Remis gegen den HSV Frankfurt droht weiter abzurutschen

Im Abstiegskampf der Bundesliga hat Frankfurt den Befreiungsschlag verpasst. Nach schwachem Beginn drängte die Eintracht gegen den HSV zwar auf den Sieg - für ein Tor reichte es aber nicht.

Zweikampf zwischen Drmic (l.) und Regäsel: Glück für die Eintracht
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Zweikampf zwischen Drmic (l.) und Regäsel: Glück für die Eintracht


Eintracht Frankfurt hat auch das vierte Spiel in Folge nicht gewinnen können und droht in der Bundesliga-Tabelle weiter abzurutschen. Nach dem 0:0 gegen den Hamburger SV kletterte das Team von Trainer Armin Veh mit 22 Punkten zwar auf den 14. Platz, im Laufe des 22. Spieltags kann die Eintracht aber noch von Werder Bremen und dem FC Augsburg überholt werden. Der HSV liegt mit 27 Punkten auf dem zehnten Rang - und hielt einen direkten Konkurrenten auf Distanz.

Die Frankfurter zogen sich zu Beginn des Spiels zurück und überließen den Gästen die Initiative. Veh hatte vor der Partie angekündigt, sein Team genau so einzustellen - er hatte beim HSV ein Problem gegen tiefstehende Gegner ausgemacht. Allerdings ging das auf Kosten der eigenen Durchschlagskraft in der Offensive. In der ersten Halbzeit hatte die Eintracht keine Torchance und insgesamt nur zwei harmlose Abschlüsse.

Anders die Hamburger, die mit der reiferen Spielanlage überzeugten und in den ersten 45 Minuten ein klares Chancenplus verzeichneten. In der 25. Minute konterte der HSV nach einem Einwurf der Frankfurter über drei Stationen, nach einem Zuspiel von Aaron Hunt scheiterte der erneut für Pierre-Michel Lasogga in der Startelf aufgebotene Artjoms Rudnevs an Eintracht-Keeper Lukas Hradecky.

Ein weiterer HSV-Konter über Hunt landete bei Außenverteidiger Gotoku Sakai, dessen Linksschuss aber knapp über die Latte flog (37. Minute). Kurz vor dem Pausenpfiff vergab Nicolai Müller die dritte Großchance, nach starker Ballmitnahme traf der Ex-Fürther den Ball im Strafraum der Frankfurter nicht richtig - Hradecky musste nicht eingreifen (45.).

Seferovic macht Frankfurt besser

Zu Beginn des zweiten Durchgangs setzte Makoto Hasebe, der für den gesperrten Bastian Oczipka als Linksverteidiger spielte, das erste offensive Glanzlicht der Frankfurter. Nach einer von Johan Djourou zu kurz geklärten Ecke zog der Japaner an der Strafraumgrenze ab, nur Zentimeter fehlten zum Torjubel (50.).

Veh hatte in der Pause reagiert, für Winterzugang Szabolcs Huszti spielte Haris Seferovic - damit sollte Torjäger Alex Meier entlastet werden. Die Frankfurter wurden tatsächlich aktiver, aber auch Hamburg blieb gefährlich: Nach einer Flanke von Sakai drückte Yanni Regäsel den Hamburger Josip Drmic zu Boden - Schiedsrichter Wolfgang Stark hätte auf Elfmeter entscheiden können (56.).

Seferovic, von Veh zu Beginn der Rückrunde noch massiv kritisiert, schwang sich in der Folge zum besten Frankfurter auf. Der Schweizer bereitete, unter den Augen seines Nationaltrainers Vladimir Petkovic, zwei Großchancen von Stefan Aigner vor (72./76.) - bei der ersten musste HSV-Torhüter René Adler sein ganzes Können unter Beweis stellen.

Eintracht Frankfurt - Hamburger SV 0:0
Frankfurt:
Hradecky - Regäsel, Zambrano, Abraham, Hasebe - Stendera (81. Medojevic), Russ - Aigner (90. Gacinovic), Fabian, Huszti (46. Seferovic) - Meier.
Hamburg: Adler - Gotoku Sakai, Djourou, Spahic, Ostrzolek - Gideon Jung, Holtby - Nicolai Müller (67. Ilicevic), Hunt, Drmic (80. Kacar) - Rudnevs (71. Lasogga).
Schiedsrichter: Stark
Zuschauer: 47.200
Gelbe Karten: Zambrano (6), Aigner (4) - Djourou (6), Drmic (2), Lasogga (4)

krä

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insgesamt 14 Beiträge
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Seite 1
krissy 19.02.2016
1. Eintracht als Absteiger
würde mir gefallen. Ich glaube, diese Saison klappt's wieder mal.
bushmills 19.02.2016
2. Meier nach Lautern, Aigner zu den 05ern, Stendera wird eine Lilie
... und Rumpfmannschaft in die zweite Liga. Vielleicht nehmen die Offenbacher Kickers noch ein paar Spieler, und auf die Resterampe mit dem Rest. Die Eintracht hat in der 1. Liga nix mehr zu suchen, und fertig.
torsten_raab 19.02.2016
3. Chef von 2. Liga
...wird der Veh wohl nächstes Jahr, wenn er wirklich auf den Präsidentenposten gehievt wird.
karl-der-gaul 20.02.2016
4. Junk Food Derby
Frankfurter (hot dogs) gegen Hamburger (McDonalds) also Unentschieden welche Fast Food Speisekarte überlegen ist, das Spiel sagte alles.
audiotom 20.02.2016
5. Ein ums andere mal:
wohlfühloase Eintracht Frankfurt. Jede Woche werden Spieler trotz Nicht-Leistung aufgestellt. Über den "Vollexperten" Russ reden wir erst gar nicht, aber warum spielt Aigner erneut? Seit Wochen vollkommen von der Rolle, der würde aktuell nicht mal ein 1 gg 1 gegen meine Großmutter (Gott hab sie selig) gewinnen! Der absolute Gewinner der Vorbereitung Gacinovic zeigt - so er denn mal eingesetzt wird - Spielfreude und -witz, überrascht mit gelungenen Aktionen und bietet sich im Training an..... Er bekommt - nach erneut indiskutabler Leistung von Aigner - satte DREI MINUTEN Einsatzzeit. Und die Trainerfrage wird und wird nicht gestellt. Selbst die Frankfurter Journaille wirft sich quasi demonstrativ vor ihren Rotwein-Kumpel Armin. So geht man sehenden Auges Richtung zweite Liga, wie schon damals unter Skibbe, als erst gehandelt wurde als es schon längst zu spät war.
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