Remis in Bremen BVB scheitert an Werder-Torhüter Pavlenka

Rückschlag im Kampf um die Vizemeisterschaft: Borussia Dortmund ist gegen Bremen nur zu einem Unentschieden gekommen. Vor allem Werders Torhüter Jiri Pavlenka ließ die BVB-Offensive verzweifeln.

Marco Reus
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Marco Reus


Borussia Dortmund hat es verpasst, auf Rang zwei der Bundesliga zu springen. Zum Abschluss des 32. Spieltags kam der BVB bei Werder Bremen trotz bester Chancen nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus. Marco Reus traf für die Gäste (19. Minute), Thomas Delaney glich per Kopf kurz vor der Pause aus (45.).

Dortmunds Trainer Peter Stöger vertraute auf dieselbe Elf wie beim 4:0 gegen Bayer Leverkusen. Kapitän Marcel Schmelzer kehrte in den Kader zurück, musste sich jedoch mit der Reservistenrolle begnügen. Gonzalo Castro und Mahmoud Dahoud gehörten überraschend nicht zum Aufgebot des Tabellendritten.

Die vorzeitige Vertragsverlängerung von Reus war die wohl beste Nachricht für den Klub in einer chaotischen Saison. Seit seiner Rückkehr nach einer siebenmonatigen Verletzungspause im Februar ist der Offensivstar der Schlüsselspieler im System von Coach Stöger. Gegen Bremen brachte der 28-Jährige sein Team erneut in Führung. Maximilian Philipps Schuss wurde im Strafraum zunächst abgeblockt, anschließend fiel der Ball vor die Füße von Reus. Der Nationalspieler schloss per Dropkick erfolgreich ab und erzielte damit seinen sechsten Treffer im neunten Spiel.

BVB scheitert gleich dreimal am Aluminium

Dortmund hatte mehr Ballbesitz - doch Bremen kam zu guten Chancen: Zlatko Junuzovic, der den Verein im Sommer nach sechs Jahren verlassen wird, scheiterte zunächst an BVB-Keeper Roman Bürki (24.), kurz darauf verfehlte Max Kruse das Tor aus aussichtsreicher Position nur knapp (25.).

Der Ausgleichstreffer kurz vor dem Seitenwechsel fiel somit nicht überraschend. Delaney köpfte den Ball über Bürki hinweg ins Tor, nachdem der Schweizer zuvor noch gegen Maximilian Eggestein gerettet hatte (45.). Bitter für Dortmund: Reus hätte unmittelbar vor dem Ausgleich auf 2:0 erhöhen können, als er freistehend am starken Bremer Torwart Jiri Pavlenka scheiterte (43.).

In der zweiten Hälfte dominierte Dortmund und hatte viel Pech: Nach einem schönen Zuspiel von Sancho setzte Reus den Ball an den Pfosten (65.). Manuel Akanji traf nach einer Einzelaktion die Latte (68.), ebenso köpfte Sancho den Ball an die Latte, nachdem Pavlenka erneut stark gehalten hatte (78.). Der tschechische Schlussmann hielt auch noch einen Kopfball vom eingewechselten André Schürrle (85.).

Nach dem zehnten Remis in der laufenden Saison bleibt Dortmund hinter Schalke Dritter. Der Vorsprung auf Rang fünf, der nicht zur Teilnahme an der Champions League berechtig, beträgt vier Punkte.

Werder Bremen - Borussia Dortmund 1:1 (1:1)
0:1 Reus (19.)
1:1 Delaney (45.)
Bremen: Pavlenka - Gebre Selassie, Veljkovic, Langkamp, Augustinsson - Delaney - Maximilian Eggestein, Junuzovic - Gondorf (89. Friedl), Kruse, Rashica (69. Johannes Eggestein)
Dortmund: Bürki - Piszczek, Sokratis, Toprak, Akanji - Weigl - Pulisic (61. Schürrle), Mario Götze, Reus, Sancho - Philipp (79. Jarmolenko)
Schiedsrichter: Brych
Zuschauer: 41.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Junuzovic (2) - Piszczek (3), Sokratis (4)

