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Bundesliga-Vermarktung: So viel kassieren Deutschlands Fußballvereine

Bayern-Stürmer Lewandowski: Rekord bei TV-Einnahmen Zur Großansicht
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Bayern-Stürmer Lewandowski: Rekord bei TV-Einnahmen

700 Millionen Euro schüttet die Deutsche Fußballliga an die Klubs aus. Der FC Bayern bekommt am meisten - und knackt wohl erstmals die 50-Millionen-Euro-Marke. Die TV-Erlöse aller Vereine in 1. und 2. Liga im Überblick.

Hamburg - Von den Einnahmen, die englische Vereine aus der TV-Vermarktung erzielen, ist die Bundesliga weit entfernt. Dank der hohen Pay-TV-Erlöse der Premier League bekommt laut dem Sportmagazin "kicker" Cardiff City mit 76,3 Millionen Euro gut 50 Prozent mehr an TV-Erlösen als der FC Bayern. Bei den Spitzenklubs FC Liverpool (119,8 Millionen Euro) und Manchester City (118,6 Millionen Euro) ist es sogar mehr als das Doppelte.

Aber immerhin: Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) konnte die Einnahmen aus der zentralen Vermarktung in diesem Jahr um 57 Millionen Euro steigern. In der Saison 2014/2015 werden 709,5 Millionen Euro an die 36 Klubs der 1. und 2. Bundesliga ausgeschüttet. Wie der "kicker" berichtet, erhält der FC Bayern den größten Anteil - 37,2 Millionen Euro aus der nationalen und 10,4 Millionen Euro aus der internationalen Vermarktung. Sollten die Münchner erneut Meister werden, kommen weitere drei Millionen Euro dazu: In der Summe kann der Rekordmeister also erstmals mehr als 50 Millionen Euro erhalten.

Grundlage für die Verteilung ist die Platzierung in den vergangenen fünf Spielzeiten. Der Ligavorstand hatte die Berechnung in diesem Jahr geändert. Zuvor wurde die Verteilung nach jedem Spieltag berechnet. Die Gesamtsumme setzt sich aus 642 Millionen Euro an nationalen und 67,5 Millionen Euro an internationalen Medienerlösen zusammen. Dazu kommen 29 Millionen Euro aus der Gruppenvermarktung.

Aus der zentralen Vermarktung erzielt die Bundesliga laut "kicker" 29 Prozent ihrer Einnahmen, mehr als durch Werbung und Zuschauererlöse. Derzeit erstelle die DFL die Bilanz der vergangenen Saison, gerechnet werde mit einem Rekordergebnis von 2,75 Milliarden Euro. Die 1. Bundesliga komme auf rund 2,3 Milliarden Euro Umsatz - das reicht international zu Rang zwei hinter der Premier League, die rund drei Milliarden Umsatz erzielt.

1. Bundesliga
Klub DFL-Ausschüttung (in Euro) Ausschüttung für Europacup-Teilnahme (in Euro)
Bayern München 37.236.000 10.369.378
Borussia Dortmund 36.273.000 5.036.555
Bayer Leverkusen 35.310.000 4.147.751
FC Schalke 04 34.347.000 6.036.459
Mönchengladbach 33.384.000 740.670
Hannover 96 32.421.000 2.333.100
VfL Wolfsburg 31.485.000 1.185.072
FSV Mainz 05 30.495.000 74.067
SC Freiburg 29.532.000 370.335
VfB Stuttgart 28.504.800 3.221.914
Werder Bremen 27.413.400 1.925.742
TSG Hoffenheim 26.357.800 -
Hamburger SV 25.038.000 1.555.407
Eintracht Frankfurt 23.754.000 1.036.938
FC Augsburg 22.470.000 -
Hertha BSC 21.186.000 666.603
1. FC Köln 19.902.000 -
SC Paderborn 18.618.000 -
Quelle: kicker 61/2014
2. Bundesliga
Klub DFL-Ausschüttung (in Euro)
FC Nürnberg 10.849.800
1. FC Kaiserslautern 10.207.800
SpVgg Greuther Fürth 9.630.000
Fortuna Düsseldorf 9.116.400
Eintr. Braunschweig 8.602.800
FC St. Pauli 8.153.400
1860 München 7.704.000
Union Berlin 7.254.600
FSV Frankfurt 6.869.400
VfL Bochum 6.484.200
FC Ingolstadt 6.163.200
Karlsruher SC 5.906.400
Erzgebirge Aue 5.713.800
VfR Aalen 5.521.200
SV Sandhausen 5.328.600
1. FC Heidenheim 4.964.800
RB Leipzig 4.964.800
Darmstadt 98 4.964.800
Quelle: kicker 61/2014
Europacup-Teilnehmer
Klub DFL-Ausschüttung (in Euro)
Bayern München 10.369.378
FC Schalke 04 6.036.459
Borussia Dortmund 5.036.555
Bayer Leverkusen 4.147.751
VfB Stuttgart 3.221.914
Hannover 96 2.333.100
SV Werder Bremen 1.925.742
Hamburger SV 1.555.407
VfL Wolfsburg 1.185.072
Eintracht Frankfurt 1.036.938
Mönchengladbach 740.670
Hertha BSC 666.603
SC Freiburg 370.335
FSV Mainz 05 74.067
Quelle: kicker 61/2014

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insgesamt 32 Beiträge
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1. Sehr fair
Freddie-58 24.07.2014
Das ist wirklich ein sehr faires System. Bayern trägt sicher 30 - 40 mal soviel zum Topf wie Paderborn, bekommt aber nur das doppelte. Das ergibt einen fairen Ausgleich.
2. Dezentral vermarkten
Malshandir 24.07.2014
Das beste waere eine Selbstvermarktung, da kommen viele Vereine beser weg. E.g. Koeln, Hamburg und Bremen werden sicher mehr erzielen.
3. Rekordergebnis zu erwarten...
paragraphic 24.07.2014
aber nur dann, wenn wenn der Steuer- und Gebührenzahler weiterhin so großzügig bleibt (Stadienbau, Infrastruktur, Polizeikosten etc.).
4. Nach dieser Aufstellung..................
Early Bird 24.07.2014
..............dürften die paar Millionen für die Rechnung der Polizei-Sicherheitseinsätze (wenn alle Bundesländer sich berappeln mitzuziehen) für die Vereine kein Problem mehr darstellen. Einige Transfers weniger, das Problem wäre verursachergerecht gelöst - und der Steuerzahler müßte icht für de Hirnlosigkeit gewisser so genannter "Fans" geradestehen.
5.
ThoR1234 24.07.2014
Die Aufteilung ist verständlich, aber dennoch ungerecht. Auf lange Sicht werden die Finanzstärkeren immer finanzstärker und umgekehrt. MfG
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