Bundesliga-Noten Das ist das beste Team des 25. Spieltags

Das gab es noch nie: Kein Profi vom FC Bayern oder von Borussia Dortmund hat es in die SPON11 des Spieltags geschafft. In der Abwehr dominieren Stuttgarter, vorne Werders Claudio Pizarro.

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Claudio Pizarro
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Claudio Pizarro


Tor

Beim FC Schalke geht es manchmal sehr schnell. Eben noch schienen Mannschaft und Fans gespalten, der Klub steckte in der Krise, mal wieder. Zwei Siege später steuern die Schalker auf die Champions League zu. Enormen Anteil daran hatte Ralf Fährmann. Denn ohne seinen Torwart hätte S04 die Partie gegen Köln (3:1) vermutlich kaum gewonnen. Der FC war statistisch das gefährlichere Team, weil es mehr Schüsse aufs Tor feuerte. Doch Fährmann wehrte acht davon ab und sorgte damit für den Bestwert des Spieltags. Niemand fing zudem mehr Flanken ab, als der 27-Jährige.

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Innenverteidigung

Längst ist Georg Niedermeier mehr als ein Abwehrspieler. Der 30-Jährige ist zum Symbol geworden. Unter Ex-Trainer Alexander Zorniger war er außen vor, seit Jürgen Kramny Stuttgart coacht, spielt Niedermeier. Und der VfB gewinnt. Beim 5:1-Erfolg des VfB über Hoffenheim war Niedermeier tatsächlich der entscheidende Mann, mit zwei Toren schoss er sein Team zum Sieg. Außerdem in der SPON11: Niedermeiers Abwehrpartner Daniel Schwaab, der vor allem beim Verteidigen glänzte und mit zehn geklärten Bällen für den Spieltagsbestwert sorgte.

Außenverteidigung

Er grätschte, fing Pässe ab, klärte Hereingaben: Insgesamt gelangen Wolfsburgs Christian Träsch 15 Defensivaktionen im Spiel gegen Mönchengladbach (2:1). Das Besondere daran war, dass der Rechtsverteidiger dafür nur 45 Minuten benötigte. Träsch war erst zur Pause für Vieirinha eingewechselt worden. Zweitbester Außenverteidiger des Spieltags war Bremens Theodor Gebre Selassie. Der Tscheche blieb in den Abwehrkategorien weit hinter Träsch zurück, brillierte dafür aber in der Vorwärtsbewegung. Bei Werders 4:1-Erfolg gegen Hannover gelangen Gebre Selassie ein Tor und eine Vorlage.

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Mittelfeld defensiv

Dass ein Spieler von Bayer Leverkusen in die SPON11 berufen wird, könnte auf den ersten Blick verwundern. Konnte Bayer nicht von Glück sagen, beim 3:3 gegen Augsburg noch gepunktet zu haben? Wenn man die Daten der Partie betrachtet, lautet die Antwort: eigentlich nicht. Augsburg hatte zwar die größeren, Bayer aber deutlich mehr Chancen. 20-mal schossen die Leverkusener aufs Tor, doppelt so häufig wie die Gastgeber. Oft im Mittelpunkt: Hakan Calhanoglu. Bayers Aushilfssechser war an sieben Abschlüssen beteiligt. Sein Tor in der Nachspielzeit sicherte Leverkusen das Remis. Zudem brachte er den Ball zwölfmal erfolgreich ins Angriffsdrittel - kein anderer defensiver Mittelfeldspieler war hier stärker.

Mittelfeld außen

Lukas Rupp ist der heimliche Mann des 25. Spieltags. Zwar gelang dem Mittelfeldspieler bei Stuttgarts Sieg über Hoffenheim der Treffer zum 2:0. Im Fokus standen aber andere. Mitspieler Niedermeier etwa, oder Augsburgs Ja-Cheol Koo. Was Rupps Leistung so besonders machte, war seine Vielseitigkeit. Der 25-Jährige begann im rechten Mittelfeld, wo er allein in der ersten Hälfte an sechs Abschlüssen beteiligt gewesen war und sich hinter Hamburgs Nicolai Müller einen Platz in der SPON11 sicherte. Später wechselte er ins defensive Mittelfeld und verpasste dort als drittbester Sechser des Spieltags eine weitere Berufung nur knapp.

Mittelfeld offensiv

Drei Tore in einem Spiel - klar, dass Augsburgs Ja-Cheol Koo in die SPON11 berufen worden ist. Zumal der 27-Jährige auch noch acht Balleroberungen verbuchte und an zwei weiteren Abschlüssen beteiligt gewesen war.

Angriff

Keine Mannschaft hat in der Rückrunde mehr Tore geschossen als Werder Bremen. Dass das so ist, liegt vor allem an Claudio Pizarro. Der 37-Jährige traf auch gegen Hannover und steht nun bei neun Treffern in acht Partien seit der Winterpause. Neben seiner Torgefahr hilft er Bremen vor allem als Ballverteiler in der Offensive. Dreimal bediente er gegen 96 seine Mitspieler so, dass sie zum Abschluss kamen. Außerdem in der SPON11: Wolfsburgs Julian Draxler, der in ungewohnter Rolle als Angreifer glänzte.


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Die SPON11

Und das ist die Elf des 25. Spieltags in der taktischen Aufstellung.

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insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
ackergold 07.03.2016
1.
Schöne Elf. Hätte nur weder gegen Dortmund, noch gegen Bayern den Hauch einer Chance. Die Rechnerei ist letztlich wertlos.
feb1958 07.03.2016
2. Seltsam...
...die SZ und n-tv haben das Spiel BVB- FCB als des BESTE der gesamten bisherigen Bundesligasaison beschrieben. Und ausgerechnet in diesem Spiel fällt SPON kein Spieler auf??
terrier71 07.03.2016
3. Unglaublich...
Ich bin sprachlos, ob der Tatsache, dass sich KEIN Spieler vom FCB oder BVB in der Elf des Spieltages findet. Mindestens Vidal und Kimmich hätten es mehr als verdient. Heißt für mich leider, dass diese Spiegel Rubrik völlig wertlos ist und ich in Zukunft darauf verzichte. Schade...
sirgorath 07.03.2016
4.
Zitat von feb1958...die SZ und n-tv haben das Spiel BVB- FCB als des BESTE der gesamten bisherigen Bundesligasaison beschrieben. Und ausgerechnet in diesem Spiel fällt SPON kein Spieler auf??
Tja, dass das Spiel subjektiv als bestes der Saison empfunden wird hat leider rein gar nichts mit den objektiven Zahlen, welche SPON für die Elf des Tages verwendet, zu tun.
derjonny 07.03.2016
5. Statistik
Ich glaube nun wird relativ deutlich, warum ein rein statistischer Ansatz zwar objektiv messbare Vergleiche bietet, jedoch nichts über die tatsächliche Stärke und Schwäche der bewertetn Spieler aussagt. Es müsste in das SPON Modell noch mindestens eine Vergleichsgröße hinein, die erstens Langzeitcharakter hat und zweitens die relative Stärke zweier Gegenspieler mit berücksichtigt. Sowohl für die Bayern, als auch die Dortmunder war der Spieltag mit Blick auf die SPON-Elf unter erheblich erschwerten Bedingungen. Die meisten der 22 Akteure hatten in diesem einen Spiel sehr starke Gegenspieler, was man von manchen aus der Topelf nicht wirklich behaupten kann. Dort trotzdem statistisch herauszuragen, nahezu ein Ding der Unmöglichkeit.
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