Gedenken an verstorbenen Manager Schalke 04 will Straße nach Assauer benennen

Neben einer öffentlichen Trauerfeier möchte der FC Schalke 04 eine dauerhafte Erinnerung an den verstorbenen Rudi Assauer schaffen. Auch beim Rivalen in Dortmund ist ein Gedenken geplant.

Tausend-Freunde-Mauer vor der Veltins Arena
DPA

Tausend-Freunde-Mauer vor der Veltins Arena


Bundesligist Schalke 04 möchte eine Straße nach seinem verstorbenen Ex-Manager Rudi Assauer benennen. Das gab der Verein bekannt und verriet seine konkreten Pläne, den Arenaring in den "Rudi-Assauer-Ring 1" umzutaufen. Voraussetzung wäre eine Zustimmung der Stadt Gelsenkirchen, die der Verein wegen dieses Anliegens kontaktieren wolle.

Eine Umbenennung des Stadions sei hingegen kein Thema. Zahlreiche Fans hatten die Idee am Mittwoch über soziale Medien thematisiert. Der Verein lehnte Forderungen dieser Art ab und verwies dabei auf den Verstorbenen. "Genau wie wir würde Rudi sich wünschen, dass unser königsblaues Wohnzimmer noch sehr lange Veltins-Arena heißt", schrieb der Verein.

Noch bevor die Pläne zur Umbenennung einer Straße umgesetzt werden, wird Assauer im engsten Familienkreis beigesetzt. Auch den Fans wird die Möglichkeit gegeben, sich von der Vereinslegende zu verabschieden. "Es ist auch klar, dass der Verein eine Trauerfeier machen wird, um Rudi Assauer würdig zu verabschieden", sagte Sportvorstand Christian Heidel, "Termin und Ort werden wir noch bekannt geben."

Assauer war am vergangenen Mittwoch im Alter von 74 Jahren verstorben. Schon beim Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf verabschiedete sich der Verein von ihm, wenige Stunden nachdem Assauers Tod bekannt geworden war. Ab Samstag wird am Eingang der Arena ein Kondolenzbuch ausliegen.

Auch Schalkes Revier-Rivale Borussia Dortmund will Assauer gedenken. Beim Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim am Samstag (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE; TV: Sky) wird die BVB-Mannschaft mit Trauerflor auflaufen. Zudem wird es vor dem Anpfiff eine Gedenkminute geben. Assauer ist nicht nur auf Schalke eine Legende, sondern verbrachte zuvor als Spieler eine lange und erfolgreiche Zeit in Dortmund. Sechs Jahre lang spielte er in Schwarz-Gelb und holte mit dem Verein 1966 den Europapokal der Pokalsieger.

