Kampf gegen Doping DFL befürwortet Vorstoß für Blutproben im Fußball

Die Deutsche Fußball-Liga hat sich zustimmend zu den Plänen der Nationalen Anti-Doping-Agentur geäußert, im deutschen Spitzenfußball auch Blutproben durchzuführen. Damit könnten verbotene Substanzen besser nachgewiesen werden. Eine Einführung wäre schon in diesem Jahr möglich.

DFL-Geschäftsführer Rettig: "Blut- anstelle von Urintests"
DPA

DFL-Geschäftsführer Rettig: "Blut- anstelle von Urintests"


Hamburg - Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) hat den Vorstoß der Nationalen Anti-Doping-Agentur (Nada) begrüßt, noch in diesem Jahr neben Urin- auch Blutkontrollen in der Ersten und Zweiten Bundesliga einzuführen. "Das Thema ist bereits mit den Managern der Clubs und im Ligavorstand besprochen worden", sagte DFL-Geschäftsführer Andreas Rettig: "Die Gesamtzahl der Tests und damit der Aufwand sollen konstant bleiben. Gleichzeitig wäre durch den Einsatz von Blut- anstelle von Urintests eine verbesserte Kontrolle möglich."

Die "Süddeutsche Zeitung" hatte berichtet, dass die Nada bei einem Treffen am 17. April mit Vertretern des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) Vorschläge gemacht habe, wie das derzeitige Budget der Nada sowohl für Urin- als auch für Blutkontrollen genutzt werden könne. "Die Nada wird nach meiner Einschätzung im Jahr 2013 in den meisten Mannschaftssportverbänden mit der Einführung von Blutkontrollen beginnen", sagte DFB-Vize-Präsident Rainer Koch, zugleich Vorsitzender der Anti-Doping-Kommission des DFB. Einen genauen Zeitplan gibt es aber noch nicht.

"Unstrittig ist, dass einzelne Dopingmittel derzeit ohne einen Bluttest nicht nachzuweisen sind. Blutkontrollen im deutschen Fußball schließen daher eine Lücke, wobei Trainingskontrollen wichtiger wären als Wettkampfkontrollen", sagte DFB-Teamarzt Tim Meyer.

Die Welt-Anti-Doping-Agentur (Wada) hat sich zum Ziel gesetzt, den Anteil der Bluttests an den gesamten Dopingkontrollen auf zehn Prozent zu steigern. Bislang gibt es im deutschen Fußball, anders als in anderen Sportarten, nur Urinkontrollen. In Italien und England sind Blutkontrollen im Fußball schon länger üblich.

ham/sid/dpa



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insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
hallo??? 03.05.2013
1. oje
da wär sie schon wieder hin, die deutsche fussball-dominanz. was soll denn bitte zukünftig an deutschen uni-labors so gemacht werden, wenn die entwicklung von dopingmitteln wegfällt? die machen doch oftmals gar nix anderes
CaptainSubtext 03.05.2013
2.
Zitat von sysopDPADie Deutsche Fußball-Liga hat sich zustimmend zu den Plänen der Nationalen Anti-Doping-Agentur geäußert, im deutschen Spitzen-Fußball auch Blutproben durchzuführen. Damit könnten verbotene Substanzen besser nachgewiesen werden. Eine Einführung wäre schon in diesem Jahr möglich. http://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-dfl-begruesst-vorstoss-fuer-blutproben-im-fussball-a-897903.html
Ich bin angenehm überrascht.
arsenal62 03.05.2013
3. Ach, Mist...
Das hätte man Pep Guardiola aber mal vor seiner Vertragsunterzeichnung in München sagen müssen.
mundi 03.05.2013
4. Es hätte schon früher beginnen sollen
Als 1954 die deutschen Fußballer mit einer mittelmäßigen Mannschaft Weltmeister wurden, erkrankten danach einige Spieler an Gelbsucht. Im Ausland vermutete man damals bereits Doping als Ursache. In Deutschland erklärten die zuständigen Funktionäre, die Spieler bekamen lediglich Vitamine. Die Sache wurde zunehmend vertuscht und bald sprach niemand mehr darüber. Später nannte man diese Ereignisse „das Wunder von Bern“.
gordito255 03.05.2013
5. Lance
Wenn ich mir ansehe wie Ribery oder Robben über den Platz fegen, erinnert mich das stark an L. Armstrong.
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