Niederlage gegen Mainz Leipzig geht die Luft aus

Der Vizemeister steckt in der Krise: Leipzig hat bei Abstiegskandidat Mainz verloren. Für RB war es das fünfte sieglose Pflichtspiel in Folge, für den FSV war es ein Schlüsselerfolg.

Abdou Diallo (l.), Yussuf Poulsen
REUTERS

Abdou Diallo (l.), Yussuf Poulsen


RB Leipzig hat den Anschluss an die Champions-League-Plätze verloren. Durch die 0:3 (0:1)-Niederlage bei Mainz 05 hat der Vizemeister zwei Spieltage vor Saisonende als Sechster (47 Punkte) fünf Punkte Rückstand auf Rang vier.

Für Mainz war der Erfolg besonders wichtig: Dank des Sieges verbesserten sich die Gastgeber vom Relegationsrang auf Platz 14. Der Vorsprung auf den HSV, der auf dem ersten direkten Abstiegsplatz steht, beträgt fünf Punkte. Bedanken durfte sich Mainz bei den Torschützen Pablo de Blasis (29. Minute/Foulelfmeter), Alexandru Maxim (86.) sowie Ridle Baku (90.) - und der schwachen Leipziger Chancenauswertung zu Spielbeginn.

Die erste Hälfte bestand aus zwei völlig verschiedenen Phasen: der bis zum Elfmeter für Mainz, in der Leipzig auf die Führung drängte, und der nach dem Elfmeter, in der die Gäste völlig von der Rolle schienen. Hier war es der FSV, der zu mehr Abschlüssen kam und unter anderem durch Baku den möglichen zweiten Treffer verpasste (34.).

Das Restprogramm von Mainz 05

Spieltag Gegner Heim/Auswärts
33. Borussia Dortmund A
34. Werder Bremen H

Dass Mainz da bereits in Führung lag, hatte das Team erneut De Blasis zu verdanken. Schon beim bislang letzten Mainzer Sieg, dem 2:0 gegen Freiburg, hatte der Argentinier einen Elfmeter verwandelt (und nebenbei auch das zweite 05-Tor erzielt). Gegen RB hatte De Blasis bei seinem Strafstoß Glück: Er platzierte den Ball flach in der Mitte; Leipzigs Torwart Peter Gulácsi sprang nach links, touchierte den Ball aber noch mit den Füßen. Das genügte aber nicht, um ihn abzuwehren.

Zuvor hatte sich nur eine Mannschaft Chancen erspielt: RB. Angetrieben vom starken Ademola Lookman kamen die Gäste zu zwei Gelegenheiten, die mindestens für einen Treffer hätten reichen sollen. Erst legte Lookman nach einem Patzer von Baku den Ball im Strafraum quer, doch Yussuf Poulsen schoss freistehend am Tor vorbei (10.). Dann schickte Lookman Timo Werner in die Tiefe; der Nationalstürmer umkurvte 05-Keeper René Adler, doch seinen Schuss konnte Verteidiger Alexander Hack gerade so vor der Torlinie blocken (11.).

Das Restprogramm von RB Leipzig

Spieltag Gegner Heim/Auswärts
33. VfL Wolfsburg H
34. Hertha BSC A

Wer mit einem Leipziger Sturmlauf nach der Pause rechnete, der sah sich getäuscht. Von RB kam: nichts. Gegen auf Konter lauernde brachte das Team nur einen Abschluss zustande. Mainz dagegen wirkte gefährlich - und traf kurz vor Schluss doppelt. Erst war der eingewechselte Maxim nach Hacken-Ablage von Yoshinori Muto erfolgreich, dann veredelte der 20 Jahre alte Baku sein Bundesligadebüt mit einem Tor. Für den Schlusspunkt sorgte Leipzigs Naby Keïta, nicht mit einem Treffer, sondern per Platzverweis (90+5.).

