Bundesliga Gladbach feiert Kantersieg gegen Werder

Borussia Mönchengladbach feiert nach dem Fehlstart ins Fußball-Jahr wieder einen Erfolg. Das Team von André Schubert gewann am 5:1 gegen Werder Bremen - und kann weiter auf die Champions League hoffen.

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Borussia Mönchengladbach hat im Heimspiel gegen Werder Bremen durch ein 5:1 (2:0) den ersten Sieg in der Rückrunde gefeiert. Andreas Christensen traf erstmals in der Bundesliga und erzielte dabei direkt einen Doppelpack. Werder verpasste es durch die erste Niederlage nach der Winterpause, die Abstiegsränge zu verlassen, und bleibt weiter auf Rang 16. Gladbach springt vorerst auf den vierten Platz, Schalke (gegen Wolfsburg) und Leverkusen (gegen Bayern) haben schwere Aufgaben vor sich, um am Samstag (15.30 Uhr und 18.30 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE) wieder vorbeizuziehen.

Bremen ging mit vier Punkten aus zwei Spielen mit viel Selbstvertrauen in die Begegnung. Aber Gladbach erwischte den besseren Start. Christensen hatte die erste gute Chance des Spiels. Der 19-Jährige köpfte nach einem Freistoß knapp über das Tor (7. Minute). Ein gut herausgespielter Angriff brachte die Führung der Gastgeber: Mahmoud Dahoud machte das Spiel im Zentrum schnell und spielte den Ball nach außen. Von dort brachte Thorgan Hazard den Ball in die Mitte und Lars Stindl traf zum 1:0 (13. Minute).

Bremen ist in der aktuellen Saison bisher in keinem Spiel ohne Gegentor geblieben. Auch in der Folge zeigte sich diese Abwehrschwäche. Erst verpasste Hazard die große Chance, nachzulegen (29.), wenig später machte es Christensen besser: Werder ließ den Gegner im eigenen Strafraum zum wiederholten Mal frei kombinieren, am Ende schob Christensen am langen Pfosten ein (32.). Es war das erste Bundesliga-Tor des Innenverteidigers, der den Angriff selbst eingeleitet hatte. Werder kam während der ersten Hälfte zwar mehrfach in aussichtsreiche Positionen, erspielte sich daraus aber keine klaren Torchancen. Dahoud verpasste aus spitzem Winkel das dritte Tor (44.).

Doppelpack Christensen, Pizarro trifft zum Jubiläum

Zu Beginn der zweiten Hälfte erhöhte Tordebütant Christensen: Nach einer Ecke von Raffael köpfte er völlig frei zum 3:0 (48.). Ein Elfmeter brachte Bremen wieder heran. Martin Hinteregger hatte Levin Öztunali zu Fall gebracht Claudio Pizarro verwandelte in seinem 400. Bundesliga-Spiel sicher (50.). Mit seinem 182. Tor in Deutschlands höchster Spielklasse überholte er Ulf Kirsten und liegt in der ewigen Torschützenliste nun alleine auf Rang fünf.

Werder wurde in der Folge offensiver, Gladbach wirkte unsicher und kassierte beinahe den Anschlusstreffer: Nach Vorarbeit des in der zweiten Hälfte auffälligen Öztunali parierte Torwart Yann Sommer den Schuss von Finn Bartels mit einer schnellen Reaktion. Anschließend rettete Nico Elvedi im letzten Moment gegen Pizarro (65.). Auf der anderen Seite erlöste ein weiterer Elfmeter die schwächelnden Gladbacher. Nach Foul durch Jannik Vestergaard an Stindl verwandelte Raffael. Torwart Felix Wiedwald war sogar noch dran, konnte den Ball aber nicht abwehren (70.).

