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Sensoren im Trikot: Bundesliga will den gläsernen Profi

Dortmund-Spieler mit Sensorgurten Zur Großansicht
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Dortmund-Spieler mit Sensorgurten

Bundesligaklubs erfassen die Leistungsdaten ihrer Spieler mit Elektrochips, die im Trikot angebracht werden. Im Training ist das schon gängige Praxis - nach SPIEGEL-Informationen will die Deutsche Fußball Liga die Sensoren nun auch im Spielbetrieb zulassen.

Fußballprofis könnten von der kommenden Saison an in Bundesligaspielen mit Sensoren auflaufen, die ihre Leistung aufzeichnen. Die Deutsche Fußball Liga (DFL) arbeitet an der Freigabe der Messtechnik, die Entscheidung soll auf einer Vorstandssitzung im Juni fallen. (Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.)

Viele Klubs nutzen die Sensoren bereits im Training: Die Spieler tragen spezielle Shirts, in denen auf Brusthöhe oder zwischen den Schultern Elektrochips eingenäht sind. Sie erfassen Werte wie Geschwindigkeit, Beschleunigung oder Herzfrequenz, die Trainer können die Daten in Echtzeit auf Tablets abrufen.

Im Juli 2015 erlaubte die Fifa den Einsatz der tragbaren Sensoren auch in offiziellen Partien - solange sich die Spieler an den Chips nicht verletzen können und die Leistungsdaten nicht verkauft werden. "Die Werte aus dem Spiel können das letzte Puzzleteil zu einer optimalen Belastungssteuerung sein", sagt Hendrik Weber, der bei der DFL für Innovationstechnologien zuständig ist. "Sie können Aufschluss darüber geben, ob ein Spieler unter der Woche richtig trainiert hat oder ob ein Profi, der verletzt war, bereits wieder bei 100 Prozent ist."

In Sportarten wie Rugby und Football gehören die Sensoren seit Jahren zur Standardausrüstung der Profis. Die Fifa prüft derzeit Geräte von verschiedenen Herstellern, fast 30 Firmen haben ihre Messinstrumente beim Weltverband eingereicht, um eine Lizenz zu bekommen.

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1.
marthaimschnee 19.03.2016
Aber keine Sorge, auch wenn alles genau vermessen werden kann und wird und die Position der Spieler in Echtzeit millimetergenau festgestellt werden kann, Abseits ist und bleibt eine Bauchentscheidung des Schiedsrichtergespanns. Der Manipulierbarkeit dieser Sportart tut die technische Entwicklung somit keinen Abbruch.
2. Dann aber mit Fernsteuerung!
nomac 19.03.2016
Anstatt sich auf die letzten Puzzelteile der Systemoptimierung zu fokussieren, sollte die DFL lieber mal daran gehen, Lösungen zu entwickeln und zu präsentieren, wie man 1) die systematische Korruption im Weltfußball angehen könnte 2) Wettbetrug bekämpfen kann (vielleicht in Kooperation, vielleicht in Konfrontation zu den ehrenwerten Sponsoren aus der Wettindustrie) und 3) dafür sorgen, dass die Meisterschaft wieder eine offene Angelegenheit wird und nicht als Abo als Duel zwischen max. 3 Mannschaften schon zu Nikolaus vergeben wird. Tut die DFL es nämlich nicht kommen die Vorschläge halt von den Lobbyisten in eigener Sache, wie jüngst Rummenigge mit seinem Kuriosum von CL-Vorschlag.
3. Wenn der Schwachsinn . . .
bs2509 20.03.2016
. . . fröhliche Urstände feiert, dann muß die DFL mitmachen. Natürlich gehen die Zuschauer nur noch ins Stadion, um mitzubekommen, ob es "Schweißfuss-Indianer" auf dem "Grün" gibt . . . ob das "Sponsoren- Deo" wirklich das hält, was wir glauben möchten. Oder wie es eher gedacht und geschrieben steht . . ."Die Werte aus dem Spiel können das letzte Puzzleteil zu einer optimalen Belastungssteuerung sein" bzw. "Sie können Aufschluss darüber geben, ob ein Spieler unter der Woche richtig trainiert hat oder ob ein Profi, der verletzt war, bereits wieder bei 100 Prozent ist." Also eher der "Überwachung" von Spielern dient . . . Mein Tipp . . . lest einmal über das "MILGRAM-Experiment" nach . . . so werden alle Fußballer noch "Höher, schneller und weiter laufen!"
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