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Bundesliga: Spektakel in Frankfurt, Dortmund tiefer in der Krise

9. Bundesliga-Spieltag: Dortmund mit vierter Niederlage in Folge Fotos
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Borussia Dortmund hat erneut verloren: Im Heimspiel gegen Hannover 96 unterlag der BVB trotz bester Gelegenheiten. Eintracht Frankfurt und der VfB Stuttgart lieferten sich einen packenden Schlagabtausch. Hertha BSC besiegte den Hamburger SV.

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Hamburg - Es ist das große Rätsel dieser Bundesligasaison: Borussia Dortmund. Der Vizemeister lässt in der Champions League einen berauschenden Sieg auf den nächsten folgen. In der Liga jedoch steckt der BVB in der Krise. Auch gegen Hannover 96 verlor die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp. Durch die 0:1 (0:0)-Niederlage ist Dortmund in der Liga seit sechs Partien ohne Sieg. In der Tabelle steht die Borussia auf Platz 15, Hannover ist Neunter. Hiroshi Kiyotake erzielte mit einem direkt verwandelten Freistoß das Tor des Spiels (61. Minute). 96-Profi Ceyhun Gülselam sah in der Schlussphase die Gelb-Rote Karte (89.).

Dabei zeigte sich der BVB im Vergleich zu vergangenen Auftritten in der Bundesliga zunächst deutlich verbessert. Mehrfach scheiterte der Klub an starken Paraden von Hannover-Torwart Ron-Robert Zieler und mangelnder Präzision im Abschluss. Allein Marco Reus verfehlte dreimal knapp das Tor der Gäste (20./39./47.). Und dann war doch noch Zieler.

Der 96-Schlussmann verhinderte gleich drei Mal einen möglichen Rückstand. Erst parierte er gegen Henrich Mchitarjan (12.), dann lenkte er einen Kopfball von Mats Hummels an die Latte (18.), nach der Pause wehrte er einen Reus-Schuss um den Pfosten (47.). Seine Mannschaft blieb lange harmlos - bis Kiyotake kunstvoll zur Führung traf.

Der Rückstand verunsicherte den BVB. Im Anschluss an das 0:1 vergaben erst Kiyotake und Joselu innerhalb von einer Minute Chancen auf einen weiteren Treffer für die Gäste (65.), später scheiterte Leonardo Bittencourt (79.). Dortmund kam dagegen kaum mehr gefährlich vor das gegnerische Tor. Auch in Überzahl verzweifelte der BVB an tiefstehenden Gästen.

Eintracht Frankfurt - VfB Stuttgart 4:5 (1:2)

Ein irres Spiel sahen die Zuschauer in Frankfurt. Der Gast aus Stuttgart musste auf Stürmer Vedad Ibisevic verzichten, der mit einem Ermüdungsbruch in der rechten Fußwurzel wohl für den Rest der Hinrunde ausfällt. Zu Beginn waren die Stuttgarter, bei denen Trainer Armin Veh zu seinem Ex-Verein zurückkehrte, die spielbestimmende Mannschaft. Frankfurt ging trotzdem zuerst in Führung: Abwehrspieler Alexander Madlung traf im Anschluss an eine Ecke per Kopf (21.).

Die Stuttgarter blieben unbeeindruckt, dominierten weiterhin die Partie und drehten durch einen Doppelschlag von Martin Harnik das Spiel. Zunächst staubte der österreichische Nationalspieler ab, stand dabei allerdings im Abseits (34.). Danach bereitete Sercan Sararer Harniks zweites Tor vor (37.). Christian Gentner erhöhte nach der Pause sogar auf 3:1 (51.), Alexander Meier antwortete nur sechs Minuten später mit dem Anschlusstreffer (57.). Stefan Aigner erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich für die Elf von Trainer Thomas Schaaf (62.), Madlung köpfte mit seinem zweiten Tor nach einem Freistoß die Frankfurter sogar wieder in Führung (64.). Doch das war es noch nicht. Timo Werner setzte zum Solo an, schob überlegt gegen Frankfurts Felix Wiedwald ein (82.) - das 4:4. Den Schlusspunkt setzte Christian Gentner, der mit seinem zweiten Treffer Stuttgart zum Sieg schoss (84.). Frankfurt musste das Spiel zu zehnt beenden, Haris Seferovic sah wegen Schiedsrichterbeleidigung die Rote Karte (86.).

