Bundesliga Bayern siegt mühelos gegen Werder

Ungefährdeter Erfolg für den Rekordmeister: Der FC Bayern München hat gegen Werder Bremen einen deutlichen Sieg eingefahren. Dabei konnte der Klub sogar Stammspieler für die Champions League schonen.

DPA

Der FC Bayern München hat am 26. Spieltag ohne Mühe gewonnen. Beim 5:0 (2:0)-Erfolg gegen Werder Bremen war die Partie bereits zur Halbzeit entschieden. Die Treffer für die Münchner erzielten zweimal Thiago und Thomas Müller sowie Robert Lewandowski.

Im Hinblick auf das wichtige Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale gegen Juventus Turin am Mittwoch (20.45 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE) erlaubte Josep Guardiola einigen Spielern eine Pause. So standen Robert Lewandowski und Douglas Costa nicht in der Startformation, Arjen Robben war gar nicht erst im Kader. Mario Götze feierte in Bayerns Offensive sein Comeback. Der Weltmeister hatte zuletzt am 5. Oktober ein Bundesligaspiel bestritten. Bremen musste auf die gesperrten Zlatko Junuzovic und Clemens Fritz verzichten, zudem fiel Claudio Pizarro verletzungsbedingt aus.

Der deutsche Meister zog von Beginn an sein dominantes Spiel auf. Schon nach 70 Sekunden kam Kingsley Coman nach einem Zuspiel von Philipp Lahm aus sieben Metern zum Abschluss. So war es nicht verwunderlich, dass der Tabellenführer, der zuletzt zwei Bundesligaspiele nicht gewonnen hatte, früh in Führung ging. Nach einer Flanke von Coman vollstreckte Thiago aus kurzer Distanz (9. Minute). Für den Spanier war es der erste Bundesligatreffer seit Februar 2014.

Drei Minuten zuvor hatte der Gast seine einzige Chance vergeben. Jannik Vestergaard kam nach einer Ecke frei zum Kopfball, doch Manuel Neuer konnte den Versuch des 1,99 Meter großen Innenverteidigers problemlos fangen.

Müller trifft doppelt

Bayern erspielte sich im Minutentakt Chancen. Franck Ribérys Schuss aus 25 Metern verfehlte das Tor nur knapp, beim Versuch von Götze eine Minute später parierte Felix Wiedwald glänzend (22.). Nach einer schönen Einzelaktion passte Coman den Ball an den Fünfmeterraum, dort wartete Müller und versenkte den Ball zum 2:0 im Tor (31.).

Es war das 18. Saisontor des Nationalspielers, der damit den Rückstand auf Robert Lewandowski (23) und Pierre-Emerick Aubameyang (22) verkürzte. Noch vor der Pause hätten Thiago (40.) und Ribéry das 3:0 erzielen können (45.).

Auch nach Wiederbeginn bot sich den Zuschauern in der ausverkauften Arena das gleiche Bild. Bayern drängte auf den dritten Treffer, musste sich allerdings nach guten Chancen von Götze (47.), Thiago (50.), Rode (56.) und Coman (61.) zunächst noch gedulden. Bremen kam zu keiner einzigen gefährlichen Gelegenheit und konnte mit dem Ergebnis bis dahin sehr zufrieden sein.

In der 66. Minute traf dann erneut Müller. Nach einem Eckball von Thiago nahm Ribéry den Ball aus 20 Metern direkt, Wiedwald konnte den Schuss zunächst noch parieren, beim Nachschuss von Müller aus sechs Metern war der 25-Jährige aber machtlos.

Kurz vor dem Ende erhöhten Lewandowski und Thiago auf 5:0 (86./90.). Auf dem Weg zur historischen vierten Meisterschaft in Folge hat der Klub damit vorübergehend acht Punkte Vorsprung auf Dortmund. Der BVB kann morgen allerdings gegen Mainz (17.30 Uhr, High-Liveticker SPIEGEL ONLINE) wieder verkürzen.

FC Bayern München - Werder Bremen 5:0 (2:0)
1:0 Thiago (9.)
2:0 Müller (31.)
3:0 Müller (66.)
4:0 Lewandowski (86.)
5:0 Thiago (90.)