tip/sid

Mehr zum Thema


insgesamt 17 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Gegenanflug27 08.02.2019
1. Wir ???
"Genau wie wir würde Rudi sich wünschen, dass unser königsblaues Wohnzimmer noch sehr lange Veltins-Arena heißt", schrieb der Verein. Wer sind diese "Wir", die dem Verstorbenen, diese Worte in den Mund legen. Da kann es sich nur um den Beamtenstab, um den Verwalter BlauWeißer Mittelmäßigkeit, Heidel handeln. Das größere "Wir", wir Fans und die, die wissen, wie hoch Rudi für uns einzuschätzen ist, diese "Wir" wollen nicht auf dreckigem Asphalt, auf Rudi herumtrampeln. Alles andere, als die Umbenennung der Arena, ist eine Beleidigung. Seit wenigstens so ehrlich und steht dazu, dass euch die Veltinskohle lieber ist, als BlauWeißes Blut. Heidel Raus !
Oihme 08.02.2019
2. Sie ...
Zitat von Gegenanflug27"Genau wie wir würde Rudi sich wünschen, dass unser königsblaues Wohnzimmer noch sehr lange Veltins-Arena heißt", schrieb der Verein. Wer sind diese "Wir", die dem Verstorbenen, diese Worte in den Mund legen. Da kann es sich nur um den Beamtenstab, um den Verwalter BlauWeißer Mittelmäßigkeit, Heidel handeln. Das größere "Wir", wir Fans und die, die wissen, wie hoch Rudi für uns einzuschätzen ist, diese "Wir" wollen nicht auf dreckigem Asphalt, auf Rudi herumtrampeln. Alles andere, als die Umbenennung der Arena, ist eine Beleidigung. Seit wenigstens so ehrlich und steht dazu, dass euch die Veltinskohle lieber ist, als BlauWeißes Blut. Heidel Raus !
... wissen schon, dass Asshauer eine Veltins-Werbeikone war, oder? Ganz ablehnend scheint er dieser Brauerei und ihren Schecks also nicht gegenübergestanden zu haben Lassen wir das also besser mit der pösen "Veltins-Kohle" und dem von "echten Fans" ins Gegenteil umformulierten Wunsch des Verstorbenen, okay?
compiler 08.02.2019
3.
wenn die PR-Abteilung bei Veltins auch nur einen Anflug von Ahnung hat, müssten die dann nicht sofort für eine gewisse Zeit auf ihre Namensrechte verzichten, wie der Pharmakonzern Merck in Darmstadt während der Saison 16/17.? Bessere PR könnte man doch kaum kriegen.
Gegenanflug27 08.02.2019
4.
Zitat von Oihme... wissen schon, dass Asshauer eine Veltins-Werbeikone war, oder? Ganz ablehnend scheint er dieser Brauerei und ihren Schecks also nicht gegenübergestanden zu haben Lassen wir das also besser mit der pösen "Veltins-Kohle" und dem von "echten Fans" ins Gegenteil umformulierten Wunsch des Verstorbenen, okay?
Weder weiß ich, was Rudi Assauer sich nicht gewünscht hätte, noch wissen Sie, was er sich nicht gewünscht hätte. Das "Wir" der Vereinsführung jedoch, will suggerieren, sie wüssten um den Willen des Verstorbenen - Dieses Verhalten verachte ich ! Das größere Wir der "wahren" Fans, dass ich anspreche, meint die tausende Unterzeichner, der Online-Petitionen, zur Umbenennung der Arena. Dieses "Wir" lässt sich mit Zahlen belegen und zu diesem "Wir" zähle ich mich...
widower+2 08.02.2019
5. Hört doch auf zu streiten
Zitat von Gegenanflug27Weder weiß ich, was Rudi Assauer sich nicht gewünscht hätte, noch wissen Sie, was er sich nicht gewünscht hätte. Das "Wir" der Vereinsführung jedoch, will suggerieren, sie wüssten um den Willen des Verstorbenen - Dieses Verhalten verachte ich ! Das größere Wir der "wahren" Fans, dass ich anspreche, meint die tausende Unterzeichner, der Online-Petitionen, zur Umbenennung der Arena. Dieses "Wir" lässt sich mit Zahlen belegen und zu diesem "Wir" zähle ich mich...
Wer weiß wirklich, was sich Rudi gewünscht hätte oder auch nicht. Eine durchaus angemessene Würdigung in Form einer Umbenennung des Stadions wird es schon aus wirtschaftlichen Zwängen wohl nicht geben. Immerhin kann man auch bei der Veltins-Arena immer den Rudi aus den legendären Werbespots vor Augen haben. Ich wollte auf jeden Fall noch mein herzlichstes Beileid aus Bremen äußern. Als ich Werder-Fan wurde, war Rudi gerade zu Werder gewechselt und Bestandteil der ersten Werder-Elf, an die ich mich bewusst erinnern kann. Die meisten Spiel als Aktiver hat er für Werder bestritten, wo er später zudem Manager und Interimstrainer war. Vielleicht reicht das als Legitimation dafür, dass ich mich in den Streit eines Schalkers und eines Dortmunders einmische. Der "schönste Mann der Bundesliga", zu dem er mal gewählt wurde, bleibt auf jeden Fall ein wichtiger Teil der Vereinsgeschichte von gleich drei großen Traditionsvereinen des deutschen Fußballs. Vielleicht kann man sich auf diesen gemeinsamen Nenner einigen.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.