Hertha BSC - Hamburger SV 3:0 (0:0)

Hertha BSC hat seinen dritten Saisonsieg gefeiert. Berlins Änis Ben-Hatira war gegen seinen Ex-Klub, den Hamburger SV, mit zwei Toren der Mann des Spiels. Zunächst hatte der Stürmer noch die große Chance zur Führung vergeben: Nach einem Distanzschuss von Marcel Ndjeng an die Latte köpfte Ben-Hatira den Abpraller am Tor vorbei (58.). Danach drehte er auf: Erst traf er mit einem schönen Schlenzer (59. Minute), dann gewann er ein Duell mit HSV-Keeper Jaroslav Drobny (85.). Dazwischen hatte John Heitinga nach einem Eckball zum verdienten Sieg gegen schwache Hamburger getroffen (65.).

1899 Hoffenheim - SC Paderborn 1:0 (0:0)

Hohes Tempo, kein Abtasten - die Partie in Sinsheim hatte von Beginn an viele Chancen zu verzeichnen. Schon nach drei Minute musste Paderborns Torwart Lukas Kruse gegen Tarek Elyounoussi eingreifen. Kurze Zeit später hatte er Glück bei einem Elfmeter von Nationalspieler Sebastian Rudy. Dessen Versuch landete am Pfosten, im Nachfassen konnte Kruse den Ball festhalten (5.). Paderborns Abwehrspieler Daniel Brückner hatte Kevin Volland gefoult. Danach ging es weiter hin und her, bis kurz vor der Pause der für die brasilianische Seleção nominierte Firmino zwei glänzende Szenen hatte. Erst ging sein Rechtsschuss aus rund 18 Meter knapp vorbei (44.), anschließend tanzte er Michael Heinloth aus, schoss aber knapp über das Tor (45.). In der zweiten Hälfte war es schließlich Kevin Volland, der nach Vorarbeit von Andreas Beck den Siegtreffer erzielte (72.).

FC Augsburg - SC Freiburg 2:0 (1:0)

Im Abstiegskampf setzte sich der FC Augsburg gegen den SC Freiburg durch. FCA-Kapitän Paul Verhaegh brachte die Gastgeber mit einem Elfmeter in Führung, Pavel Krmas hatte zuvor Ragnar Klavan am Trikot festgehalten. Anschließend bestimmten die Augsburger weiterhin die Partie, hatten gute Chancen durch Daniel Baier (21.) und Alexander Esswein (29.). Aber erst als Freiburg besser ins Spiel kam, schlugen die Augsburger nochmal zu: Halil Altintop traf nach einem Konter aus 15 Metern (66.).

mon/zaf

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insgesamt 92 Beiträge
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1.
grätscher 25.10.2014
Jaaaa der VfB, so macht das wieder Spaß!
2.
ichsagemal 25.10.2014
..gibt's am Ende der Saison ein Novum? Der BvB steigt als CL-Sieger ab??? Es muss immer noch was passieren; nur was???
3. Mentale Blockade brechen
martha_rosentreter, 25.10.2014
Der gesamte BVB gehört meines Erachtens auf die Couch eines versierten Seelenklempners. Auch der Coach, seines Zeichens eigentlich Star-Motivator, könnte davon selbst profitieren.
4. HahoHe...
retterdernation 25.10.2014
was hatte man sich im Vorfeld dieses Spiels für schreckliche Gedanken gemacht - der HSV im Aufwind und Hertha total holprig, hahaha - und dann spielen die Berliner den HSV an die Wand. Ein 6:0 wäre locker möglich gewesen. Das bislang beste Saisonspiel der Hertha. Wie ein Absteiger spielten die Hamburger - ähnlich wie Dortmund :-))). Hertha - weiter so - obwohl Ben Hatira vielleicht wieder ausfallen wird. Was sehr schade wäre, war bester Spieler.
5. So wird das nichts BVB
Alias_aka_InCognito 25.10.2014
BVB ist ja auch eine Aktiengesellschaft, in der auch wie in einem Unternehmen frühzeitig gehandelt werden muss, wenn es erste Alarmzeichen gibt. Dafür gibt es extra Leute mit feinem Gespür, was für Kalamitäten auf das Unternehmen zukommen wird und warnen früh die Geschäftsleitung und schlagen Gegenmaßnahmen vor. In Dortmund glaubt man wohl an Selbstheilungskräfte und das durch Aussitzen und stures weitermachen die Probleme sich auswachsen. Diese Dickhäutigkeit ist auch eine typische Ruhrpottmentalität, wo die Leute eine stoische Gelassenheit an den Tag legen, während um sie herum alles verfällt. Die Schmerz- und Frustationsresistenz liegt viel höher. Sieht man ja an den Fans, wie sie die Mannschaft feiern nach der x.-ten Niederlage nacheinander. Bei den Bayern wären jetzt schon bis auf das oberste Führungstriumvirat alle auf die Strasse gesetzt worden.
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