Fußball-Bundesliga Bayern siegt nach 0:2-Rückstand, Petersens Traumtor trifft den BVB

Kurz sah es so aus, als würde der FC Bayern tatsächlich ein Bundesligaspiel verlieren. Dann drehten die Münchner gegen Hoffenheim auf. Der HSV punktete beim Hollerbach-Debüt. Das schönste Tor des Tages fiel in Dortmund.

AP

Bayern München - TSG Hoffenheim 5:2 (2:2)

Zum zweiten Mal in Folge drohte dem FC Bayern das erst zweite sieglose Spiel unter Trainer Jupp Heynckes seit dessen Rückkehr im Oktober. Doch wie schon in der Vorwoche gegen Bremen (4:2) konnten die Münchner auch gegen Hoffenheim einen Rückschlag abwenden. Durch den Erfolg bleibt der Rekordmeister mit 16 Punkten Vorsprung Tabellenführer.

Der Mann der Anfangsphase war ein Münchner, der für die TSG spielt: Serge Gnabry, beim FC Bayern unter Vertrag und seit Sommer an Hoffenheim verliehen, holte bereits nach zwei Minuten einen Strafstoß gegen Joshua Kimmich heraus. Gnabry selbst scheitert dann zwar an Sven Ulreich, den Nachschuss von Mark Uth konnte Bayerns Keeper aber nicht abwehren (3. Minute). Wenig später erhöhte Gnabry per Distanzschuss auf 2:0 (12.).

Das stachelte die bis dahin lethargisch wirkenden Münchner an. Die Folge: Tore von Robert Lewandowski (21.) und Jérôme Boateng (25.) noch vor der Pause. In der zweiten Halbzeit folgte der nächste Doppelschlag: Kingsley Coman (63.) und Arturo Vidal (66.) trafen kurz nacheinander, Ex-Hoffenheim-Stürmer Sandro Wagner setzte den Schlusspunkt (90.).

Borussia Dortmund - SC Freiburg 2:2 (1:1)

Die Personalie Pierre-Emerick Aubameyang überstrahlte beim BVB vor dem Duell mit Freiburg alles andere. Gegen den SC stand der wechselwillige Stürmer in der Startelf, sein womöglich letzter Auftritt im Dortmund-Trikot verlief aber unauffällig. In den Fokus spielte sich ein anderer Angreifer: Nils Petersen.

Der Freiburger erzielte gegen den BVB beide SC-Treffer (21., 68.), vor allem der zweite war ein echtes Highlight: Nach einem Ballverlust von Dortmunds Nuri Sahin schoss Petersen den Ball aus mehr als 30 Metern über Keeper Roman Bürki hinweg ins Tor. Dass es für seine Mannschaft nicht zum zweiten Sieg hintereinander langte, lag an der Dortmunder Schlussoffensive und dem Treffer von Jeremy Toljan, der in der Nachspielzeit den Ausgleich erzielte (90.+3). Zu Spielbeginn hatte Shinji Kagawa den BVB in Führung gebracht (10.).

RB Leipzig - Hamburger SV 1:1 (1:1)

Der HSV hat beim Debüt von Trainer Bernd Hollerbach einen Achtungserfolg gelandet. Der Coach, der am vergangenen Montag Markus Gisdol beerbt hatte, veränderte die Mannschaft taktisch und personell, das bessere Team war aber trotzdem Leipzig. Allein vor dem Tor zeigten die Gastgeber Nerven. Einzig Bruma traf für RB - unter Mithilfe einer chaotischen HSV-Defensive (9.). Mit seinem ersten Schuss überhaupt gelang Hamburg der Ausgleich durch Filip Kostic (30.). Der Treffer fiel aus stark abseitsverdächtiger Position, dennoch schritt der Video-Schiedsrichter nicht entscheidend ein. Hamburg bleibt nach dem Remis 17., Leipzig ist Vierter.

VfB Stuttgart - FC Schalke 04 0:2 (0:2)

Schalke ist beim heimstarken VfB der erste Rückrundensieg gelungen. In Stuttgart war bereits früh klar, dass die Gäste gewinnen würden. Erst traf Naldo per Kopf nach einer Freistoßflanke (14.), dann erhöhte Amine Harit per verwandeltem Strafstoß (19.). Der VfB hatte zwar viel Ballbesitz, gab bis zur Pause aber nur einen Schuss ab. Trotz einer in der Offensive deutlich verbesserten Leistung konnte Stuttgart auch nach der Pause nicht verkürzen. Durch den Erfolg verdrängt Schalke Frankfurt von Platz zwei, Stuttgart bleibt auf Platz 15.

1. FC Köln - FC Augsburg 1:1 (1:0)

Der Tabellenletzte Köln hat den vierten Sieg hintereinander knapp verpasst. Milos Jojic traf für den offensiv ausgerichteten FC durch einen direkt verwandelten Freistoß (40.). Caiuby sicherte Augsburg mit seinem Ausgleichstreffer das Remis (77.). Trotz des verpassten Erfolgs mischt Köln im Kampf um den Klassenerhalt wieder mit. Der Rückstand auf Bremen auf dem Relegationsrang beträgt drei Punkte. Allerdings spielt Werder noch am Abend gegen Hertha BSC (18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE).

mon

insgesamt 64 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
skeptikerjörg 27.01.2018
1. Oh, mein Gott BVB
Glückliches Unentschieden durch Duseltor in der Nachspielzeit. Davor leider hilflos, ideenlos, chancenlos. Gut gegen Freiburg tun sich auch andere schwer, aber dass man sie überhaupt nicht mal in Schwierigkeiten bringen konnte ist schon schlimm. Niemand, der das Spiel aus der Abwehr eröffnen kann und bis sie dann den Ball nach vorne getragen hatten, standen die zwei Freiburger Ketten wieder bombensicher. Keine Pässe in die Tiefe, die ankamen, daher nutzten auch drei superschnelle Stürmer nichts, da niemand sie einsetzte. Gefühlt mehr Rückpässe als solche in oder an den Freiburger Strafraum, und dann geht auch noch ein Petersen zwischen so einen Rückpass aus Hilflosigkeit und macht ein Traumtor. Was soll man als Fan da noch sagen? Glück gehabt, dass noch ein Punkt in Dortmund geblieben ist - unverdient.
sebas14 27.01.2018
2. Bvb
Typischer BVB Dusel! Der Schiedsrichter hat so lange spielen lassen bis der BVB den Ausgleich geschossen hat! Skandal!!!! ;-)
ich-geb-auf 27.01.2018
3. Bayern ist zwar stark..
..aber die anderen sind einfach zu schwach! Die 16 Punkte kommen nur daher, weil die Verfolger nicht konstant gewinnen.
Oihme 27.01.2018
4. Das einzig Positive ...
... am Spiel im Westfalenstadion war der "Punktgewinn" in letzter Minute. Schwaches, uninspiriertes BVB-Spiel, aber den Tore Frreiburgs ging nicht einmal so etwas wie eine wirkliche Chance voraus. Solche Tore gelingen denen auch nicht alle Tage! Unfassbar!
Franke aus Hamburg 27.01.2018
5. Daumen hoch.
Gutes Spiel des HSV gegen starke Bullen. Das Ergebnis geht in Ordnung. Diese Saison wird es ein Abstiegskrimi und ich glaube, dass der HSV am Ende nicht absteigt. Warum auch? Hat's ja noch nie gegeben.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.