Fußball-Bundesliga Bayern nun punktgleich mit BVB - Freiburg schießt Augsburg ab

Javi Martínez hat den Münchnern per Kopf den Sieg beschert. Der FC Augsburg ging in Freiburg unter. Schalke blieb auch das dritte Bundesligaspiel in Folge ohne Sieg.

Javi Martínez
AFP

Javi Martínez


FC Bayern München - Hertha BSC 1:0 (0:0)

Als einziger Bundesligist hatte Hertha keine der vergangenen vier Partien gegen den Rekordmeister verloren. Auch dieses Mal erwiesen sich die Berliner von Beginn an als unbequemer Gegner. Davie Selke umkurvte in der 11. Minute Manuel Neuer und brachte die Kugel im Münchner Tor unter, der Treffer wurde jedoch wegen Abseits zurückgenommen. Joshua Kimmichs Schuss aus halbrechter Position (15. Minute) ging knapp am Kasten vorbei. Ansonsten blieb es in der ersten Hälfte auf beiden Seiten ungefährlich.

Die Gäste hatten durch Selke (56.) die erste hochkarätige Torchance des Spiels. Nach einem Doppelpass mit Ondrej Duda hatte der Angreifer Neuer schon überwunden, Kimmich rutschte aber dazwischen und rettete knapp vor der Linie. Javi Martínez (62.) köpfte die Bayern nach einem Eckball schließlich zum Sieg. Hertha-Keeper Rune Jarstein kam aus dem Tor, schlug aber am Ball vorbei. Durch den Heimsieg sind die Bayern nun punktgleich mit Tabellenführer BVB, der am Sonntag Leverkusen zu Hause empfängt (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE, TV: Sky).

Schmerzhafte Randnotiz für Bayern: In der 58. Minute kam Kingsley Coman für Franck Ribéry ins Spiel. Nach nur neun Minuten griff sich der Franzose an den linken Oberschenkel und musste den Platz wieder verlassen. Für ihn wurde Thomas Müller eingewechselt. Karim Rekik (84.) erwischte nach einem Zweikampf Robert Lewandowski mit dem Arm am Hals - der Schiedsrichter wertete dies als Tätlichkeit und zeigte dem Berliner die Rote Karte.

Kingsley Coman
REUTERS

Kingsley Coman

Borussia Mönchengladbach - VfL Wolfsburg 0:3 (0:1)

Die besten Torchancen der ersten Hälfte hatten die Gastgeber. In der 26. Minute traf Florian Neuhaus nach einer Flanke von Thorgan Hazard die Latte. Nur eine Minute später hatte wieder Neuhaus die Führung auf dem Fuß. Seinen Schuss auf das leere Tor der Wolfsburger lenkte Robin Knoche in höchster Not noch mit dem Kopf über den Kasten.

Das 1:0 erzielte schließlich aber der VfL - und zwar mit seinem ersten Torschuss. Josip Brekalo spielte auf Jérôme Roussillon, der für Yannick Gerhardt querlegte. Der Mittelfeldspieler traf den Ball nicht mal richtig, sein Schuss landete trotzdem im Netz (38.). Admir Mehmedi (68.) erhöhte nach einem langen Abschlag von Koen Casteels auf 2:0. Aus kürzester Distanz vergab Hazard (75.) die Chance zum Anschlusstreffer. Mit dem Kopf erzielte Mehmedi (83.) sein zweites Tor. Der Auswärtssieg bringt Wolfsburg mit 38 Punkten vorläufig auf Rang fünf, Gladbach bleibt Dritter.

SC Freiburg - FC Augsburg 5:1 (3:0)

Keine zehn Minuten waren gespielt, da trat Freiburgs Torhüter Alexander Schwolow in ungewohnter Rolle in Erscheinung - als Vorbereiter. Seinen langen Abstoß wollte Rani Khedira wegschlagen, doch der Augsburger trat am Ball vorbei. Nils Petersen nutzte den Fehler aus und traf aus der Drehung zum 1:0 (9. Minute). Das 2:0 erzielte der von Hoffenheim ausgeliehene Vincenzo Grifo mit einem Freistoß aus gut 20 Metern Distanz (30.). Er war selbst zuvor gefoult worden. Grifo und Petersen, die beiden taten sich dann zum dritten SC-Tor zusammen: Ecke Grifo, Kopfball Petersen - 3:0 nach 44 Minuten. Kurz danach vergab Grifo sogar noch eine Großchance zum 4:0.