Bremen blieb auch danach engagiert, aber Gladbach hatte keine Probleme, die komfortable Führung zu halten. In der Schlussphase feierte Martin Stranzl noch sein Comeback. Nach seinem Augenhöhlenbruch aus der Partie gegen den Hamburger SV war es der erste Auftritt des Österreichers seit dem vierten Spieltag. Havard Nordtveit erzielte mit einem Distanzschuss aus 25 Metern den 5:1-Endstand (88.). Der Treffer bedeutete gleichzeitig das 41. Gegentor für Werder, das ist aktuell Liga-Tiefstwert.

Borussia Mönchengladbach - Werder Bremen 5:1 (2:0)
1:0 Stindl (12.)
2:0 Christensen (31.)
3:0 Christensen (50.)
3:1 Pizarro (56., Foulelfmeter)
4:1 Raffael (70., Foulelfmeter)
5:1 Nordtveit (88.)
Mönchengladbach: Sommer - Elvedi, Christensen, Hinteregger, Wendt - Nordtveit, Dahoud (84. Stranzl) - Hazard (67. Traore), Johnson - Stindl, Raffael (86. Hrgota)
Bremen: Wiedwald - Gebre Selassie, Vestergaard, Djilobodji, Guwara - Fritz, Junuzovic (86. Fröde) - Öztunali, Kleinheisler (75. Eggestein) - Pizarro, Ujah (57. Bartels)
Gelbe Karten: Hazard (2) - Vestergaard (2), Junuzovic (4)
Schiedsrichter: Sascha Stegemann
Zuschauer: 51.569

aev



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Bumblies 06.02.2016
1. Klasse Ergebnis
Wenn auch zu hoch ausgefallen. Und jetzt wieder Mit breiter Brust einfach weiter Fussball spielen. Danke VFL.
mpitt 06.02.2016
2. Zwei Tore zu hoch
Der Gladbacher Sieg war zweifelsohne verdient, aber um mindestens zwei Tore zu hoch. Werder hat zeitweise trotz deutlichem Rückstand energisch dagegengehalten und bei einem Anschlußtreffer wäre das Spiel unter Umständen anders ausgegangen.
axacon 06.02.2016
3. Zurück in der Wirklichkeit
Werder war in allen drei Rückrundenpartien jeweils die schlechtere Mannschaft. Diesmal wurde das Leistungsvermögen entsprechend quittiert. Sie dürfen sich mit Fug und Recht "Schießbude der Liga" nennen und können vermutlich nur beten, dass von den paar bundesligatauglichen Spielern in ihrem Kader niemand länger ausfällt. Andernfalls heißt es bald: Anpfiff 13:30
Franke aus Hamburg 06.02.2016
4. Ich denke...
... gerade an die Kommentare der Brähmer aus der letzten Saison. Tja, sch*** Gefühl dort unten um Keller, oder? Aber ich hoffe, dass die Fischköpfe in der Liga bleiben. Wäre schade um die Derbies. Obwohl, wur sind auch noch lange nicht durch. Nur der HSV.
Cicuma 06.02.2016
5. Welch ruhmreicher SVW
es doch einst war. Aber muss es einem darum in der Seele wehtun, wenn man diesen Verein seit Jahren im unterem Tableau der Tabelle sieht? Ich persönlich glaube nein, denn während viele andere Vereine sich der Neuzeit des Fußballs gestellt haben, hat der Verein von der Weser jahrelang vom seinem Ruhm aus der Vergangenheit gelebt. Dabei wurden Sie auch von den so genannten Event Fans geradezu manipuliert, denn diese haben ein Interesse vorgegaukelt und den Verein damit geblendet. Alles war gut, dort wo die Weser einen großen Bogen macht. Theoretisch sollte man als Verein wirklich einen Neuanfang in der zweiten Liga machen, wegen meiner auch für zwei Spielzeiten. Borussia Mönchengladbach oder auch der 1. FC Köln haben vorgemacht, dass das funktionieren kann. Wenn Werder Bremen indes weiterhin die damalige Rolle vom VFL Bochum einnehmen möchte, dann sieht es auch für die nächste Dekade sehr dunkel über dem Weserstadion aus.
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