Fußballer-Karrieren: Knipser und Kneipiers

Von Peter Ahrens

Fotostrecke: Weinhändler, Lehrer, Kneipier Fotos
ASSOCIATED PRESS

Zwei Jahrzehnte im Profifußball aktiv - aber was kommt danach? Zahlreiche Ex-Spieler sind ihrem alten Metier als Trainer oder Manager treu geblieben. Aber es gibt auch die anderen, die abseitigen nachsportlichen Karrieren.

Der Trainerschein ist der Klassiker. Wenn Bundesliga-Profis ihre fußballerische Laufbahn beenden, liegt der Gang zum Trainerlehrgang ganz nah. Irgendwann tauchen sie dann in der vierten oder fünften Liga als Übungsleiter wieder auf. Oder sie machen eine Fußballschule auf. Geht man danach, wie viele Ex-Profis mittlerweile Fußballschulen eröffnet haben, müsste die Republik von ihnen gepflastert sein.

Es gibt aber auch die anderen Karrieren nach der Karriere. Je länger die aktive Zeit der Fußballer zurückliegt, desto bunter werden die Berufe, in denen man die früheren Stars wiederfindet. Beispiel Willi Lippens: Der frühere Stürmerstar von Rot-Weiß Essen und Borussia Dortmund, genannt "Ente", ein begnadeter Knipser mit fast 100 Bundesliga-Toren, war schon auf dem Platz ein Unikum. Längst legendär sein Dialog mit einem Schiedsrichter, der ihm die Gelbe Karte mit den Worten gezeigt hatte: "Ich verwarne Ihnen." Antwort von Lippens: "Ich danke Sie." Antwort des Schiedsrichters: Rote Karte.

Mittlerweile ist Lippens 67 Jahre alt und hat das gemacht, was so einem lustigen Vogel wie ihm entspricht: Er wurde Wirt und Gastronom, natürlich mitten im Ruhrgebiet in Bottrop. Das Gasthaus heißt, na klar: "Ich danke Sie".

Jürgen Kohler hat 20 Jahre nach Lippens bei Borussia Dortmund gespielt, auch er ist einer der Helden des BVB. Kneipe - so etwas wäre für Kohlers Generation allerdings keine echte Option mehr. Der frühere Nationalspieler ist als Unternehmensrepräsentant und Vermögensberater tätig.

Weinbauern, Lehrer, sogar Galeristen - es ist alles dabei: Wir stellen zum 50-jährigen Bestehen der Bundesliga die Frage: "Was macht eigentlich...?" und schauen hier auf die abseitigen Berufspfade einiger ehemaliger Profis. Es muss nicht immer die Fußballschule sein.

aha

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1. Antwort des Schiris: Rote Karte ...
Oepen 25.08.2013
... kann nicht stimmen. Lippens wurde "des Feldes verwiesen". Die "Rote Karte" wurde viel später (1991) eingeführt. Möchte keine Erbsen zählen,aber die Szene spielte sich bereits 1965 ab, man sollte also korrekt formulieren ...
2. wenn dann ganz korrekt, bitte. rote Karte ab 1970, gelb-rote seit 1991.
11Pimpernellen 25.08.2013
!
3.
David Lonsdale 25.08.2013
Zur Klarstellung: gelbe und rote Karten wurden 1970 eingeführt, 1992 die gelb-rote. Vor 1970 wurden die Spieler durch den Schiedsrichter mündlich verwarnt ung ggfs. des Feldes verwiesen.
4. unsinn
doobiebrother 25.08.2013
Zitat von Oepen... kann nicht stimmen. Lippens wurde "des Feldes verwiesen". Die "Rote Karte" wurde viel später (1991) eingeführt. Möchte keine Erbsen zählen,aber die Szene spielte sich bereits 1965 ab, man sollte also korrekt formulieren ...
die gelbe und rote karte wurden offiziel 1970 bei der wm eingeführt.. 1991 wurde lediglich die gelb/rote karte als abgemilderter platzverweis eingeführt. 1970 wurden die karten eingeführt. hier ist von platzverweis die rede, den gab es auch schon vorher. dieser wurde 1906 das erstemal definiert.
5.
djickarus 25.08.2013
Die Rote Karte wurde bereits in den 70ern eingeführt, wie auch die gelbe. 1991 kam dann die Gelb-Rote Karte hinzu
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