Bundesliga-Noten Das ist das beste Team des 27. Spieltags

Das gab es noch nie seit Bestehen des SPIX: Gladbach hat verloren - und stellt dennoch die meisten Profis der SPON11. Außerdem dabei: zwei BVB-Angreifer und Bremens Kopf-ab-Profi Djilobodji.

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BVB-Stars Nuri Sahin (l.), Henrich Mchitarjan (M), Adrián Ramos
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BVB-Stars Nuri Sahin (l.), Henrich Mchitarjan (M), Adrián Ramos


Tor

Gefühlt gewann Ralf Fährmann die Partie seines FC Schalke im Alleingang. Beim 2:1-Sieg gegen Mönchengladbach lautete das Schussverhältnis aus Schalker Sicht 6:22, der Torwart der Gastgeber zeigte mehrere spektakuläre Paraden. Dennoch ist Fährmann nur der zweitbester Keeper des Spieltags gewesen, denn Hoffenheims Oliver Baumann hielt noch grandioser. Dass der 25-Jährige weniger gefeiert wurde, lag daran, dass seine Mitspieler anders als die Schalker keinen schlechten Tag erwischten, Baumann den Sieg deshalb nicht im Alleingang sicherte. Die Zahlen zeigen, wie groß sein Anteil am Erfolg war: Er wehrte zehn Schüsse ab (Fährmann: sieben), neun davon wurden aus dem Strafraum heraus abgegeben (Fährmann: fünf). Zudem parierte Baumann mehr besonders gut platzierte Bälle als die Konkurrenz.

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Innenverteidigung

Wie unverdient die Niederlage der Gladbacher beim FC Schalke war, zeigt sich an der weiteren Besetzung der SPON11. Gleich drei Borussen zählen zu den elf besten Akteuren des Spieltags. Dazu gehört Innenverteidiger Andreas Christensen. Der 19-Jährige war Teil einer Defensive, die einen einzigen Torschuss aus dem Strafraum heraus zuließ. Dazu gelang ihm der Treffer zum 1:1. Der zweitbeste Verteidiger ist Papy Djilobodji. Der Bremer sorgte beim 1:1 gegen Mainz mit seiner Kopf-ab-Geste für Schlagzeilen. Der SPIX berücksichtigt solche Verfehlungen nicht, er kennt nur sportliche Kriterien. Und nach denen zeigte der 27-Jährige eine starke Partie. Er überzeugte sowohl defensiv mit sechs abgefangenen Pässen und acht geklärten Hereingaben als auch im Spiel nach vorn, wo er den Ball sechsmal ins Angriffsdrittel brachte und an drei Abschlüssen beteiligt war.

Außenverteidigung

Wolfsburg kommt nicht vom Fleck. Durch das 1:1 gegen Darmstadt liegt der VfL als Tabellenachter sechs Punkte hinter den Champions-League-Rängen. Es ist daher überraschend, dass mit Christian Träsch ein Wolfsburger der beste Außenverteidiger des Spieltags gewesen ist. Träsch punktete dadurch, dass der VfL kaum Torchancen zuließ, nachdem der 28-Jährige in der 38. Minute eingewechselt worden war. Zudem trug er Angriffe elfmal ins Offensivdrittel, Bestwert unter allen Außenverteidigern. Außerdem in der SPON11: Bremens Theodor Gebre Selassie, der gegen Mainz auf starke 23 Abwehraktionen kam.

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Mittelfeld defensiv

Obwohl er den Schuss zum 1:2 abfälschte, lag es nicht an ihm, dass Gladbach gegen Schalke verlor: Granit Xhaka zeigte eine bemerkenswerte Partie auf der Sechs. Der Schweizer war präsent (135 Ballkontakte), räumte ab (zwölf direkte Balleroberungen), initiierte Angriffe (15 Pässe ins Tordrittel). Sein Pech war, dass seine Mitspieler vorn ihre Chancen nicht nutzten und sich hinten die Bälle selbst ins Tor schossen.

Mittelfeld außen

Auf den Flügeln dominieren zwei Klubs: Leverkusen und Dortmund stellen die vier besten offensiven Außen des Spieltags. Knapp vorn liegt Karim Bellarabi, der neben einem Tor und einem Assist beim 2:0 gegen Stuttgart Bonuspunkte für seine Arbeit gegen den Ball erhielt. BVB-Star Henrich Mchitarjan glänzte mit 104 Ballkontakten, 29 erfolgreichen Pässen in Strafraumnähe, sechs erfolgreichen Dribblings und einem Treffer. Ein Sonderfall ist Bayers Julian Brandt, der zwar auf acht Torschussbeteiligungen kam, darunter ein Tor und eine Vorlage, jedoch aufgrund zahlreicher Ballverluste und zwei vergebener Großchancen knapp die Berufung in die SPON11 verpasst hat.

