Einwegbecher Deutsche Umwelthilfe kritisiert Fußballbundesligisten

Zehn Bundesligaklubs verwenden in ihren Stadien Einwegkunststoffbecher - das moniert die Deutsche Umwelthilfe. Unter anderem der FC Bayern erhält die "Rote Karte" von der Organisation. Besonders heftig kritisieren die Umweltschützer Hannover 96.

Arena in München: DUH kritisiert umweltschädliche Becher
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Arena in München: DUH kritisiert umweltschädliche Becher


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Hamburg - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat zehn Fußballbundesligisten ein schlechtes Zeugnis für das Getränkebechersystem in ihren Stadien ausgestellt. Wegen der Verwendung von Einwegkunststoffbechern erhalten diese Klubs von der Umweltschutzorganisation die "Rote Karte".

Zu den kritisierten Vereinen gehören unter anderem der FC Bayern München, Bayer Leverkusen und der Hamburger SV. Besonders deutlich fällt die Kritik der DUH an Hannover 96 aus. Der Grund: Die Hannoveraner hätten falsche Angaben über die Wiederverwertbarkeit der Becher gemacht. "Erfahrungen bei der Getrenntsammlung der Becher haben gezeigt, dass das Recycling in der Praxis nicht funktioniert", sagte DUH-Experte Thomas Fischer.

Der Anbau und die Verarbeitung der pflanzlichen Rohstoffe für die kritisierten PLA-Becher verursachen erhebliche Umweltbelastungen. Bei einer Kompostierung entstehen laut DUH aus dem aufwendig produzierten Kunststoff lediglich Kohlenstoffdioxid und Wasser. Nach Berechnungen der Umweltschutzorganisation könnte die konsequente Verwendung von Mehrwegbechern allein in der ersten Fußballbundesliga pro Saison über sieben Millionen Einwegbecher einsparen. Zu den Bundesligisten, die in ihren Stadien Mehrwegbecher einsetzen, gehören unter anderem Borussia Dortmund und Werder Bremen.

tim/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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Seite 1
pace335 31.10.2014
1. Oh mein Gott,
ist das wichtig?
mczeljk 31.10.2014
2.
Muss also jede Meldung ihrer Definition von wichtig entsprechen? Ich finde es jedenfalls interessant und die Möglichkeit so viel Müll einzusparen durchaus erstrebenswert
meisterpopper 31.10.2014
3. @1
Bei der Anzahl der verkauften Becher pro Spieltag sicherlich. Aber was sollen die Vereine machen ? Dosen ? Gläser ? Und (Plastik-)Flaschen darf man auch nicht mitnehmen (selbst Kleinkinder), da wir ja alle Hooligans sind und uns die auf den Kopf hauen.
chris__78 31.10.2014
4. Pfandbecher
Zitat von meisterpopperBei der Anzahl der verkauften Becher pro Spieltag sicherlich. Aber was sollen die Vereine machen ? Dosen ? Gläser ? Und (Plastik-)Flaschen darf man auch nicht mitnehmen (selbst Kleinkinder), da wir ja alle Hooligans sind und uns die auf den Kopf hauen.
Was die Vereine machen können, wird doch schon erwähnt. In vielen Stadien gibt es Mehrwegbecher aus Hartplastik, wo man mindestens 1€ Pfand für bezahlt. Die kommen immer wieder zurück, sofern sie nicht wegen Spielermotiven oder ähnlichem auf dem Becher als Souvenir mitgenommen werden. Wenn nicht vom Käufer zurückgebracht, dann doch zumindest von den Pfandsammlern (oft Kinder hier im Stadion, die dadurch mal nebenbei 20€ Taschengeld verdienen). Der Nachteil ist eben, dass die Becher zurückgenommen werden müssen. Sprich man braucht mehr Personal um neben dem Verkauf auch noch die Rückgabe zu organisieren. Und die Schlangen sind ja vielerorts so schon lang genug, was dann auch die Kunden nervt, sich wegen 2€ Pfand nochmal 5 Minuten anzustellen.
ohminus 31.10.2014
5.
Zitat von chris__78Was die Vereine machen können, wird doch schon erwähnt. In vielen Stadien gibt es Mehrwegbecher aus Hartplastik, wo man mindestens 1€ Pfand für bezahlt. Die kommen immer wieder zurück, sofern sie nicht wegen Spielermotiven oder ähnlichem auf dem Becher als Souvenir mitgenommen werden. Wenn nicht vom Käufer zurückgebracht, dann doch zumindest von den Pfandsammlern (oft Kinder hier im Stadion, die dadurch mal nebenbei 20€ Taschengeld verdienen). Der Nachteil ist eben, dass die Becher zurückgenommen werden müssen. Sprich man braucht mehr Personal um neben dem Verkauf auch noch die Rückgabe zu organisieren. Und die Schlangen sind ja vielerorts so schon lang genug, was dann auch die Kunden nervt, sich wegen 2€ Pfand nochmal 5 Minuten anzustellen.
Da ließe sich sicher einiges automatisieren, ähnlich der Pfandrücknahme in Supermärkten. Ein Scannercode auf dem Becher und z.B. eine charakteristische Trübung des Plastiks, die idealerweise gleich vom selben Scanner mitanalysiert werden kann, um mehrere ineinander gestapelte Becher zu erkennen. Das größte Problem dürfte die Logistik "was passiert dann mit dem Becher" sein, denn es soll ja eben gerade nicht so wie im Supermarkt sein, dass der Becher dann hübsch kleingepresst wird.
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