Hamburg - Der nächste angebliche Kandidat für die Nachfolge von Klaus Allofs hat Werder Bremen abgesagt. Rune Bratseth sagte zu einem möglichen Engagement als Sportdirektor beim Bundesligisten: "Das ist für mich nicht aktuell." Weiter wollte sich der Norweger nicht äußern. Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn hatte Bratseth von 1995 bis 2007 als Sportdirektor bei Rosenborg Trondheim gearbeitet, dem damals mit Abstand erfolgreichsten Club Norwegens.
"Er stand nicht auf unserer Shortlist", sagte Werder-Aufsichtsratschef Willi Lemke zur Frage nach dem Interesse an Bratseth. Er habe mit Bratseth nicht gesprochen, so der mit der Nachfolger-Suche betraute Funktionär. "Wir arbeiten unsere beiden Listen ab und grenzen den Kreis ein", sagte Lemke. Der Aufsichtsrat hat zwei Modelle entwickelt. Beim ersten wird ein Geschäftsführer Sport gesucht, bei dem anderen ein Finanzfachmann für die Geschäftsführung und ein Sportdirektor.
Allofs war in der vergangenen Woche nach 13 Jahren als Sportdirektor und zuletzt auch als Vorsitzender der Geschäftsführung bei Werder zum VfL Wolfsburg gewechselt. Bremens Aufsichtsratchef Willi Lemke hatte daraufhin angekündigt, in den kommenden Tagen eine kurze Liste von Kandidaten abzuarbeiten, die für die Allofs-Nachfolge infrage kommen. Zunächst hatte jedoch Dietmar Beiersdorfer wegen seines laufenden Vertrages bei Zenit St. Petersburg abgesagt.
Bratseth galt wegen seines langjährigen Bremen-Engagements, zwischen 1987 und 1994 absolvierte er 230 Bundesliga-Spiele für Werder, und seiner Manager-Tätigkeit in Trondheim als einer der weiteren Kandidaten. In den vergangenen zwei Jahren hat der Norweger vor allem als Festival-Arrangeur und als Fußballkommentator beim Fernsehen gearbeitet.
Auf der Kandidatenliste sollen angeblich unter anderem die beiden Ex-Profis Frank Baumann und Marco Bode stehen. Lemke sieht in Baumann eine zentrale Figur für die Nachfolge. "Ich bin mir ziemlich sicher, dass er eine wichtige Rolle spielen wird in den kommenden Tagen", sagte Lemke in der Sendung "Sportclub" des NDR-Fernsehens. "Die Frage ist, wie er seine Rolle sieht", fügte der frühere Manager des Bundesligisten hinzu.
max/dpa
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