Bundesliga Frankfurt siegt in hitzigem Montagsspiel gegen Leipzig

Trillerpfeifen, Protestplakate, Rudelbildung: Das erste Montagsspiel der Saison zwischen Frankfurt und Leipzig war turbulent und geprägt von Unruhe. Die Eintracht drehte die Partie in vier Minuten.

DPA

Eintracht Frankfurt hat sich im Montagsspiel knapp gegen RB Leipzig durchgesetzt. Das Team von Trainer Niko Kovac gewann 2:1 (2:1). Timothy Chandler (22. Minute) und Kevin-Prince Boateng (26.) erzielten die Tore für den Gastgeber, Jean-Kévin Augustin hatte Leipzig zuvor in Führung gebracht (13.).

Durch den Sieg zieht Frankfurt in der Tabelle an Leipzig vorbei. Die Eintracht liegt nun auf dem dritten Platz (39 Punkte), RB ist mit einem Punkt weniger Fünfter.

Der Anpfiff der Partie hatte sich wegen Fanprotesten um fünf Minuten verzögert. Frankfurts Fans beschwerten sich hinter der Bande des Innenraums gegen die umstrittene Terminierung der Montagsspiele. Während der Partie setzte sich die Unruhe fort: Das Spiel wurde 90 Minuten von Trillerpfeifen begleitet. Nach der Halbzeitpause warfen die Anhänger der Eintracht Tennisbälle und Toilettenpapier in Richtung des Platzes - auch die zweite Hälfte startete mit einer kurzen Verspätung.

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Proteste gegen Montagsspiel: Das Pfeifkonzert von Frankfurt

Das Temperament auf der Tribüne übertrug sich auf die Spieler. Nach einem eigentlich harmlosen Foul des Leipzigers Naby Keita an Frankfurts Makoto Hasebe kam es kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit zu einer Rudelbildung. Schiedsrichter Felix Zwayer beruhigte die Situation nach wenigen Minuten und beließ es bei einem längeren Gespräch mit den beiden Verursachern der Auseinandersetzung.

Zurück zum Sportlichen: Frankfurts Ante Rebic verpasste mit einer Großchance die 3:1-Führung, RB-Keeper Peter Gulacsi parierte stark (44.). Nach dem Seitenwechsel drängte Leipzig auf den Ausgleich, erspielte sich aber keine erwähnenswerten Chancen. Die Eintracht verteidigte die Führung souverän.

Eintracht Frankfurt - RB Leipzig 2:1 (2:1)
0:1 Augustin (13.)
1:1 Chandler (22.)
2:1 Boateng (26.)
Frankfurt: Hradecky - Salcedo, Abraham, Falette - da Costa, Chandler - Boateng (68. Fernandes), Hasebe - Wolf (83. Gacinovic) - Haller, Rebic (80. Jovic)
Leipzig: Gulacsi - Laimer, Orban, Upamecano, Klostermann - Keita (61. Forsberg), Ilsanker, Demme (46. Poulsen) - Sabitzer, Lookman (76. Werner) - Augustin
Schiedsrichter: Zwayer
Gelbe Karten: Rebic, Wolf, Hasebe, Chandler, Boateng, Falette / Orban, Klostermann
Zuschauer: 45.100

mru



insgesamt 16 Beiträge
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Grübler 19.02.2018
1. Zuschauer
Es waren 45000 Zuschauer, nicht 34000... zumindest bei Eurosport. Und das Foul an Hasebe war nicht kurz vor Halbzeitpfiff, sondern kurz danach. Sonst hätte der Hase sich doch gar nicht aufgeregt.
Drunken Masta 19.02.2018
2. Frankfurt
war, nach etwas Anfangsschwierigkeiten, taktisch und in der Zweikampfführung klar die bessere Mannschaft und konnte Leipzig die eigene Spielweise aufzwängen. Trotz aller Technik und Geschwindigkeit fand Leipzig dann in der zweiten Hälfte überhaupt keine Mittel mehr. Eintracht hochverdient gewonnen. RB wirkte teilweise überfordert. In dieser Saison ein Stück weit enttäuschend. Man sollte meinen nach einer Saison Bundesligaerfahrung nimmt die Konstanz zu und nicht ab.
KarloFilipovic 20.02.2018
3. Proteste
Ich war da. Die Proteste waren angemessen und fast schon zu zahm und das sag ich als eher ruhiger Geselle. Das Spiel war auch gut. Aber als arbeitender Familienvater muss ich schon sagen, dass ich es für unmöglich finde um 0:00 Uhr in der Woche nach Hause zu kommen. Der Protest ist angebracht. Gute Leistung von Frankfurt. Ich bin kein Lokalpatriot, aber das war eine starke Leistung von Mannschaft und Fankurve. Weiter so.
yoda56 20.02.2018
4. Das "harmlose" Foul von Keita...
...sah für mich eher wie ein vorsätzlicher Schlag von hinten in die Nierengegend aus.
zieglerm 20.02.2018
5. Leider starb ein Eintracht Fan an Herzinfarkt
Sehr traurig. Die Fanaktionen waren alle friedlich, keine Krawalle, haben aber den Unmut der Fans über die Ansetzung am Montag zum Ausdruck gebracht. Damit sollte man sehr zufrieden sein.
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