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VfL Wolfsburg: Diego kassiert 8,2 Millionen Euro Grundgehalt

Es ist eine unfassbare Summe: Wolfsburgs brasilianischer Spielmacher Diego kassiert beim VfL nach SPIEGEL-Informationen über acht Millionen Euro pro Saison. Auch Christian Träsch und Srdjan Lakic können sich über üppige Gehälter freuen.

Spielmacher Diego: Für rund 15 Millionen Euro im Sommer 2011 zum VfL gekommen Zur Großansicht
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Spielmacher Diego: Für rund 15 Millionen Euro im Sommer 2011 zum VfL gekommen

Hamburg - Der Bundesligaclub VfL Wolfsburg zahlt seinen Spielern exorbitant hohe Gehälter. Spitzenverdiener ist der brasilianische Mittelfeldspieler Diego mit einem jährlichen Grundgehalt von 8,2 Millionen Euro. Selbst durchschnittliche Spieler kassierten bei dem VW-Club in der vergangenen Saison Millionengagen. So kam Mittelfeldspieler Christian Träsch auf ein garantiertes Salär von 2,8 Millionen Euro, Stürmer Srdjan Lakic verdiente 2,6 Millionen.

Dies geht aus einer streng vertraulichen Gehaltsliste des Erstligisten aus der vergangenen Saison hervor, die dem SPIEGEL vorliegt. Demnach hat der brasilianische Stürmer Grafite, der den VfL Wolfsburg im Sommer 2011 verließ, zuletzt als Grundgehalt 5,4 Millionen Euro im Jahr verdient. Handgeldzahlungen für einen ablösefreien Wechsel zum VfL Wolfsburg oder für eine Vertragsverlängerung, Boni für das Erreichen bestimmter Saisonziele oder "Punkteinsatzprämien" sind auf dieser Liste nicht aufgeführt. Für die Großverdiener des VW-Clubs summieren sich diese Posten zu weiteren Millionenbeträgen.

Der Aufsichtsratsvorsitzender der VfL Wolfsburg Fußball GmbH, Francisco Javier García Sanz, sagte dem SPIEGEL: "Dazu werde ich mich nicht äußern." Die hohen Spielergehälter sind auch eine Hinterlassenschaft der Ära des ehemaligen Trainers und Sportdirektors Felix Magath. García Sanz, im Hauptberuf Einkaufsvorstand des VW-Konzerns, sagte dem SPIEGEL: "Wir haben den Schalter umgelegt."

Indes kritisierte Bundestagspräsident Norbert Lammert in der Tageszeitung "Die Welt" die Ausgaben von ARD und ZDF für die Sportberichterstattung, im Ergebnis würde der Gebührenzahler zur Finanzierung von Traumgehältern beitragen. Der CDU-Politiker forderte die Sendeanstalten zu Einsparungen auf: "Das muss sich dringend ändern." Konkrete Vorschläge für entsprechende Kostenreduzierungen machte Lammert nicht. Alleine für die TV-Rechte an der Fußball-Bundesliga sollen ARD und ZDF von der kommenden Saison bis 2017 zusammen durchschnittlich rund 130 Millionen Euro zahlen.

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