Mutig finde ich die Entscheidung Elvedi gegen diesen Gegner von Anfang an aufzubieten. Ich hoffe, dass den Mutigen die Zukunft gehört!
4. Nr.2 BVB war Super
axelmueller1976 23.01.2016
Zitat von townsvilleWenn Bayern sich gegenüber dem HSV-Spiel nicht deutlich steigert, wird das nach oben noch spannender als nach unten für den BVB...
Die Hoffnung auf die Meisterschaft stirbt zuletzt. Warten Sie einmal auf die englischen Wochen ,dann bricht der BVB ein.
5.
eulenspiegel_der_narr 23.01.2016
Die Meisterschaft ist entschieden - wer Gurkenspiele mit 3 Punkten vergoldet, wird Meister. Wichtiger: Pokal - in einem Spiel kann der BVB die Bayern packen. Der BVB spielt eh den unterhaltsameren Fußball.
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