Hamburg - Dritter gegen Vierter, Meister gegen Aufsteiger, Offensivgeist gegen Offensivgeist. Die Partie zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt versprach 90 Minuten hochklassigen Bundesliga-Fußball - war aber schon nach zehn Minuten vorentschieden. Marco Reus (8. Minute/10.) hatte den BVB beim 3:0 (2:0)-Heimsieg früh auf die Siegerstraße gebracht - und erzielte schließlich auch den Endstand (65.)
Obwohl die Borussia eine Dreiviertelstunde in Unterzahl spielen musste, siegte sie schließlich souverän und holte somit den zweiten Tabellenplatz zurück. Frankfurt bleibt Vierter, hat aber nur noch drei Punkte Vorsprung auf Freiburg und Hamburg. "Ich freue mich vielmehr, dass wir das Spiel gewonnen haben. Frankfurt ist eine richtig starke Mannschaft. Wir haben früh zwei Tore gemacht, das war wichtig", sagte Reus
Bei Dortmund kehrte der zuletzt angeschlagene Nationalspieler Ilkay Gündogan ins Team zurück. Dafür musste die Borussia auf ihren gesperrten Top-Torjäger Robert Lewandowski verzichten, für ihn stürmte Julian Schieber. Ein Nachteil? Nicht wirklich.
Schieber nutzt seine Chance nicht
Nach einem Pass von Sven Bender stand der Nationalspieler bereits in der vierten Minute frei vor Frankfurt-Torwart Kevin Trapp, scheiterte aber - noch. Nur vier Minuten später, diesmal hatte ihn Mario Götze freigespielt, war Reus erneut allein vor dem Eintracht-Tor und traf diesmal. Doch damit nicht genug. Es dauerte erneut nur zwei Minuten, da war - natürlich - Reus wieder frei durch. Nach einem Zuspiel von Mats Hummels erhöhte der 23-Jährige auf 2:0.
Es waren die Saisontore neun und zehn für Reus, der damit in der teaminternen Wertung auf Platz zwei hinter Lewandowski vorrückte. Zum Vergleich: Schieber ist noch ohne Saisontor. Und das dürfte vorerst auch so bleiben. Denn für den 24-Jährigen war die Partie schon nach 31 Minuten beendet. Vier Minuten zuvor hatte er gegen Carlos Zambrano den Fuß draufgehalten, dann setzte er im Zweikampf gegen Bastian Oczipka den Ellenbogen ein und sah Gelb-Rot.
Die Eintracht wurde in Überzahl etwas besser. Sebastian Rode hatte in der 41. Minute die erste Großchance für die Gäste, verfehlte mit einem Lupfer das Tor aber knapp.
Doch die ganz große Aufholjagd der Eintracht blieb zunächst aus. Dortmund war selbst in Unterzahl mindestens ebenbürtig. In der 57. Minute warf sich Bamba Anderson in einen Volleyschuss von Neven Subotic, der Ball ging an die Latte. Frankfurt-Trainer Armin Veh brachte nach einer Stunde mit Olivier Occean einen zweiten Stürmer, das nächste Tor aber schoss der BVB.
Gündogan schickte Götze mit einem perfekten Pass steil. Der 20-Jährige dribbelte in den Strafraum, schirmte den Ball geschickt ab und legte dann auf Reus zurück, der aus kurzer Distanz für die Entscheidung sorgte. Zumal Frankfurt ab der 74. Minute auch nur noch zu Zehnt spielte, Takashi Inui hatte nach einem harmlosen Foul gegen Hummels seine zweite Gelbe Karte gesehen.
Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt 3:0 (2:0)
1:0 Reus (8.)
2:0 Reus (10.)
3:0 Reus (65.)
Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Gündogan (89. Sahin), Sven Bender - Blaszczykowski (66. Großkreutz), Götze (82. Leitner), Reus - Schieber
Frankfurt: Trapp - Jung, Zambrano, Anderson, Oczipka - Schwegler, Rode (80. Celozzi) - Aigner (60. Occean), Inui - Lakic (78. Matmour), Meier
Schiedsrichter: Brych
Zuschauer: 80.500
Gelb-Rote Karten: Schieber wegen wiederholten Foulspiels (31.) - Inui wegen wiederholten Foulspiels (74.)
Gelbe Karten: Subotic (3), Hummels - Lakic (2)
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