Bayern schlägt Freiburg Eigentor, Traumtor, Abstauber, Geniestreich

Der FC Bayern hat 20 Punkte Vorsprung auf Platz zwei. In Freiburg hatten die Münchner zunächst Probleme, gewannen dann aber souverän. Der überragende Mann: Thomas Müller.

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Der SC Freiburg hatte nur eines der vergangenen zwölf Ligaspiele verloren. Aber zu Hause gegen den FC Bayern reichte es nicht zu einem Erfolg. Die Münchner gewannen 4:0 (2:0) und haben nun 20 Punkte Vorsprung auf den FC Schalke und Platz zwei. Freiburgs Torwart Alexander Schwolow unterlief ein Eigentor (25. Minute), dazu trafen Corentin Tolisso, Sandro Wagner (55.) und Thomas Müller (69.).

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Bayerns Sieg gegen Freiburg: Ein Müller-Tor, das keines war

25 Minuten lang taten sich die Bayern in Freiburg schwer - und dann reichten rund 180 Sekunden, um das Spiel zu entscheiden. Der Rekordmeister erzielte zwei sehr unterschiedliche und doch typische Tore.

Müller hatte in den vergangenen Wochen oft als Torjäger geglänzt. In der 25. Minute beim SC fiel dann ein Treffer, der als "klassisches Müller-Tor" gelten dürfte - dabei war es ein Eigentor. Nach einem weiten Pass von Mats Hummels versuchte Müller zweimal, direkt in die Mitte zu spielen. Erst prallte der Ball von Caglar Söyüncüs Hacke zurück zum Bayern-Angreifer und dann von Schwolows Bein ins Tor. Drei Minuten später erzielte Tolisso ein Traumtor: Einen Schuss aus etwa 30 Metern setzte er genau in die rechte Ecke.

Dabei hatte die erste große Chance des Spiels Freiburg gehört. Lucas Höler lief nach einem Zuspiel von Janik Haberer allein auf Sven Ulreich zu, aber der Bayern-Keeper parierte mit einer hervorragenden Fußabwehr (12.). Nach dem Doppelschlag kontrollierten die Gäste das Spiel. Wagner baute die Führung aus, als ihm der Ball im Fünfmeterraum von Müller aus glücklich vor die Füße fiel (55.).

Müller belohnte sich schließlich noch mit einem eigenen Tor: Joshua Kimmich spielte eine kurze Ecke in die Mitte, Müller lief an den ersten Pfosten und traf per Direktabnahme aus spitzem Winkel (55.). Der Sieg hätte noch höher ausfallen können. Aber gerade Juan Bernat, der in Abwesenheit von Kingsley Coman (verletzt) und Franck Ribéry (krank) als Linksaußen auflief, vergab noch große Torchancen.

SC Freiburg - FC Bayern München 0:4 (0:2)
0:1 Eigentor Schwolow (25.)
0:2 Tolisso (28.)
0:3 Wagner (55.)
0:4 Müller (69.)
Freiburg: Schwolow - Lienhart (46. Kath), Gulde, Söyüncü - Stenzel, Abrashi (46. Höfler), Koch, Günter - Höler (57. Ravet), Haberer - Petersen
München: Ulreich - Kimmich, Boateng, Hummels, Alaba - Thiago (74. Rudy), Vidal (83. Süle), Tolisso - Müller (81. Rafinha), Bernat - Wagner
Schiedsrichter: Willenborg
Zuschauer: 24.000 (ausverkauft)

aev



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luwigal 04.03.2018
1. Tja, noch zwei Siege + 1 Remis und der FC Bayern ist Meister.
Noch 9 Spiele > 27 Punkte möglich 20 Punkte Vorsprung + 6 Punkte (2 Spiele Sieg) + 1 Punkt Unentschieden = 27 Punkte + Torverhältnis ... das könnte am 31. März der Fall sein > in München, nach dem Spiel gegen die Dortmunder!
spon_2937981 04.03.2018
2.
Zitat von luwigalNoch 9 Spiele > 27 Punkte möglich 20 Punkte Vorsprung + 6 Punkte (2 Spiele Sieg) + 1 Punkt Unentschieden = 27 Punkte + Torverhältnis ... das könnte am 31. März der Fall sein > in München, nach dem Spiel gegen die Dortmunder!
Mal wieder zuhause Meister werden, und dann auch noch gegen Dortmund, das wäre echt ein Träumchen... :-) Allerdings: Deine Rechnung reicht dafür nicht, das Torverhältnis wird nicht als Extrapunkt gezählt. (Natürlich kann es am Ende, nach dem letzten Spieltag, den Ausschlag geben.) Es müssten also noch 3 Siege in Folge sein, oder die Verfolger lassen zwischendurch weitere Punkte liegen
DerDifferenzierteBlick 04.03.2018
3. @luwigal
Um rechnerisch sicher Meister zu sein, müssten die Bayern schon die nächsten 3 Spiele alle gewinnen, da sich am Torverhältnis theoretisch ja noch was ändern kann... Und theoretisch könnte Bayern sogar schon einen Spieltag vorher (nach dem Spiel am 18. März in Leipzig) sicher Meister sein - wenn die Verfolger nicht entsprechend punkten.
Papazaca 04.03.2018
4. Gratulation zu garantierter Langeweile
Wenn mir was zur Meisterschaft einfällt, dann "Einschlafen, ohne Rezept". Ist nicht sehr originell, aber wahr. Ja, liebe Bayern-Fans, glaubt Ihr im Ernst, das das so immer weiter geht? Wie ist das bei der Formel 1? Um es klar zu stellen: Ihr habt alles, tolle Mannschaft, sehr guten Trainer, gutes Management, Euch kann man keinen Vorwurf machen. Aber schlimmer als der Tod ist Langeweile. Glaubt Ihr wirklich, die Fans sind an dieser Langeweile für die nächsten 10 Jahre interessiert? Da ist ja selbst Angeln interessanter. Da fängt man wenigstens ab zu was. In der Bundesliga lassen die Bayern den anderen kaum eine Sardine über. Tja, was tun? Ganz klar: Fußball als Einschlafhilfe nutzen, rezeptfrei. Dann gute Nacht!
PeterCollignon 04.03.2018
5. Gratuliere Ihnen herzlich Thomas Müller
zu Ihrem Sohn. Bitte spielen Sie weiter auf diesem Niveau. Ein neidischer Fan des FC Kaiserslautern. Dass Sie Bayern treu bleiben ist Spitze. Leider gibt und gab es keine Pfälzer Spieler auf Ihrem Niveau, die dem Betze treu bleiben. Fritz und Ottmar Walter ausgenommen.
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