Bundesliga Mönchengladbach kann zu Hause nicht mehr gewinnen

Das Ziel ist die Champions League, aber Borussia Mönchengladbach läuft in der Rückrunde seiner Form hinterher. Im Heimspiel gegen den SC Freiburg reichte es wieder nicht zu einem Sieg.

Luca Waldschmidt (l.) und Tony Jantschke
ULRICH HUFNAGEL/EPA-EFE/REX

Luca Waldschmidt (l.) und Tony Jantschke


Borussia Mönchengladbach möchte in der kommenden Saison in der Champions League spielen. Nach dem vierten Bundesliga-Heimspiel in Folge ohne Sieg können die Verfolger aber noch näher heranrücken, schon am kommenden Spieltag könnte die Borussia in der Tabelle auf Platz fünf zurückfallen. Gegen den SC Freiburg kam Gladbach nicht über ein 1:1 (1:1) hinaus, die Tore erzielten Vincenzo Grifo (10. Minute) und Alassane Plea (16.) für den VfL.

Die Borussia schaffte es gegen defensiv gut organisierte Gäste nur selten, das in der Hinrunde so oft gezeigte druckvolle Spiel aufzuziehen. Nach drei Heimniederlagen mit insgesamt 1:11-Toren ließen sich die Gladbacher immerhin nicht vom frühen Rückstand ihres ehemaligen Mitspielers Grifo aus der Ruhe bringen. Der Offensivspieler hatte mit einem platzierten Flachschuss von der Strafraumgrenze getroffen (10.). Nur sechs Minuten später wurde Thorgan Hazard von Denis Zakaria freigespielt, dessen Querpass drückte Plea nach sieben torlosen Partien über die Linie.

In der zweiten Hälfte erhöhte Gladbach den Ballbesitz-Anteil und ließ Freiburg nur noch selten vor das eigene Tor kommen. Die ganz großen Torchancen waren aber nicht dabei und so holte der SC den nächsten Punkt im Abstiegskampf. Die Borussia erobert mit 47 Punkten vorerst Platz drei zurück, doch RB Leipzig (46 Punkte) kann mit einem Remis auf Schalke wieder vorbeiziehen und von hinten drängen Frankfurt (43) und Leverkusen (42) auf die Champions-League-Ränge. Freiburg steht vor der Länderspielpause mit 31 Punkten vorerst auf Platz elf.

Borussia Mönchengladbach - SC Freiburg 1:1 (1:1)
0:1 Grifo (10.)
1:1 Plea (16.)
Gladbach: Sommer - Johnson, Elvedi, Jantschke, Wendt - Zakaria (61. Herrmann), Strobl, Hofmann (82. Raffael) - Hazard, Stindl (71. Neuhaus), Plea.
Freiburg: Schwolow - Stenzel, K. Schlotterbeck, Heintz, Günter - Frantz (77. Gondorf), Abrashi - Haberer, Waldschmidt (65. Niederlechner), Grifo (90.+1 Höler) - Petersen.
Schiedsrichter: Kampka
Gelbe Karten: - / Abrashi, Stenzel
Zuschauer: 46.832

krä



insgesamt 12 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
hoppelkaktus 15.03.2019
1. Selbst ist die Mannschaft
Nun, eigentlich ist ja alles ganz einfach: um das Erreichen der CL - trotz der zuletzt nur 5 Punkte von 18 möglichen - weiterhin zu gewährleisten, muss die Borussia nun eben alle ihre noch verbleibenden BuLi-Spiele gewinnen. Und, ja, dass mein' ich ganz im Ernst. Brrr... Fröhliches Zittern?
anselmi 15.03.2019
2.
Der SC Freiburg wird die Klasse halten. Das ist angesichts der finanziellen Möglichkeiten des Vereins eine Leistung, die ihresgleichen sucht im deutschen Profifußball. Allenfalls die aktuellen Erfolge der SGE sind für mich vergleichbar.
GueMue 16.03.2019
3. Freiburg einziger bundesligaklub
Der Kategorie gut fuer fussball. Geringes budget und trotzdem Oben dabei. Trainer eine persoenlichkeit und oben dabei. Vorstand normal und nicht verrückt nach Mittelpunkt durch Vortäuschung von Kompetenz, obwohl nur. eitelkeit die Motivation ist. Grindel ist die karikatur des fussball, der freiburger chef die rettung.
bcpt8 16.03.2019
4.
In kleinen Schritten, aber zäh sammelt das fleißige Liga-Hörnchen Freiburg auch den nächsten wichtigen Punkt für das Ziel Klassenerhalt ein. Mehr als eine bloß subjektive Floskel noch unter Hochdruck kurz nach Abpfiff scheint's mir zu sein, wenn einer wie Streich von einem "verdienten Punkt" spricht. Und lakonisch ergänzt, beide Teams "hätte au no g'winne könne zum Schluss". Denn die Breisgauer verteidigten nicht nur intelligent und diszipliniert, sondern spielten bis zum Abpfiff durchaus mutig nach vorne mit, wenngleich wie bei den Gastgebern nur wenige wirklich gefährliche Aktionen dabei raussprangen. Und erschwerten den Gladbachern immer wieder durch frühes Anlaufen der Passgeber den Spielaufbau aus der eigenen Hälfte. Petersen stellte sich dabei an vorderster Front und bei Bedarf auch weiter zurückgezogen ganz in den Dienst seiner Mannschaft. Auch Heintz unterstrich im Interview mit seinem uneitlen Dank für die auch kommunikative Unterstützung seines Defensivkollegen und Startelf-Debütanten "Schlotti" Schlotterbeck während des Spiels das, was Streich als "große Sozialkompetenz in unserer Mannschaft" lobt. Der einst zweistellige Punktevorsprung Gladbachs auf den Tabellenfünften erschien recht komfortabel zur Sicherung eines CL-Platzes (wenngleich die offizielle Saisonzielvorgabe der Klubleitung ohnehin bescheidener war als vom SPON-Teaser suggeriert). Inzwischen hängen die "Fohlen" in einer holprigen Konsolidierungsphase nach den Wirkungstreffern durch die gegentorreichen Niederlagen zuletzt. Dementsprechend Strobls Worte, die mit "haben hinten wenig zugelassen" einerseits die Erleichterung darüber ausdrückten, sich nicht die nächste Vollpleite zuhause und auch noch gegen einen Gegner aus der unteren Tabellenhälfte eingehandelt zu haben. Andererseits aber auch eine gewisse Offensiv-Formkrise konstatierten mit "zu wenig Kreativität und Durchschlagskraft / hatten nur ein, zwei Situationen, wo vorne mehr drin war". Zakarias Einsatz und Körpersprache wirkt auf mich noch mit am entschlossensten, sich einem Abwärtstrend entgegenzustemmen. Dass sich Kramer unter diesen Umständen bei Hecking noch immer nicht als Startelf- und diesmal auch nicht als Einwechselkandidat aufdrängte, dürfte ihm zu denken geben. Der junge Cuisance mit seinem Offensivdrang wäre dem Trainer derzeit womöglich ein zu großes Defensivrisiko gewesen. Wäre schade, wenn Hecking seine teils recht matten Kicker nicht bald wieder zu neuem Schwung motivieren könnte.
alternativlos 16.03.2019
5. Jögi‘s Maxime
„Veränderung ist das einzig Unverständliche des Seiende.“ Weiterhin Alles Gute
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.