FSV Mainz 05 - RB Leipzig 3:0 (1:0)
1:0 De Blasis (29., Foulelfmeter)
2:0 Maxim (85.)
3:0 Baku (90.)
Mainz: Adler - Brosinski, Bell, Hack, Diallo - de Jong (83. Maxim) - Gbamin, Baku - Öztunali (71. Holtmann), Muto, De Blasis (80. Onisiwo). - Trainer: Schwarz
Leipzig: Gulácsi - Ilsanker, Orban, Upamecano, Klostermann - Demme, Keïta - Kampl, Lookman (64. Bruma) - Werner, Poulsen (64. Augustin). - Trainer: Hasenhüttl
Schiedsrichter: Dankert (Rostock)
Zuschauer: 30.083
Gelb-Rote Karte: Keïta (Leipzig) wegen wiederholten Foulspiels (90.+5)
Gelbe Karten: Bell (7), Maxim (4) - Poulsen, Orban (5)

mon



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skeptikerjörg 29.04.2018
1. Zielsprint
Das Rennen heißt jetzt also HSV gegen Wolfsburg. Und wenn die desolate Leistung der Wolfsburger der Maßstab für die letzten beiden Spiele ist, könnte der HSV sich tatsächlich noch in die Relegation retten. HSV gegen Kiel; hätte Charme.
il_phenomeno 29.04.2018
2. Rangnick Mannschaft
eine klasse erste Saison, dann wird's schwer weil starallüren aufkommen. mal schauen wie es weitergeht.
joes.world 29.04.2018
3. Hasenhüttl hat seine Verdienste
Keine Frage. Aber nun bräuchte die junge Mannschaft einen Trainerwechsel. Um in der neuen Saison neues versuchen und vor allem lernen zu können. Nach einer bestimmten Zeit kann eine Mannschaft auch des Trainers überdrüssig werden. So scheint es Hasenhüttl und seiner Mannschaft zu gehen. Der Trainer erreicht die seinen nicht mehr. Besser ein Wechsel im Sommer und der Neue kann mit RedBull Leipzig (oder Rasenballgschistiggschasti) schon die Vorbereitung machen, als es muss ein Trainerwechsel im Herbst, während der Meisterschaft, erfolgen. Weil die RB-Verantwortlichen endlich begriffen haben, dass Trainer und Mannschaft nichts Neues und Großes mehr schaffen. Allerdings wird Bayern auf das Duo Trainer & Tormann weiter hoffen. Sind die doch Garant dafür, dass die internationalen Ambitionen der Bullen noch warten müssen.
Augustusrex 29.04.2018
4. Ein Trauerspiel
Ein Trauerspiel, was Leipzig seit einiger Zeit abliefert. So kommt man nicht in die Champions League und so wird man auch kein Bayernjäger. Das schlimmste ist ja, dass sie schon oft bewiesen haben, dass sie es eigentlich besser können.
laimelgoog.0815 29.04.2018
5. Es ist Schade für einen neutralen
Zuschauer zu sehen, wie parteiisch der Video Schiedsrichter agiert. Erst bekommt Mainz einen Elfmeter wo klar zu sehen ist, dass im Strafraum keinerlei Berührung gab. Der Videoassistent soll gerade solche Entscheidungen überprüfen aber sagt nichts. Dietmar Hamann im Sky Studio war genau meiner Meinung. Dann bekommt der Leipziger Poulsen klar im Strafraum einen Ellenbogen in das Gesicht und der Videoschiedsrichter sagt in diesem Fall es war nichts.Wir erinnern uns am Spiel davor wo der Leipziger Forsberg gehalten wird und sich aus der Umklammerung befreien möchte und eine rote Karte mit drei Spielen Sperre erhielt. Man kann zu Leipzig stehen wie man will, aber was in der Rücksaison gerade vom Videoassistent gegen Leipzig entschieden wurde macht schon nachdenklich.
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