Hamburg - Spieler, Verantwortliche und Fans, sie alle waren in Dortmund überglücklich, als Nuri Sahin im Winter zurückkehrte. Doch seitdem hatte der Deutsch-Türke nicht an seine guten Leistungen aus der Meistersaison 2011 anknüpfen können, er kam zumeist nur zu Kurzeinsätzen. Am 26. Spieltag durfte Sahin dann gegen Freiburg aber von Beginn an spielen - und bedankte sich mit seiner bislang besten Saisonleistung.
Beim 5:1 (3:1)-Sieg hatte der Mittelfeldspieler großen Anteil daran, dass der BVB nach dem Gegentor von Jonathan Schmid (28. Minute) noch zurückkam. In fünf rauschhaften Dortmunder Minuten vor der Pause bereitete Sahin zunächst den Ausgleich von Robert Lewandowski (41.) vor und traf drei Minuten später selbst. Nur am dritten Borussen-Tor, erneut von Lewandowski geschossen (45.), war Sahin unbeteiligt.
War Freiburg in den ersten 40 Minuten noch überlegen gewesen, übernahm Dortmund im zweiten Durchgang deutlich die Kontrolle. Schließlich war es erneut Sahin (73.), der das vierte Dortmunder Tor erzielte. Der BVB hatte noch immer nicht genug, Leonardo Bittencourt sorgte nur fünf Minuten später mit seinem ersten Bundesliga-Tor für den Endstand.
1. FC Nürnberg - Schalke 04 3:0 (1:0)
Vier Tage nach dem Aus in der Champions League hat Schalke einen weiteren Rückschlag hinnehmen müssen. In Nürnberg verloren die "Königsblauen" 0:3 und rutschten damit auf Rang fünf ab. Der punktgleiche Vierte Frankfurt kann am Sonntag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) im Heimspiel gegen Stuttgart den Vorsprung noch vergrößern.
Dabei bestimmte Schalke die Partie über weite Strecken, Jefferson Farfan (12.) vergab früh frei vor Nürnberg-Keeper Raphael Schäfer, Julian Draxler (24.) und Benedikt Höwedes (49.) scheiterten am Pfosten. Doch der Club nutzte seine Chancen effektiv und siegte dank der Tore von Markus Feulner (31.), Alexander Esswein (69.) und Mike Frantz (87.).
Hamburger SV - FC Augsburg 0:1 (0:1)
Die Partien des Hamburger Sportvereins sind in dieser Rückrunde vorhersehbar: Immer wenn das Team die Chance hat, in der Tabelle einen deutlichen Sprung zu machen, enttäuscht es. So kam es auch gegen Augsburg. Bei einem Sieg wäre der HSV auf Rang vier vorgerückt, nach der 0:1 (0:1)-Niederlage ist er nur Achter. Jan-Ingwer Callsen-Bracker erzielte schon in der achten Minute den Siegtreffer für den FCA, der damit den Vorsprung auf die direkten Abstiegsplätze weiter vergrößerte. Ohne den erkrankten Rafael van der Vaart vergab Hamburg anschließend mehrere gute Chance, vor allem durch Top-Torjäger Artjoms Rudnevs. Nach einem Tritt gegen Daniel Baier sah zudem Maximilian Beister (80.) die Rote Karte.
Werder Bremen - Greuther Fürth 2:2 (0:0)
Es sind keine einfachen Zeiten für Aaron Hunt. Bremens Trainer Thomas Schaaf hat seinem Team eine radikale Defensivkur verordnet, für Spieler wie Marko Arnautovic, Eljero Elia und eben Hunt ist da kein Platz mehr. Gegen Fürth musste Schaaf nach einer mauen ersten Hälfte reagieren und brachte Hunt. Eine gute Wahl: Der Mittelfeldspieler wurde zwar in seiner ersten Aktion im Strafraum gefoult, in der zweiten verwandelte er aber den folgenden Elfmeter (47.).
Beim Debüt von Trainer Frank Kramer drehte Fürth die Partie zwischenzeitlich durch Stephan Fürstner (56.) und Thanos Petsos (61.). Doch dann schlug Hunt erneut zu und verwandelte auch seinen zweiten Elfmeter (70.).
TSG Hoffenheim - FSV Mainz 0:0 (0:0)
Dämpfer für Hoffenheim im Abstiegskampf: Eine Woche nach dem klaren Auswärtssieg in Fürth (3:0) konnte die TSG nicht nachlegen und spielte in Mainz nur 0:0. Beide Teams lieferten sich dabei ein Duell auf mäßigem Niveau, es gab nur wenige Torchancen. Hoffenheims Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt nun schon vier Punkte.
leh
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