bam



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Seite 1
hamburger.jung 29.04.2018
1.
Ich muss ja mal sagen, dass das ein geiler Fight war. Dortmund besser und voll auf Sieg spielend. Werder alles reingeworfen und leidenschaftlich gekämpft mit einem Supertorwart. Konnte man gut angucken.
skeptikerjörg 29.04.2018
2. Erkenntnisreiches Spiel
Ein gutes Bundesligaspiel, das eine Reihe von Erkenntnissen gebracht hat. 1. Werder Bremen ist kein Fallobst. Wusste man aber eigentlich auch vorher schon. 2. Das gute Spiel des BVB gegen Leverkusen war diesmal keine Eintagsfliege, wie man nach dem Saisonverlauf hätte befürchten können. 3. Akanji gibt einen Klasse linken Außenverteidiger; aber eigentlich ist er zu schade dafür. 4.Der BVB hat nach wie vor große Probleme mit der Spieleröffnung von hinten heraus, weil weder Sokratis noch Toprak die technischen Fähigkeiten dazu haben und Weigl inzwischen von jedem Gegner konsequent zugestellt wird. Folge, es geht viel zu häufig mit einem langen Ball von Bürki los, von denen aber nur höchstens 50% vom eigenen Mann festgemacht werden können. 5. Schürrle ist auf der Bank besser aufgehoben als auf dem Platz. Noch besser auf der Tribüne. 6. Christian Pulisic ist ziemlich ausgebrannt. Für ihn wird es Zeit, dass die Saison zu Ende geht oder dass er eine Pause bekommt. 7. Mario Götze hat nicht alles verlernt und je mehr auch die Kraft für 90 Minuten zurück kommt, desto wichtiger wird er für den BVB. 8. Der BVB geht zu schlampig mit deinen Chancen um und das Aluminium ist nicht der Dortmunder Freund. Und letztlich, gegen Mainz muss ein Sieg her, damit es kein Endspiel in Hoffenheim gibt.
starboy 29.04.2018
3. Foul vor dem 1-1
Klarer Bodycheck vor dem Ausgleich. Aber auch so muss Dortmund ganz klar gewinnen. 3-1 oder 4-1 und kein Bremer hätte sich beschweren können. Fahrlässigkeit zieht sich durch die gesamte Saison vom BVB. Reus ohne Körperspannung bei der vergebenen Chance in der 43.Min. Das wäre schon das 2-0 gewesen und sicher die Entscheidung.
Sal.Paradies 29.04.2018
4. Gut anzusehen
Da kommt ein wenig Erleichterung durch, weil der BVB ein Stück weit die Form gegen Leverkusen mit nach Bremen nehmen konnte. Der Unterschied war, dass Aluminium, Pech & zu viele vergebenen Großchancen den Sieg vereitelten. Mit Reus geht ein Ruck durch die Mannschaft, da ist endlich jemand, an dem sich die Elf aufrichten und orientieren kann. Götze auch nicht schlecht, wenn er sich weiter steigert, wird es nächste Saion wieder mit der wichtigste Spieler nach vorne. Und eigentlich kann man dem BVB wegen der vergebenen Chancen nur zu 50% Vorwürfe machen, da Pavlenka einen Sahnetag mit herausragenden Aktionen hatte. An seinem schlechten Tag gehen da mind. 2 Stück rein, aber das Leben ist kein Wunschkonzert. Heute wäre die sichere CL-Qualifikation drin gewesen, die aber nächsten Samstag gegen Mainz fix gemacht werden kann. Und in dieser Form ist dies kein unmögliches Unterfangen. Stöger scheint nun langsam eine immer offensivere/bessere Ausrichtung zu finden und mit jedem Spieltag, an dem die Mannschaft mehr Selbstvertrauen tankt, funzt das immer besser. Im Vergleich mit allen anderen BL-Trainern (J.Heynckes ausgenommen) hat er ziemlich gut abgeschnitten, eingedenkt dessen, dass er mitten im laufenden Spielbetrieb übernommen hatte. Jetzt bitte weiter bis zum Saisonende Gas geben. Danke :-)
hoppelkaktus 29.04.2018
5. Ach, ja, die Vizemeisterschaft
Mal ehrlich, wer nun Vizemeister wird, Schalke oder Dortmund, ist wohl so ziemlich gleichgültig - und spannend bloß für die rivalisierenden Fans dieser beiden Vereine. Ansonsten scheint es mir, in Hinblick auf die Frage nach der Vizemeisterschaft, für die Anhängerschaft der Restliga Spannenderes zu geben. Zum Beispiel möchte man doch leidenschaftlich gern wissen, wann in China der nächste Sack Reis umfällt...
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