Fußball-Bundesliga: DFB führt Grundgehalt für Schiedsrichter ein

Fortschritt im deutschen Schiedsrichterwesen: Ab der kommenden Saison erhalten alle Unparteiischen der ersten beiden Fußball-Ligen ein Fixgehalt - zusätzlich zu den Honoraren für jedes gepfiffene Spiel. Die Einführung von Profi-Referees lehnt der Deutsche Fußball-Bund aber ab.

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Schiedsrichter Stark: Künftig ein festes Einkommen als Unparteiischer

Hamburg - Die Bundesliga-Schiedsrichter erhalten künftig in jeder Saison eine finanzielle Grundabsicherung vom Deutschen Fußball-Bund (DFB). Der Mindestbetrag liegt bei 15.000 Euro für die Zweitliga-Referees, die fünf Fifa-Schiedsrichter der Elite-Klasse erhalten das Maximum von 40.000 Euro. Die Bundesliga-Schiedsrichter bekommen 20.000 Euro. Dies gab DFB-Präsident Wolfgang Niersbach am Samstag bekannt.

Das Gehalt soll unabhängig von der Anzahl der Einsätze ausgezahlt werden. Zusätzlich erhalten die Schiedsrichter so wie bisher weiter ein Honorar für jedes Spiel: In der Bundesliga sind das derzeit pro Einsatz 3800 Euro, in der zweiten Liga 2000 Euro.

Mit Blick auf die berufliche Einbindung der Schiedsrichter soll dadurch eine Entlastung und höhere Planungssicherheit geschaffen werden, hieß es in einer Mitteilung. "Die Anforderungen an unsere Spitzen-Schiedsrichter werden immer höher. Es ist deshalb das gemeinsame Ziel von DFB und Liga, ihnen ein möglichst professionelles Umfeld zu bieten, damit sie sich optimal auf ihre schwere Aufgabe vorbereiten und auf die Spielleitung konzentrieren können", sagte Niersbach.

In der kommenden Saison werden 22 Unparteiische in der Bundesliga und 20 Schiedsrichter in der zweiten Liga zum Einsatz kommen. Die Einführung eines reinen Profi-Schiedsrichters lehnt der DFB aber weiter ab.

Keine Torrichter in der Bundesliga

Position bezog der Verband auch in Sachen Torlinientechnologie, deren Einführung der Weltverband Fifa Anfang Juli beschlossen hatte. "Der DFB und die Deutsche Fußball Liga sind für die Einführung. Aber das geht nicht vor der Saison 2013/14", sagte Niersbach. Er machte klar, dass der DFB in Zukunft ganz auf die Technik setzen werde. "Wir sind uns mit unseren Schiedsrichtern einig, dass wir, anders als die Uefa, nicht die Torrichter einführen werden", sagte er.

Niersbach rechnet allerdings nicht damit, dass die Torlinientechnologie im DFB-Pokal zum Einsatz kommt, weil sie für die Amateurvereine zu teuer ist. "Da geht es um die Einheitlichkeit des Wettbewerbes. Deshalb sehe ich das nicht."

joe/sid/dpa

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