Fußball-Bundesliga Bayern verspielen Zwei-Tore-Führung gegen Wolfsburg

Eine 2:0-Pausenführung hat nicht gereicht: Der FC Bayern ist gegen den VfL Wolfsburg nicht über ein Unentschieden hinausgekommen. FCB-Keeper Sven Ulreich patzte, VfL-Trainer Martin Schmidt wechselte geschickt.

DPA

Der FC Bayern hat zum Auftakt des sechsten Bundesliga-Spieltags 2:2 (2:0) gegen den VfL Wolfsburg gespielt. Robert Lewandowski brachte den Rekordmeister in der ersten Hälfte durch einen umstrittenen Foulelfmeter in Führung (33. Minute), Arjen Robben erhöhte noch vor der Pause auf 2:0 (43.). Nach Wiederanpfiff erzielte Maximilian Arnold den Anschlusstreffer (56.), Daniel Didavi traf zum Ausgleich für die Gäste (83.).

Durch das Remis liegt das Team von Trainer Carlo Ancelotti weiter auf dem zweiten Platz. Tabellenführer Borussia Dortmund kann den Vorsprung durch einen Sieg am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky) auf drei Punkte ausbauen. Wolfsburg befindet sich mit sechs Punkten auf dem elften Platz.

Die Bayern taten sich in der ersten halben Stunde schwer, Wolfsburg verteidigte kompakt und ließ kaum Torchancen zu. Doch dann entschied Schiedsrichter Christian Dingert nach einem vermeintlichen Foul von Marcel Tisserand an Lewandowski auf Elfmeter. Die Entscheidung war zwar hart, da ein Kontakt vorlag jedoch vertretbar. Der polnische Nationalspieler trat selbst an und verwandelte souverän. Es war bereits der siebte Saisontreffer des 29-Jährigen.

Bis zum Führungstreffer hatten die Münchner lediglich zwei Gelegenheiten durch Joshua Kimmich (2.) und Jérôme Boateng (4.). Beide Versuche konnte die VfL-Abwehr jedoch klären.

Kurz vor dem Pausenpfiff schloss Robben von der Strafraumgrenze ab. Der Ball wurde von Rafinhas Bein abgefälscht und landete im Wolfsburger Tor - Keeper Koen Casteels war chancenlos.

Robben und Ribéry verpassen die Entscheidung

In der zweiten Hälfte hatten die Bayern durch Arjen Robben (47., 58.) zwei aussichtsreiche Chancen, doch das Tor erzielte Wolfsburg: Arnold traf mit einem Freistoß aus rund 30 Metern Entfernung, Bayerns Torhüter Sven Ulreich wollte den Schuss mit einer Hand parieren und ließ den Ball ungeschickt ins Tor passieren.

In der Folge verpassten die Münchner die Entscheidung: Robben direkt nach Arnolds Treffer (58.) und Franck Ribéry (78.) vergaben gute Möglichkeiten. Stattdessen traf erneut Wolfsburg: Didavi köpfte nach einer Flanke von Paul Verhaegh ins Tor des FCB - diesmal hatte Ulreich keine Abwehrchance. Es blieb beim 2:2.

Am kommenden Mittwoch treten die Münchner in der Champions League bei Paris Saint-Germain an (20.45 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky).

FC Bayern - VfL Wolfsburg 2:2 (2:0)
1:0 Lewandowski (Foulelfmeter/33.)
2:0 Robben (43.)
2:1 Arnold (56.)
2:2 Didavi (83.)
München: Ulreich - Kimmich, Boateng, Hummels, Rafinha - Rudy, Vidal (63. Tolisso) - Robben (86. Rodríguez), Müller, Ribéry (86. Coman) - Lewandowski
Wolfsburg: Casteels - Verhaegh, Tisserand, Uduokhai, Itter - Camacho (73. Didavi) - Guilavogui, Arnold - William (46. Blaszczykowski), Malli - Origi (85. Bazoer)
Schiedsrichter: Dingert
Zuschauer: 75.000 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Vidal - Tisserand, William

mru



insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
brainbrumm 22.09.2017
1. Hoffentlich
steckt bayern nicht in einer krise?
bloßmolwassage 22.09.2017
2. Den Elfmeter
kann man geben. Nur gehört sowas dann z.B. auch beim F.C. Freiburg gepfiffen.
Nonvaio01 22.09.2017
3. Man sollte
auch erwaehnen das der Freistoss zum 2-1 eine totale fehlentscheidung war. Ich schaue das in Iralnd, und ie kommentatoren sind wirklich neutral, die sagten beide das der Elfmeter voellig correct war, und der freistoss eine fehlentscheidung. Zum spiel....dummheit gehoert bestraft....mehr muss man nicht sagen.
gruenweiß 22.09.2017
4. Hochmut ...
... kommt vor dem Fall. Das gilt auch für die arrogante SPON-Liveticker Berichterstattung. Gratulation nach Wolfsburg!
Barças Superstar 22.09.2017
5. Spannung
Hatte schon gedacht, dass nach dem 5. Spieltag alle Tabellenplätze +/- ein Platz vergeben wären (Ausnahme EffZeh). Der Liga kann es nur gut tun und man kann das auch sagen ohne als Bayernhasser zu gelten.
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