Bayern München: Neuer - Lahm, Kimmich (67. Rafinha), Benatia, Alaba - Xabi Alonso - Coman, M. Götze (54. Rode), Thiago, Ribéry - T. Müller (74. Lewandowski)

Werder Bremen: Wiedwald - Gálvez, Vestergaard, Djilobodji - Gebre Selassie, S. Garcia - Yatabaré, Grillitsch, Veljkovic (46. Lorenzen), Öztunali (46. Kleinheisler) - Ujah

Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Guido Winkmann
Gelbe Karten: Ribéry, Gebre Selassie, Garcia



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insgesamt 33 Beiträge
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Seite 1
tobo5824-09 12.03.2016
1. Schade
Schade, dass Werder von Beginn an nur auf Schadensbegrenzung aus war und nicht seine zuletzt bewiesene Auswärtsstärke abrufen wollte - so wie jüngst gleich zwei Mal in Leverkusen. Matthäus hatte schon in der Halbzeiteinschätzung recht: Werder hat sich verweigert. Die Einstellung und die daraus resultierende Leistung waren nicht bundesligatauglich. Ich hoffe nur, Skripnik sagt nicht wieder: "Wir sind stolz auf das 0:5". Aber ok, seine Saisonziele erreicht man nicht in München, und ich wünsche Werder von Herzen, dass sie mit dem Abstieg nix zu tun haben. Denn die Mannschaft, der Verein, die Fans und die Stadt sind äußerst bundesligatauglich.
Greg84 12.03.2016
2.
Insgesamt souverän runtergespielt. Schade, dass Lewandowski nicht von Anfang an gespielt hat, das hätte ihm im Kampf um die Torjägerkanone durchaus helfen können. Von Werder war das ohne Frage nichts aber was will man erwarten, wenn schon der Kapitän zeigt, dass man Angst vor den Bayern hat und sich eine Geldsperre abholt. Coman war heute für mich Mann des Spiels.
mulli3105 12.03.2016
3. Angsthasenfußball
von Bremen, mir unverständlich. Wenn sie den Kampf angenommen hätten, wäre ein 5:0 aus Sicht der Fans ein Riesenunterschied gewesen. Mainz hat es eine Woche vorher vorgemacht, wie man einen übermächtigen Gegner besiegen kann. Aber was soll man von einem Team erwarten, wenn sich Spieler gelbe Karten abholen um angeblich fit für das übernächste Spiel zu sein. Und dafür noch 20.000€ pro Kopf Strafe bezahlen - an Peinlichkeit nicht zu toppen. Schade ums Eintrittsgeld
danubius 12.03.2016
4. Training in Trikots
Werder könnte es besser - schade nur, dass die Spieler sich weitgehend defensiv präsentierten und als Team mehr oder weniger nicht zusammen spielten - einzelne Spieler ausgenommen. Insofern ist das 5:0 eine verdienter Sieg für meine Bayern mit Signalwirkung an Juve und an auch das DFB-Halbfinalspiel gegen: Bremen ...
Attila2009 12.03.2016
5.
Zitat von mulli3105von Bremen, mir unverständlich. Wenn sie den Kampf angenommen hätten, wäre ein 5:0 aus Sicht der Fans ein Riesenunterschied gewesen. Mainz hat es eine Woche vorher vorgemacht, wie man einen übermächtigen Gegner besiegen kann. Aber was soll man von einem Team erwarten, wenn sich Spieler gelbe Karten abholen um angeblich fit für das übernächste Spiel zu sein. Und dafür noch 20.000€ pro Kopf Strafe bezahlen - an Peinlichkeit nicht zu toppen. Schade ums Eintrittsgeld
Für mich war das gar nicht unverständlich sondern schon vorige Woche klar als die beiden wichtigsten Leute ihre gelben Karten "abholten " und nachdem auch Pizarro sich "abgemeldet " hat war doch klar was da kommen würde. Vielleicht hat Bremen taktisch auch an das Pokalhalbfinale gedacht , wer weiß ?
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