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Bundesliga: DFL setzt erstes reguläres Montagsspiel an

Anfang Mai wird erstmals in der Geschichte der Bundesliga ein Spiel bewusst an einem Montag ausgetragen. Hintergrund ist der Wunsch der Polizei, keine Partien am 1. Mai stattfinden zu lassen. Stuttgarts Sportvorstand Dutt kritisierte die Entscheidung.

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Werder-Profi Claudio Pizarro

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hat das erste reguläre Montagabendspiel der Bundesliga angesetzt: Am 2. Mai treffen Werder Bremen und der VfB Stuttgart um 20.15 Uhr aufeinander (Liveticker SPIEGEL ONLINE). Die Partie bildet den Abschluss des 32. Spieltags. Das Montagsspiel der 2. Liga (Karlsruher SC gegen den SV Sandhausen) wird vorverlegt und um 18.30 Uhr angepfiffen.

Das bislang letzte Montagsspiel in der Bundesliga fand am 28. Februar 2000 statt, damals besiegte Arminia Bielefeld den SSV Ulm 4:1. Die Begegnung war ursprünglich für den Freitag zuvor angesetzt, wegen Starkregens aber verlegt worden.

Die DFL reagiert nun auf den Wunsch der Sicherheitsorgane, die einen Verzicht auf Spiele am 1. Mai (Sonntag) nahegelegt hatten. Damit soll der hohen Auslastung der Polizei durch Kundgebungen und Demonstrationen am Maifeiertag Rechnung getragen werden.

"Dass sich der Ligaverband und die Deutsche Fußball Liga verpflichtet haben, am 1. Mai keine Fußballspiele anzusetzen und sich damit an die Empfehlung der Innenministerkonferenz halten, zeugt von großem Verantwortungsbewusstsein aller Beteiligten", sagte Klaus Bouillon, Vorsitzender der der Innenministerkonferenz der Länder: "Angesichts der hohen Belastung unserer Polizeibeamtinnen und -beamten, vor allem im Hinblick auf Veranstaltungen am 1. Mai, ist dies eine Entscheidung, die alle Innenminister und -senatoren in Deutschland ausdrücklich begrüßen."

Scharfe Kritik von Dutt

Anders sieht das Robin Dutt, der Sportvorstand des VfB Stuttgart. Er kritisierte die Ansetzung scharf. Es sei "absolut nicht nachvollziehbar", dass das Spiel in Bremen montags stattfinden soll - "trotz der sicherheitsrelevanten Themen rund um den 1. Mai". Dutt befürchtet, dass die Schwaben durch die Verlegung des Spiels "auf die Unterstützung eines Großteils unserer Fans verzichten" müssen. Dies sei im Abstiegskampf ein "Wettbewerbsnachteil" und deswegen "nicht akzeptabel", kritisierte der 51-Jährige.

Durch die Verlegung weicht der 32. Spieltag erheblich vom gewohnten Schema für die Bundesliga und die 2. Liga ab. Eine Bundesliga-Begegnung wird am Freitag (29. April) ausgetragen, sieben Paarungen wurden für Samstag (30. April) angesetzt. In der 2. Liga gibt es sechs Begegnungen am Freitag und zwei am Samstag.

Allerdings kann es noch zu Änderungen kommen. Sollten sowohl Borussia Dortmund (Europa League) als auch der VfL Wolfsburg (Champions League) das Europacup-Halbfinale erreichen, kommt nach Rücksprache mit den beteiligten Klubs auch eine Ansetzung des Duells für Mittwoch (11. Mai) in Betracht. Falls der VfL Wolfsburg das Halbfinale nicht erreichen sollte, ist ein Tausch mit der Montagsbegegnung zwischen Bremen und Stuttgart denkbar.

Auch an der parallelen Austragung der letzten beiden Spieltage könnte sich noch etwas ändern: Sollte für Dortmund am 5. Mai (Donnerstag) das Halbfinal-Rückspiel in der Europa League anstehen, behält sich die DFL vor, am 33. Spieltag die Partie des BVB bei Eintracht Frankfurt für Sonntag (8. Mai) anzusetzen.

cte/bka/sid

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insgesamt 65 Beiträge
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1.
crunchy_frog 22.03.2016
Wurden denn auch schon unbewusst Spiele an Montagen ausgetragen? Wie war das dann, dachten die Spieler es wäre Dienstag?
2. Vorausschauend
widower+2 22.03.2016
So können beide schon mal Montagsspiele üben, die demnächst häufiger anstehen könnten.
3. Ein Spiel des vorletzten Spieltags am Sonntag?
spon_2937981 22.03.2016
Sorry, aber nur das BVB-Spiel am 33. Spieltag am Sonntag auszutragen gebt ja mal gar nicht. Das Thema Meisterschaft ist bis dahin noch nicht durch, und der BVB darf dann nach einem evtl. Ausrutscher der Bayern sich einen ganzen weiteren Tag auf das eigene Spiel freuen und vorbereiten? Die Parallelität an den letzten beiden Spieltagen darf unter keinen Umständen angetastet werden. Auch Frankfurt könnte im Abstiegskampf bei einem Ausrutscher der Konkurrenz durch die Verlegung wundern weiteren Schub erhalten.
4. Bewusst
maximinus 22.03.2016
Mit "bewusst an einem Montag angesetzt" ist wohl gemeint, dass die bisherigen Montagsspiele eine Folge von Spielabsagen (aufgrund von Wetterverhältnissen o.ä.) waren. Es ist der 1. Fall einer bewussten (!) Ansetzung an einem Montag.
5.
team_frusciante 22.03.2016
Zitat von crunchy_frogWurden denn auch schon unbewusst Spiele an Montagen ausgetragen? Wie war das dann, dachten die Spieler es wäre Dienstag?
Überraschung: Die Antwort steht im Artikel.
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