Sieg gegen Hoffenheim Schalke zieht vorerst mit Dortmund gleich

Breel Embolo traf doppelt, doch nur ein Tor zählte: Schalke hat gegen Hoffenheim gewonnen und ist vorerst punktgleich mit dem BVB - auch dank eines schweren Abwehrfehlers von Kevin Vogt.

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Der FC Schalke hat 2:1 (1:0) gegen die TSG 1899 Hoffenheim gewonnen. Durch den ersten Sieg nach zwei Niederlagen hintereinander schaffte S04 vorerst den Sprung auf Tabellenplatz fünf. Schalke ist aktuell punktgleich mit Dortmund, der BVB kann am Sonntag (18 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) durch einen Sieg in Gladbach aber wieder davonziehen. Thilo Kehrer (11. Minute) erzielte die Führung für Schalke, Breel Embolo legte nach (28.). Der Video-Assistent verhinderte einen Doppelpack des Schweizers. Andrej Kramaric gelang nur noch der Anschlusstreffer (78.).

Schalke gelang früh der erste Treffer: In Folge einer Ecke köpfte Leon Goretzka den Ball zurück in den Fünfmeterraum, dort erzielte Thilo Kehrer sein erstes Saisontor (11.). S04 legte schnell nach, Embolo traf aus spitzem Winkel im Duell gegen Hoffenheims Keeper Oliver Baumann. Doch der Video-Assistent hatte die Abseitsposition von Embolo am rechten Flügel beim Abspiel von Alessandro Schöpf gesehen. Nach dem Videobeweis entschied Schiedsrichter Benjamin Brand: Das Tor zählt nicht - zu Recht.

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Schalkes Sieg gegen Hoffenheim: Videobeweis? Egal!

Embolo kam allerdings doch noch zu seinem Treffer, er profitierte von einem schweren Fehler von Kevin Vogt: Der Innenverteidigers spielte Embolo einen fahrlässigen Querpass genau in den Fuß. Der Schalker schob aus wenigen Metern ins Tor ein (28.). Von Hoffenheim war offensiv nicht viel zu sehen. Die beste Möglichkeit hatten die Gäste kurz vor der Halbzeitpause: Nach einer Flanke durch Nico Schulz von der Strafraumgrenze rutschte Pavel Kaderábek jedoch am zweiten Pfosten weg.

Erst in der Schlussphase erhöhte die TSG den Druck - und wurde belohnt: Kramaric erzielte per Kopf den Anschlusstreffer (78.). Trotzdem reichte es nicht mehr zu einem Punktgewinn. Hoffenheim verpasste damit den Sprung ins obere Tabellendrittel. Bei einem Gladbacher Punktgewinn am Sonntag könnte das Team von Trainer Julian Nagelsmann sogar noch auf Platz zehn abrutschen.

FC Schalke 04 - TSG 1899 Hoffenheim 2:1 (2:0)
1:0 Kehrer (11.)
2:0 Embolo (28.)
2:1 Kramaric (78.)
Schalke: Fährmann - Kehrer, Naldo, Nastasic - Schöpf (90.+6 Oczipka), Goretzka, Stambouli, Caligiuri - Di Santo (75. Pjaca) - Embolo (83. Harit), Burgstaller
Hoffenheim: Baumann - Bicakcic (58. Zulj), Vogt, Benjamin Hübner - Grillitsch, Amiri (67. Rupp) - Kaderabek, Schulz (52. Zuber) - Uth, Szalai, Kramaric
Schiedsrichter: Brand, Bicakcic, Voft
Gelbe Karten: Schulz, Bicakcic, Vogt, Grillitsch - Goretzka, Burgstaller
Zuschauer: 60.000

ngo



insgesamt 4 Beiträge
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derjonny 17.02.2018
1. verletzter Linienrichter
Liebe Schalkefans, was war denn da bitte zu vernehmen, als in der zweiten Halbzeit der Linienrichter sich verletzt hat? Hoffe mal, dass sich die meisten von euch davon distanzieren, oder? Für all die, die solche Sprechchöre anstimmen, hätte ich mich jedenfalls sehr über den nicht mal unverdienten Hoffenheimer Ausgleich gefreut. Dem Linienrichter wünsche ich jedenfalls alles Gute für eine schnelle Genesung.
Klangstof 18.02.2018
2. Glücklicher Sieg am Ende und Danke an "derjonny"...
Wenn ich die Statistik betrachte (9:12 Torschüsse, ZK Quote 51/49, Passquote Schalke 69 %), dann ist das eine mäßige Bilanz, aber es reicht nunmal für den 3er. So ist der Bundesligafußball in diesen Zeiten: Gegen den Ball gut arbeiten, Raumverdichtung, regelmäßiges Angriffs- und Mittelfeldpressing, Balleroberungen zum Umschalten effektiv nutzen etc..). Das ist alles in Ordnung und legitim. Was mich aber grundsätzlich tierisch ärgert und leider auch nicht im Artikel erwähnt wird (und wo ich "derjonny" absolut zustimme), sind diese "Steh auf Du Sau" und "Auf Wiedersehen"-Gesänge gegenüber dem verletzten Schiedsrichterassistenten. Das ist nichts anderes als ein Ausdruck für die Verrohung der Gesellschaft. Dieses proletenhafte Verhalten wird als legitim angesehen, da es ja eben Volksport Fußball ist und jeder, der das kritisiert, wird als "Mimimi"-Hansel verunglimpft. Ob Gaffer bei Unfällen, bei denen Sterbende abgefilmt werden oder so ein dreckiges Verhalten von der Tribüne: Wir sollten alle mal darüber nachdenken, in welchen Zeiten wir leben und was dieser negative Zeitgeist für den Zusammenhalt bzw. das Zwischenmenschliche allgemein bedeutet. Anstand und Respekt/Fair Play (ein Kernelement im Sport allgemein) werden nur noch mit Füßen getreten. Ekelhaft!
Pudi 18.02.2018
3. Passt schon
Zitat von derjonnyLiebe Schalkefans, was war denn da bitte zu vernehmen, als in der zweiten Halbzeit der Linienrichter sich verletzt hat? Hoffe mal, dass sich die meisten von euch davon distanzieren, oder? Für all die, die solche Sprechchöre anstimmen, hätte ich mich jedenfalls sehr über den nicht mal unverdienten Hoffenheimer Ausgleich gefreut. Dem Linienrichter wünsche ich jedenfalls alles Gute für eine schnelle Genesung.
Das passt auf Schalke schon alles gut zusammen. Beobachten sie mal den Schalker Trainer an der Seitenlinie. Bei jeder Aktion gegen seine Truppe, ständig diese Handzeichen, wo er eine Karte für den Gegner fordert. Wenn einer seiner Spieler dann mal wieder in Marterial Arts-Manier den Gegner umsenst, mit aufgerissenen Augen und mit der "hat doch den Ball gespielt" Geste gen Schiri gestikulieren. Unerträglich dieser Typ, unsportlich bis zum geht nicht mehr. Und sie wundern sich über das Volk auf den Rängen? Das passt schon alles auf Schalke.
alt-er 19.02.2018
4. Schalke wie es Krakelt
Ich sehe das mit diesem Trainer genau so, er lamentiert-reklamiert und Fairplay geht in der Turnhalle nun mal gar nicht... Der Verein wird immer unsymphatischer und wenn man mal die letzten Ergebnisse sieht Krampf und Massel .
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