Das nächste Tor machte dann zwar der FCA, Khedira verkürzte kurz nach der Pause (52.), aber Freiburg ließ sich davon nicht bremsen. Luca Waldschmidt war der nächste Torschütze (64.) zum 4:1. Eine Minute später traf Augsburg durch Michael Gregoritsch den Pfosten. Es hätte vielleicht nochmal spannend werden können, denn Freiburg ließ in der zweiten Hälfte deutlich nach. Florian Niederlechner traf dann noch zum 5:1-Endstand (85.). Durch den Sieg liegt der SC mit 27 Punkten vorerst auf Platz zwölf, Augsburg auf Platz 15.

Amir Abrashi, Lukas Kübler, Vincenzo Grifo, Janik Haberer und Luca Waldschmidt (von links nach rechts)
DPA

Amir Abrashi, Lukas Kübler, Vincenzo Grifo, Janik Haberer und Luca Waldschmidt (von links nach rechts)

Mainz 05 - Schalke 04 3:0 (1:0)

Mainz ist nicht Manchester City - aber auch die 05er schafften es mit konsequentem Pressing, Schalke richtig unter Druck zu setzen. Von Anfang an erspielte sich der Gastgeber gute Chancen, Karim Onisiwos Treffer nach 18 Minuten war keine Überraschung. Zuvor hatte Danny Latza von Daniel Caligiuri den Ball erobert. Schalke gelang erstaunlich wenig, erst in der 43. Minute hatte das Team die erste Chance: Matija Nastasic köpfte nach einer Freistoßflanke, Mainz-Keeper Florian Müller parierte.

Mainz blieb über die gesamte Spielzeit die bessere Mannschaft, Schalke machte es den Gastgebern aber auch sehr leicht. Beim 2:0 ging Jean-Philippe Mateta stark hoch zum Kopfball (73.) - der Franzose stand aber auch völlig frei vor dem Tor des Gegners. Onisiwo erhöhte mit seinem zweiten Treffer noch auf 3:0 (85.). Mainz liegt mit 30 Punkten im soliden Mittelfeld der Liga. Schalke (23 Punkte) hingegen rutscht Richtung Relegationsplatz ab.

luk/mrk



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Seite 1
spon1899 23.02.2019
1.
Lewandowski und Rekik gehen zusammen zu Boden. Stehen zusammen auf und rasseln nochmal aneinander. Rekik kriegt glatt rot (??) und Lewandowski, der sich lächerlicherweise ins nicht getroffene Gesicht fasst, kriegt gar nix. Der Videoschiri greift nicht ein. Das ist so absurd, dass es schon witzig ist. Noch witziger werden jetzt die Wahrheitsumdeuter hier im Forum sein.
Nonvaio01 23.02.2019
2. extrem spannend
FCB und BVB streiten sich um platz 1. Dahinter sind nun 4 teams die sich um 2 CL plaetze streiten dank der niederlage Gladbachs. Dann geht es sogar runter bis platz 9 fuer die EL plaetze, und Schalke hat sich entschieden den abstiegkampf spannend zu machen.
spon1899 23.02.2019
3.
Sauberer Abgang von Heidel im sky-Interview. Hat er gut gemacht.
stoffi 23.02.2019
4.
Zitat von spon1899Lewandowski und Rekik gehen zusammen zu Boden. Stehen zusammen auf und rasseln nochmal aneinander. Rekik kriegt glatt rot (??) und Lewandowski, der sich lächerlicherweise ins nicht getroffene Gesicht fasst, kriegt gar nix. Der Videoschiri greift nicht ein. Das ist so absurd, dass es schon witzig ist. Noch witziger werden jetzt die Wahrheitsumdeuter hier im Forum sein.
ne,ne ne, so wie es gern hätten wars dann doch nicht. Hätte er Lewa nicht gefrustet gestossen, was gut in der Zeitlupe zu erkennen war, und was Herr Gagelmann bei genauer Betrachtung erkannte, hätte es auch kein rot gegeben. Immer fair bleiben, das war schon ok. Herta hat ein gutes Spiel gemacht und der FCB hatte viel Mühe, diesen Sieg nach hause zu bringen.
schlunzepunz 23.02.2019
5. Kein Fall für den VAR
Zitat von spon1899Lewandowski und Rekik gehen zusammen zu Boden. Stehen zusammen auf und rasseln nochmal aneinander. Rekik kriegt glatt rot (??) und Lewandowski, der sich lächerlicherweise ins nicht getroffene Gesicht fasst, kriegt gar nix. Der Videoschiri greift nicht ein. Das ist so absurd, dass es schon witzig ist. Noch witziger werden jetzt die Wahrheitsumdeuter hier im Forum sein.
Die rote Karte ist m.E. auch eine harte Entscheidung. Da der Schiedsrichter die Situation jedoch gesehen und im Rahmen seines Ermessensspielraumes das Vergehen mit rot geahndet hat, gab es für den VAR keinen Grund einzugreifen.
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