Mönchengladbachs Heimsieg Raffael schießt harmlose Stuttgarter ab

Zwei Raffael-Tore - viel mehr gab es nicht. In einer ereignisarmen Partie zwischen Borussia Mönchengladbach und dem VfB Stuttgart haben die Gastgeber einen glanzlosen Heimsieg eingefahren.

Getty Images

Borussia Mönchengladbach hat den VfB Stuttgart in einer über weite Strecken schwachen Partie 2:0 (0:0) besiegt. Nach einer langatmigen ersten Hälfte nahm das Spiel erst gegen Ende Schwung auf. Der Brasilianer Raffael entschied die Partie mit einem sehenswerten Führungstreffer und einem Elfmetertor.

Lange passierte nichts im Borussia-Park. Beide Teams zeigten wenig Ambitionen, sich dem gegnerischen Tor auch nur zu nähern. Den ersten zaghaften Torschuss gab Gladbachs Kapitän Lars Stindl. Da waren bereits 33 Minuten gespielt.

Immerhin: In der 40. Minute folgte die zweite nennenswerte Aktion der Gladbacher durch einen Kopfball von Jannik Vestergaard. Stuttgart zeigte erst Sekunden vor der Halbzeit durch einen Schuss von Orel Mangala, dass sie auch Interesse an einem Tor hätten.

Die zweite Hälfte versprach dann leichte Besserung: Kurz nach dem Anpfiff versuchte Simon Terodde sein Glück, schoss den Ball jedoch neben das Tor. Gerade als das Spiel wieder einzuschlafen drohte, schlug die Borussia zu: Raffael spielte den Ball raus, Elvedi gab ihn per Doppelpass zurück und der Brasilianer vollstreckte per Direktabnahme zum 1:0 (57. Minute).

Dann folgte eine Pyro-Pause: In der 60. Minute unterbrach Schiedsrichter Storks die Partie. Im Stuttgarter Block loderten immer mal wieder rote Fackeln. Nach zwei Minuten ging die Partie weiter.

Das entscheidende Tor fiel für die Gastgeber: Nach einem Foul von Dennis Aogo an Thorgan Hazard entschied Storks auf Elfmeter. Raffael schob locker ein und markierte mit seinem zweiten Treffer das 2:0.

Der VfB blieb danach zu ungefährlich, um noch etwas am Spielstand zu ändern. So reichen zwei Raffael-Treffer für einen Gladbacher Heimsieg.

Borussia Mönchengladbach - VfB Stuttgart 2:0 (0:0)
1:0 Raffael (57.)
2:0 Raffael (74.)

Mönchengladbach: Sippel - Elvedi, Ginter, Vestergaard, Wendt - Kramer (46. Cuisance), Zakaria - Herrmann (70. F. Johnson), Hazard - Stindl, Raffael (89. Bobadilla)
Stuttgart: Zieler - Baumgartl, Pavard, Kaminski - Beck, Mangala (78. Burnic), Ascacibar, Aogo (75. Ailton) - Donis, Asano (62. Brekalo) - Terodde
Schiedsrichter: Sören Storks (Velen)
Gelbe Karten: - / Terodde
Zuschauer: 43.000

tip



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
sternendieb 19.09.2017
1. Antifussball
Mit 10 Mann verteidigen und nach vorne auf Glück oder einen Fehler des Gegners hoffen? Das ist Antifussball par execellence und will wirklich niemand sehen. So wird das nichts mit dem Klassenerhalt Herr Wolf.
det42 19.09.2017
2. falsch !
"Der VfB blieb danach zu ungefährlich, um noch etwas am Spielstand zu ändern" bin ja eigentlich Gladbach Anhänger, dem kann ich aber wahrlich nicht zustimmen... Spiel gesehen ? Ich bin froh, dass Stuttgart nicht von Anfang die Taktik der letzten 20 Minuten angegangen ist. Die hatten da nämlich mehr Risiko gewählt und mindestens noch 5 gute Chancen gehabt. Gladbach wirkte in dieser Schlussphase Ideen- und saftlos. Ich hätte mich als Trainer der Stuttgarter geärgert, nicht von Anfang etwas gegen die harmlosen Gladbacher zu riskieren. So hatten die Gladbacher 70 Minuten mehr Ballbesitz und sie haben mit wenigen Chancen gegen zu ängstliche Stuttgarter gewonnen... das wars aber auch schon.
rosmarino 20.09.2017
3. Antifußball?
Oder "schwacher VfB" / "harmloser VfB" wie in der aktuellen bzw vorherigen Überschrift? Alles kompletter Nonsens. Für den VfB geht es in den ersten Spielen, vor allem in den Auswärtsspielen, darum, mit seiner sehr jungen Truppe in der Liga anzukommen. Und vor allem defensiv gut zu stehen. So schlecht sieht es insgesamt gar nicht aus, wie sich die Mannschaft präsentiert. Die Defensive war ja in den vergangenen Jahren das Problem. Defensiv war der VfB gestern sehr gut aufgestellt und hat bei Gladbach in der 1. HZ fast nichts zugelassen. Dass sie vielleicht etwas früher hätten anfangen sollen, sich offensiv mehr zuzutrauen, weiß man dann hinterher - da ist man dann immer schlauer. Außer Foristen und Sportredakteure, die wissen schon vorher Bescheid. Hinzu kam die unglückliche Szene mit dem Elfmeter. Zwar clever von Hazard gemacht aber auch mit dem Beigeschmack von überzogener Schauspielerei. Fazit: Da wächst was beim VfB. Antifußball ist jedenfalls anders.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2017
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.