Mittelfeld offensiv

Die Offensive war gegen Schalke zwar ineffizient, dennoch bewertet der SPIX Gladbachs Lars Stindl als stärksten Zehner des Spieltags. Der Borusse vergab zwar wie viele seiner Kollegen eine Großchance. Dafür war er aber an zehn Abschlüssen direkt beteiligt und legte das 1:1 durch Christensen auf.

Angriff

Seit Julian Nagelsmann in Hoffenheim übernommen hat, blüht Kevin Volland auf. Unter dem neuen Trainer erreichte Volland im Schnitt eine Torbeteiligung pro Partie, zuvor waren es in dieser Saison acht in 19 Einsätzen gewesen. Gegen den Hamburger SV trug der 23-Jährige mit einem Tor und einer Vorlage zum 3:1-Erfolg der TSG bei, zudem überzeugte er mit elf erfolgreichen Pässen im Tordrittel. Zweitbester Angreifer ist Dortmunds Adrián Rámos, der beim 3:1 in Augsburg ebenfalls ein Tor erzielte und eines auflegte, sich aber weniger spielstark zeigte als der Hoffenheimer.


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Die SPON11

Und das ist die Elf des 27. Spieltags in der taktischen Aufstellung.

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insgesamt 20 Beiträge
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Seite 1
fusselsieb 21.03.2016
1.
Drei Gladbacher im Team. Jetzt war ich gerade drüber weg und nun erinnert ihr mich wieder an das Unfaßbare.
kraijjj 21.03.2016
2. Wow
also das ist, auch wenn so eine Elf des Tages immer etwas subjektives Empfinden beiwohnt, arg ignorant. Der Kicker hat 3 Herthaner in seiner Best of 27ter. In der Hamburger Redaktion schafft man es nicht einmal einen Berliner Spieler unterzubringen und dabei hätte zumindest ein Haraguchi zwingend hinein gemusst. Dafür stehen 3 Gladbacher drin, die ihr Spiel auf Schalke verloren haben. LOL
Reziprozität 21.03.2016
3.
Der SPIX zeigt es Woche für Woche immer wieder: Fussball ist eben mehr als die Summe aller Einzelposten. Das Absurde an diesem Index ward nie deutlicher betrachtet man die Evaluation des vergangenen Wochenendes ...
Reziprozität 21.03.2016
4.
Zitat von kraijjjalso das ist, auch wenn so eine Elf des Tages immer etwas subjektives Empfinden beiwohnt, arg ignorant. Der Kicker hat 3 Herthaner in seiner Best of 27ter. In der Hamburger Redaktion schafft man es nicht einmal einen Berliner Spieler unterzubringen und dabei hätte zumindest ein Haraguchi zwingend hinein gemusst. Dafür stehen 3 Gladbacher drin, die ihr Spiel auf Schalke verloren haben. LOL
Es gibt nur zwei Übereinstimmungen vom aktuellen SPIX mit der "Elf des Tages" vom "Kicker": Ramos und Volland, was soweit ok ist. Ansonsten scheint mir generell die Auswahl der Redaktion des Sport-Magazins weitaus nachvollziehbarer als die bemühte Numerik bei SpOn.
briancornway 21.03.2016
5. Unbestechlich
Zitat von ReziprozitätEs gibt nur zwei Übereinstimmungen vom aktuellen SPIX mit der "Elf des Tages" vom "Kicker": Ramos und Volland, was soweit ok ist. Ansonsten scheint mir generell die Auswahl der Redaktion des Sport-Magazins weitaus nachvollziehbarer als die bemühte Numerik bei SpOn.
Eine redaktionelle Auswahl ist immer nachvollziehbarer als eine mathematische Bewertung. Jene Spieler, die mit einer ganz wichtigen Aktion ein Spiel entschieden haben, gehören gemäß Bauchgefühl unbedingt in die Elf des Spieltages, dagegen ist auch eine Redaktion nicht gefeit. Alleine schon das Argument, "Gladbacher Spieler dürften nicht top sein, weil Gladbach ja verloren hat" zeigt, dass unsere intuitive Beurteilung äußerst fehlerhaft sein kann.
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