Top-Elf am 24. Spieltag Stuttgarter vorne wie hinten - und wieder Christoph Kramer

Hinten ließ der VfB Stuttgart nichts zu, vorne traf Neuzugang Erik Thommy. Schalke überzeugte im Rennen um Platz zwei. Christoph Kramer rief sich erneut bei Bundestrainer Löw in Erinnerung. Hier ist die SPON11.

Christoph Kramer (r.)
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Christoph Kramer (r.)

Von Tim Pommerenke


Früh in der Saison hat der FC Bayern das Triple klargemacht - allerdings ein unrühmliches: Bereits zum dritten Mal in Folge findet sich kein Münchner in unserer Top11 des Wochenendes. Aber genug davon, wir wollen lieber über die Gewinner des Spieltags reden.

Zu denen gehört vor allem der VfB Stuttgart. Der Aufsteiger hat Eintracht Frankfurt geschlagen, spielerisch überzeugt und mittlerweile einen komfortablen Vorsprung auf die Abstiegsränge herausgespielt. Basis für diesen Erfolg war wieder einmal die starke Innenverteidigung mit Timo Baumgartl und Benjamin Pavard, die auf herausragende SPIX-Werte kommen. (Mehr über die Benotung erfahren Sie hier.). Vorne besorgte Winter-Zugang Erik Thommy nach starker Leistung den Siegtreffer.

Für Frankfurt wäre die Niederlage in Stuttgart noch tragischer, hätte nicht auch die Konkurrenz aus Dortmund, Leipzig und Leverkusen Federn gelassen. Ein Team konnte sich jedoch drei Punkte im Kampf um die Champions-League-Plätze sichern: Schalke 04. Guido Burgstaller traf früh für Gelsenkirchen und leitete den Schalker Sieg gegen Bayer Leverkusen ein. Ähnlich versuchte es auch der Leipziger Jean-Kévin Augustin, war damit jedoch weniger erfolgreich. Später mehr dazu.

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Erst einmal müssen wir doch noch über den FC Bayern reden. Nur kurz, versprochen. 19-mal schoss die Münchner Offensive auf das Tor der Hertha, neun Eckbälle ließ sie ungenutzt. An Rune Jarstein im Berliner Tor führte kein Weg vorbei. Der Norweger sicherte mit seinen starken Paraden einen Auswärtspunkt für Hertha BSC in München. Auch Borussia Mönchengladbach durfte sich bei Yann Sommer bedanken, der seinem Team mit teils spektakulären Paraden den Sieg gegen Hannover sicherte.

Benjamin Pavard vom VfB Stuttgart erreicht zum dritten Mal in Folge einen Top-SPIX-Wert. Der Innenverteidiger organisiert mit 21 Jahren die Defensive der formstarken Schwaben und trägt maßgeblich dazu bei, dass der VfB seit drei Spielen kein Gegentor kassiert und neun Punkte eingefahren hat. Ihm zur Seite in der SPON11 steht - wie im Stuttgarter Defensivverbund - Timo Baumgartl, der den besten Wert aller Innenverteidiger erreichte. Hinter dem VfB-Duo reihen sich mit ebenfalls starken Auftritten Matija Nastasic vom FC Schalke und Jannik Vestergaard von Borussia Mönchengladbach ein.

So richtig festgespielt in der Startelf des VfL Wolfsburg hat sich Sommer-Zugang William noch nicht. Gegen Mainz präsentierte sich der Außenverteidiger jedoch als unermüdlicher Balleroberer. Auch offensiv zeigte er beim Remis gegen Mainz Qualitäten, die er bislang geheim gehalten hatte, und bereitete die Führung durch Josip Brekalo vor. Verantwortlich dafür, dass der Dreiersturm des HSV beim Nordderby komplett harmlos blieb, waren die Bremer Außenverteidiger Ludwig Augustinsson und Theodor Gebre Selassie. Beide stellten Bakery Jatta und Filip Kostic komplett kalt und werden mit Top-SPIX-Werten belohnt.

Denis Zakaria demonstriert mit seinen 21 Jahren bereits eine bestechende Vielfalt. Im zentralen Mittelfeld von Borussia Mönchengladbach ist der Schweizer eine feste Größe. Am vergangenen Spieltag präsentierte er sich noch als Spielgestalter, beim Sieg gegen Hannover zeigte er, dass er bei Bedarf auch abräumen kann. Diese Defensiv-Qualitäten ließ Vincent Koziello bei seinem Startelfdebüt für den 1. FC Köln noch vermissen. Doch seine starken Offensivaktionen, gekrönt durch ein Tor beim 2:1-Sieg gegen Leipzig, brachten ihm trotzdem einen bemerkenswerten SPIX-Wert ein. Holger Badstuber findet sich erneut in der Top 5 der besten defensiven Mittelfeldspieler wieder. Beim VfB Stuttgart scheint er seine Rolle vor der Abwehr gefunden zu haben.

In Augsburg gibt es derzeit eigentlich wenig Grund zu klagen. Leichte Bauschmerzen könnte lediglich der Gedanke bereiten, dass man Erik Thommy im Winter ziehen ließ. Beim VfB Stuttgart bekommt der Außenspieler regelmäßig Einsätze und spielte beim Sieg gegen Frankfurt groß auf. Nachdem sein Gegenspieler Danny da Costa früh am Aluminium gescheitert war, dominierte ihn Thommy auf dem Flügel und traf früh zum Sieg für sein Team. Besonders erfreulich lief der 24. Spieltag für Marcel Risse vom 1. FC Köln. Nach langer Verletzungspause spielte er zum zweiten Mal von Anfang an, konnte direkt überzeugen und bereitete den Siegtreffer für sein Team vor.

Festwochen bei Christoph Kramer: In unserer vorherigen Top11 hatten wir ihn noch als herausragenden Akteur im Defensiven Mittelfeld gelistet. Am 24. Spieltag präsentierte der Weltmeister seine Eignung als Offensivkraft. Der 27-Jährige verteilte die Bälle, suchte viele Dribblings und wagte auch Torschüsse. Mit seinem Traumtor in der 72. Minute sorgte er nicht nur für den Glanzpunkt seiner Leistung sondern auch für den Siegtreffer zum 1:0 gegen Hannover. Kramer präsentiert sich in der zweiten Saisonhälfte in überragender Form und empfiehlt sich für die begehrten Plätze im zentralen Mittelfeld für die Weltmeisterschaft im Sommer.

Eigentlich begann das Spiel gut für Jean-Kévin Augustin. Bereits nach fünf Minuten traf er in der Partie gegen den 1. FC Köln zur Führung für RB Leipzig. Der Franzose mühte sich nach Kräften, eroberte Bälle am Boden und in der Luft. Es half nichts. Mit einem Doppelschlag machte der FC sein Tagwerk zunichte und drehte die Partie. Besser lief es für Guido Burgstaller. Der brillierte bei seinem Führungstreffer ausnahmsweise mal als Techniker, wurde von seiner Mannschaft jedoch auch dahingehend unterstützt, dass dies auch nach seiner Auswechslung mit einem Sieg belohnt wurde.

Und das ist die SPON11 des 24. Spieltags, klickbar in fünf verschiedenen taktischen Formationen:

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