Fußball-Bundesliga: Frankfurt enttäuscht in Mainz

Frankfurts Aigner (l.), Mainz' Zabavnik: Viele Zweikämpfe, kaum ChancenZur Großansicht
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Frankfurts Aigner (l.), Mainz' Zabavnik: Viele Zweikämpfe, kaum Chancen

Die Konkurrenz hatte verloren, doch Frankfurt konnte davon nicht profitieren. Beim torlosen Remis in Mainz gelang der Eintracht im Kampf um die Europapokalränge offensiv nur wenig. Dennoch hatten die Gäste die beste Chance des Spiels.

Hamburg - Das Rennen um die verbliebenen Europapokalplätze in der Bundesliga bleibt spannend. Was vor allem daran liegt, dass die Kandidaten immer wieder das Kunststück vollbringen, nach Ausrutscher der Konkurrenz ebenfalls zu patzen. Nach Freiburg (0:1 in München) und Mönchengladbach (1:3 in Wolfsburg) am Samstag blieb auch Frankfurt am 31. Bundesliga-Spieltag ohne Sieg. Die Eintracht kam in einer schwachen Partie nicht über ein 0:0 bei Mainz 05 hinaus.

In der Tabelle übernahm Frankfurt (46 Punkte) wieder Rang fünf von Freiburg (45). Mainz, das nur eines der vergangenen zwölf Spiele gewann, rutschte auf den zehnten Platz ab. Bei einem Erfolg hätte sich der FSV selbst noch Hoffnungen auf die Europa League machen können, damit dürfte es nun aber endgültig vorbei sein.

Frankfurt war in der ausverkauften Mainzer Arena zwar zunächst das bessere Team - der Aufsteiger machte aber zu wenig aus seiner Überlegenheit. Der 17-jährige Marc Stendera rechtfertigte Vehs Vertrauen bei seinem zweiten Spiel von Beginn an und überlistete nach fünf Minuten mit seinem Eckstoß fast FSV-Torwart Christian Wetklo, der den aufs Tor gezogenen Ball gerade noch über die Latte lenken konnte.

Rode klärt und scheitert

Die Gastgeber mussten auf ihren besten Stürmer Adam Szalai (13 Saisontreffer) verzichten. Der Ungar hatte sich am vergangenen Wochenende in Dortmund (0:2) eine Fraktur im Querfortsatz eines Lendenwirbels zugezogen und muss eine mehrwöchige Trainingspause einlegen. Der FSV kam erstmals in der 23. Minute vor das Tor von Frankfurts Oka Nikolov. Nicolai Müller vergab aber leichtfertig die bis dahin größte Gelegenheit des Spiels.

Nach der Pause blieb die Partie niveauarm. Zdenek Pospech hatte in der 53. Minute mit einem Kopfball eine gute Möglichkeit, den Eintracht-Keeper Nikolov über die Latte lenkte. Allerdings war das auch keine herausgespielte Chance, sie kam erst nach einem Abpraller zustande - bezeichnend für die Partie. Die Gastgeber waren dem Sieg insgesamt näher, in der 72. Minute blockte Sebastian Rode einen Schuss des eingewechselten Chinedu Ede kurz vor der Torlinie.

Dank eines Fehlpasses von Mainz' Marco Caligiuri an der Mittellinie hatte die Eintracht selbst die größte Chance der Partie, den möglicherweise vorentscheidenden Treffer zu erzielen. FSV-Keeper Christian Wetklo war bei Rodes Versuch allerdings auf dem Posten. So blieb es beim 0:0.

FSV Mainz 05 - Eintracht Frankfurt 0:0 (0:0)
Mainz: Wetklo - Pospech,Svensson, Noveski, Zabavnik (66. Ede) - Baumgartlinger, Soto (46. Zimling) - Nicolai Müller,Ivanschitz, Caligiuri (85. Bell) - Parker
Frankfurt:Nikolov - Jung, Russ, Anderson, Djakpa - Celozzi, Rode - Aigner (64. Occean), Stendera (80. Lanig), Inui (64. Lakic) - Meier
Schiedsrichter: Kircher
Zuschauer: 34.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: / - Celozzi (3)

max/sid/dpa

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insgesamt 5 Beiträge
michel55 28.04.2013
...sind manchmal die Spielanalysen der Medien. Des öfteren dachte ich "die haben wohl ein anderes Spiel gesehen". Nun schreibt der SPON-Autor :"Nach der Pause blieb die Partie niveauarm." Mitnichten! Nach der [...]
...sind manchmal die Spielanalysen der Medien. Des öfteren dachte ich "die haben wohl ein anderes Spiel gesehen". Nun schreibt der SPON-Autor :"Nach der Pause blieb die Partie niveauarm." Mitnichten! Nach der Pause bis so ca. zur 85. Minute waren die Mainzer das klar bessere Team, sehr dominat und Zweikampfstark - nur vor dem gegnerischen Tor leider .....armseelig. Im Bus dann der Kommentar:" Gut das es beim Null zu Null geblieben ist, so konnen alle friedlich nach Hause gehen." So viel ich weiss, blieb es friedlich.
merkel123 28.04.2013
Wie kann man denn bei einem Auswaertsunentschieden des 6. beim 10. von Patzen reden? Oder das 0-1 von Freiburg in Muenchen als Ausrutscher bezeichnen???
Wie kann man denn bei einem Auswaertsunentschieden des 6. beim 10. von Patzen reden? Oder das 0-1 von Freiburg in Muenchen als Ausrutscher bezeichnen???
totalmayhem 28.04.2013
FSV Not gegen SG Elend. Es graust einem bei der Vorstellung diese Teams koennten die Bundesliga in einem europaeischen Wettbewerb vertreten. Zur Zeit spielt sogar der FC Augsburg besser.
FSV Not gegen SG Elend. Es graust einem bei der Vorstellung diese Teams koennten die Bundesliga in einem europaeischen Wettbewerb vertreten. Zur Zeit spielt sogar der FC Augsburg besser.
JW2008 29.04.2013
Die Eintracht hat gar nicht enttäuscht. Sie hatte nur keinen Schiri auf ihrer Seite wie (Günter Perl) noch gegen Schalke, der für einen über seine eigenen Beine stolpernden Inui Freistoß pfeift und auch ein astreines reguläres Tor [...]
Die Eintracht hat gar nicht enttäuscht. Sie hatte nur keinen Schiri auf ihrer Seite wie (Günter Perl) noch gegen Schalke, der für einen über seine eigenen Beine stolpernden Inui Freistoß pfeift und auch ein astreines reguläres Tor des Gegner aberkennt. Das war der Unterschied zu letzter Woche...
Die Bundesliga ist ab Platz 5 ein einziges Trauerspiel. Was dies an Absurdität noch überragt ist die Einschätzung einiger Trainer durch die Fans.
Zitat von totalmayhemFSV Not gegen SG Elend. Es graust einem bei der Vorstellung diese Teams koennten die Bundesliga in einem europaeischen Wettbewerb vertreten. Zur Zeit spielt sogar der FC Augsburg besser.
Die Bundesliga ist ab Platz 5 ein einziges Trauerspiel. Was dies an Absurdität noch überragt ist die Einschätzung einiger Trainer durch die Fans.
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  • Sonntag, 28.04.2013 – 17:31 Uhr
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