Fußball-Bundesliga Gladbach schießt Schalke in die Krise

Sieg im Samstagabend-Spiel: Während Gladbach zauberte, verschlief Schalke weite Teil der ersten Halbzeit. Als die Gäste besser wurden, rettete Yann Sommer seine Gladbacher.

Matthias Ginter (2.v.l.)
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Matthias Ginter (2.v.l.)


Borussia Mönchengladbach hat im dritten Bundesligaspiel den zweiten Sieg gefeiert. Gegen Schalke 04 gewann das Team 2:1 (1:0) und ist damit Fünfter. Schalke wartet nach der dritten Niederlage noch auf den ersten Punkt. Die Tore für Gladbach erzielten Matthias Ginter (3. Minute) und Patrick Herrmann (77.), Breel Embolo verkürzte in der Nachspielzeit (90.+3).

Es waren nicht mal 180 Sekunden absolviert, da durfte Gladbach schon jubeln. Ecke Jonas Hofmann, Kopfball Ginter - 1:0 (3.). Es war der Auftakt für eine turbulente Anfangsphase, in der die Gäste aus Gelsenkirchen meist nur hinterherliefen. Gladbach bestimmte das Tempo und hatte die Chancen, doch Alassane Pléa (8.) und Hofmann (11.) verfehlten knapp.

Schalke hatte Glück, dass es Schiedsrichter Manuel Gräfe bei einem Foul des schon verwarnten Hamza Mendyl bei einer Verwarnung beließ (23.). Nach einer halben Stunde schlichen sich Fehler in das Gladbacher Spiel ein, es war das Ende der Dominanz. Und plötzlich spielte auch Schalke mit: Ecke Sebastian Rudy, Kopfball Salif Sané, Glanzparade Yann Sommer (33.). Kurz vor der Pause drehte sich Mark Uth um Tony Jantschke, aber Sommer tauchte ab und hatte den Ball (42.).

Nach der Pause bot sich den Zuschauer ein ähnliches Bild. Schalke war das aktivere Team, Gladbach verwaltete die Führung. Und das wäre beinahe schief gegangen: Uth traf nach Vorlage von Daniel Caligiuri ins Tor, stand aber im Abseits (50.).

Gladbach nahm sich in der Offensive eine Auszeit, knüpfte erst in der Schlussphase an die starke Anfangsphase an. Erst traf Hofmann nach Vorlage von Pléa nur den Pfosten (73.). Dann traf der eingewechselte Herrmann nach Pass von Oscar Wendt - es war die Entscheidung (77.). Zwar verkürzte Embolo in der dritten Minute der Nachspielzeit noch auf 1:2, doch Sekunden später war Schluss.

Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04 2:1 (1:0)
1:0 Ginter (3.)
2:0 Herrmann (77.)
2:1 Embolo (90.+3)
Gladbach: Sommer - Elvedi, Ginter, Jantschke, Wendt - Strobl - Hofmann, Zakaria (72. Kramer) - Hazard, Johnson (67. Herrmann) - Plea (85. Neuhaus)
Schalke: Fährmann - Sané, Naldo, Nastasic - D. Caligiuri, Mendyl (25. Schöpf) - Rudy, Bentaleb - Di Santo (66. Embolo) - Uth, Burgstaller (66. Teuchert)
Schiedsrichter: Manuel Gräfe
Zuschauer: 54.022
Gelbe Karten: - / Mendyl, Schöpf, Nastasic, Embolo

tbe



insgesamt 7 Beiträge
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genaumeinding 15.09.2018
1. Schalke wandelt auf den Spuren von Koeln
Sie wollen wohl den Abstiegskampf spannend gestalten. Mal was anderes. Toennjes wird sich freuen, dass über Schalke gesprochen wird.
skeptikerjörg 15.09.2018
2. Fehlstart
Ich neige eigentlich nicht zur Schadenfreude, aber nach unserem Hannover Spiel hab ich zu viele blöde Sprüche aus Herne-West gelesen und gehört. Nach der letzten Saison noch mehr. Da befüllt mich doch jetzt eine klammheimliche Genugtuung, dass die Blauen wieder auf den Boden zurück kommen. Jetzt gegen Porto und dann die Bayern, könnte ein "Supersaisonstart" werden. Vielleicht hätte man doch versuchen sollen, Meyer und Goretzka zu halten.
Pete_Ross 15.09.2018
3. Vorbilder
Ich glaube, Schalke will den Weg des 1. FC Köln gehen, die haben es letzte Saison vorgemacht, wie's geht. Dann kann man zumindest doch noch einmal Meister werden, in der 2. Liga! Gegen Porto wird verloren und anschließend noch gegen die Bayern, das ist fast sicher und dann haben einige "die Hosen voll!"
Franke aus Hamburg 15.09.2018
4. Tja,...
... da haben die sogenannten Experten letzte Saison Herrn Tedesco über den Klee gelobt und nun ist er geerdet worden. War er nicht auch mal Kandidat bei den Bayern? Bald ist wieder Rambazamba auf Schalke. Gott sei Dank. Die Stille der letzten Monate war ja nicht zum aushalten.
kittti 15.09.2018
5. Der Trainer....
findet laut einem Bericht der WAZ die jetzige Situation spannend. Jetzt wird es wohl noch spannender, wenn man nach dem nächsten Spiel in der BL gegen Bayern München immer noch keinen Punkt hat. Und wie sagte zuletzt der schlaue Manager Heidel in der WAZ: " Heidel lehnt einen Vergleich zum Schrott-Start aus der Saison 2016/2017 ab. Seinerzeit fing sich Schalke unter dem damaligen Trainer Markus Weinzierl fünf Start-Klatschen und steckte ganz tief im Keller fest. Damals, analysiert Heidel, hatten wir Riesen-Anfangs-Probleme, das hat mit der Situation heute überhaupt nichts zu tun“. Wirklich nicht ?
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