Trotz Champions-League-Aus 640 Millionen Euro - FC Bayern fährt erneut Rekordumsatz ein

Im europäischen Vergleich droht der deutsche Rekordmeister sportlich abgehängt zu werden. Doch wirtschaftlich zählt der FC Bayern in der Königsklasse weiter zur Branchenelite.

Die Geschäftsstelle des FC Bayern München
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Die Geschäftsstelle des FC Bayern München


Der FC Bayern München hat in der vergangenen Saison einen Rekordumsatz erzielt. Einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" zufolge erwirtschaftete der vom Verein ausgegliederte Gesamtkonzern, die FC Bayern München AG, einen Umsatz in Höhe von gut 640 Millionen Euro. Die Steigerung zur Vorsaison fällt mit 2,2 Prozent im Vergleich jedoch deutlich geringer aus. Damals war der Umsatz noch um 20 Prozent gewachsen.

Damit halten die Münchner den Anschluss an die drei umsatzstärksten Klubs Europas. Der FC Barcelona (708 Millionen Euro Umsatz/18 Millionen Euro Gewinn nach Steuern ), Real Madrid (675/21,4) und Manchester United (659/50) liegen noch vor dem deutschen Branchenprimus. Die aus den Golfemiraten unterstützten Klubs Paris St. Germain und Manchester City lagen zuletzt umsatzmäßig knapp hinter dem Spitzenquartett.

In Deutschland zieht der Meister der vergangenen fünf Spielzeiten wirtschaftlich gesehen einsam seine Kreise. Borussia Dortmund kommt als Nummer zwei auf rund 406 Millionen Euro Umsatz und 8,2 Millionen Euro Gewinn nach Steuern.

"Sind nach wie vor wirtschaftlich unter den absoluten Top-Klubs in Europa"

Münchens Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen sagte, dass das Ausscheiden im Viertelfinale der Champions League gegen Real Madrid und die Nicht-Teilnahme am DFB-Pokalfinale den Klub "etwa 25 Millionen Euro Umsatz gekostet" habe. "Dennoch haben wir weiter zulegen können und sind nach wie vor wirtschaftlich unter den absoluten Top-Klubs in Europa", sagte Dreesen.

Vor Steuern wurden in der Zeit zwischen dem 1. Juli 2016 und dem 30. Juni 2017 rund 66,2 Millionen Euro (im Vorjahr 53,9 Millionen) an Gewinn erwirtschaftet. Nach Steuern lag der Überschuss bei 39,2 Millionen Euro (Vorjahr: 33 Millionen Euro). Im operativen Ergebnis (Ebitda) erreichte der FC Bayern laut FAZ ebenfalls einen Rekord: Vor Abzug von Steuern, Zinszahlungen und Abschreibungen wurde ein Gewinn von rund 149 Millionen Euro erzielt. Die Eigenkapitalquote soll 65,7 Prozent betragen, die Umsatzrentabilität (Verhältnis des Jahresüberschusses zum Umsatz) stieg im Vergleich zur Vorsaison um ein Fünftel auf 10,3 Prozent.

lst/sid



insgesamt 43 Beiträge
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Seite 1
Pela1961 21.10.2017
1. Wo ist Oihme,
wenn seine erklärenden Worte so dringend gebraucht werden? Ich muss dringend um Aufklärung bitten, was er mit seinen Beiträgen vor Saisonbegin meinte, als Dortmund doch weit vor den Bayern gesehen wurde (exklusiv von ihm, aber immerhin) und der wirtschaftliche Niedergang der Bayern doch schon seit langem unübersehbar war.
SimonSays 21.10.2017
2. Merkwürdige Überschrift
"droht sportlich abgehängt zu werden"...ok...ein Viertelfinal-AUS (entspricht also unter den besten 8 gewesen zu sein)..das erste so "frühe" Ausscheiden seit 2011 entspricht also einem Totaldisaster und Absinken in die sportliche Bedeutungslosigkeit. Kann man so sehen....allerdings ist es vermutlich eher eine Minderheitenmeinung :-).
Hrothgaar 21.10.2017
3. 640 Mio.Euro
einfach nur krank!
ge1234 21.10.2017
4. Mal wieder...
... eine schallende Ohrfeige für den allseitsbekannten, d..mschwätzenden Mitforisten. Übrigens, eine Umsatzrendite von 10,3% ist im Vergleich zu den durchschnittlichen Umsatzrenditen (ca. 7,3%) deutscher Mittelständler ein hervorragendes Ergebnis. Soviel zum Thema der FCB wäre nicht rentabel!
sebas14 21.10.2017
5. Erklärung
Ich bitte auch, dass Oihme mir das nochmal erklärt, glaube nämlich mit den Bayern geht es bergab!
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