Bundesliga Mainz fügt Gladbach nächste Niederlage zu

Der Abwärtstrend ist ungebremst: Mönchengladbach hat auch in Mainz verloren. Nach dem Sieg über Bayern München im November hat die Borussia nur noch ein Spiel gewonnen.

Führungstreffer durch Clemens: Traumtor im Karnevalstrikot
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Führungstreffer durch Clemens: Traumtor im Karnevalstrikot


Ein Tor des ehemaligen Kölners Christian Clemens hat Mainz 05 den ersten Sieg in der Bundesliga seit Anfang Dezember beschert. Der FSV gewann gegen Borussia Mönchengladbach 1:0 und rückte in der Tabelle zunächst auf den sechsten Platz vor. Dagegen droht Gladbach im Verlauf des Wochenendes sogar der Sturz aus den Europa-League-Rängen.

Für Mainz war es das erste Bundesligator, seit Clemens selbst das 3:0 beim Hamburger SV erzielt hatte. Das war am 15. Spieltag gewesen. Die Borussia hat jetzt fünf ihrer sechs Pflichtspiele nach dem Sieg über Bayern München verloren. Nach einem Ballverlust von Ibrahima Traoré hatte Jairo Samperio Clemens bedient. Dieser traf mit einem Schuss aus 20 Metern, der nicht ganz unhaltbar für Gladbachs Keeper Yann Sommer schien (21. Minute).

Bei Mainz hatte es eine Änderung nach der Auftaktniederlage in Ingolstadt gegeben: Yoshinori Muto ersetzte im Angriff Jhon Córdoba. Bei der Borussia brachte André Schubert mit Martin Hinteregger und Jonas Hofmann zwei Winterzugänge in die Startelf, dafür musste Nico Elvedi auf die Bank. Mahmoud Dahoud war wegen einer Handverletzung gar nicht im Kader.

Ausgeglichene Anfangsphase

Die Anfangsphase des Spiels war ausgeglichen. Die Gäste kontrollierten den Ball, aber beide Mannschaften hatten ihre Chancen: Jairo Samperio traf für Mainz mit einem Rechtsschuss das Außennetz, auf der Gegenseite parierte Loris Karius einen Kopfballaufsetzer von Havard Nordtveit aus kurzer Distanz.

Nach 33 Minuten ging Hofmann im Mainzer Strafraum zu Boden. Daniel Brosinski hatte die Hand auf der Schulter des ehemaligen Dortmunders, aber da Hofmann selbst auch klammerte, entschied Schiedsrichter Benjamin Brand nicht auf Foulelfmeter. Hofmann spielte kurz darauf einen schönen Außenristpass in den Lauf von Raffael. Der scheiterte freistehend an Karius.

Kurz vor der Pause spitzelte Lars Stindl den Ball nach einem Freistoß von Traoré nur knapp am Tor vorbei. Auf der Gegenseite verhinderte Yann Sommer mit einer Glanzparade das 2:0 nach einem Schuss von Yunus Malli.

In der zweiten Hälfte passierte zunächst längere Zeit nichts. Es gelang Mainz gut, die Borussia vom eigenen Tor fernzuhalten. Erst nach 72 Minuten gab es wieder einen Gladbacher Abschluss aus dem Strafraum. Der aber war hochgefährlich: Nach einer Flanke von Oscar Wendt köpfte Stindl den auf der Torlinie liegenden Gaetan Bussmann an. Im Nachschuss scheiterte Raffael aus sieben Metern an Karius.

Bei einem Konter hatte der eingewechselte Córdoba drei Minuten vor dem Schlusspfiff noch die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, aber er zielte über die Latte. So blieb es beim knappen und etwas glücklichen Sieg für die Gastgeber.

Mainz 05 - Borussia Mönchengladbach 1:0 (1:0)

Mainz: Karius - Brosinski, Balogun, Bell, Bussmann - Baumgartlinger, Latza - Clemens, Malli (79. Frei), Jairo (89. De Blasis) - Muto (67. Córdoba).

Borussia Mönchengladbach: Sommer - Korb (86. Drmic), Christensen, Hinteregger, Wendt - Nordtveit - Traoré (61. Hazard), Stindl, Johnson, Hofmann (70. Hrgota) - Raffael.

1:0 Clemens (21. Minute)

Gelbe Karten: -/Nordtveit, Korb

Schiedsrichter: Brand

rae



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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
det42 29.01.2016
1. kein Glück für Gladbach
... man hat das Gefühl, all das Glück, das Gladbach mit Schubert in der Hinrunde hatte, wird jetzt aufgezehrt. Ein Unentschieden wäre eigentlich das Mindeste gewesen. Dennoch, Mainz hat auch ein sehr gutes Spiel gemacht... bissig, laufstark und extrem unbequem. Bei Gladbach fehlten dann doch entscheidende Spieler. Es mangelte an einigen Stellen an Sicherheit und Präzision. Traore spielt schon die ganze Saison sehr wechselhaft (hop oder top) und hat diesmal einen rabenschwarzen Tag erwischt. Auch Jonson enttäuschte komplett... Aber Kopf hoch Gladbach, lass dich nicht von den Medien (die mal wieder eine Niederlagen-Fährte aufnehmen) entmutigen !
ma.wittmann65 30.01.2016
2. Gegen Bayern
gehen alle Teams über die Schmerzgrenze. Diese Spiele werden weltweit gesehen. Hier kann man sich auszeichnen und bei einer Superleistung winkt die Chance auf ein Angebot bei einem der grossen Vereine. Man gibt in diesen Spielen alles und da wo man gewinnen sollte, nämlich gegen gleichwertige Gegner verliert man dann meist. Das der Trainerwechsel bei Mönchengladbach nicht lange wirken würde, war doch eigentlich klar. Schubert ist ein guter Trainer, aber eben nur ein guter. Zur Oberliga der Trainer gehört er nicht.
paul5953 30.01.2016
3. Niederlagen
Zitat von ma.wittmann65gehen alle Teams über die Schmerzgrenze. Diese Spiele werden weltweit gesehen. Hier kann man sich auszeichnen und bei einer Superleistung winkt die Chance auf ein Angebot bei einem der grossen Vereine. Man gibt in diesen Spielen alles und da wo man gewinnen sollte, nämlich gegen gleichwertige Gegner verliert man dann meist. Das der Trainerwechsel bei Mönchengladbach nicht lange wirken würde, war doch eigentlich klar. Schubert ist ein guter Trainer, aber eben nur ein guter. Zur Oberliga der Trainer gehört er nicht.
Man sollte nicht vergessen, welche Spieler MG schon seit längerer Zeit fehlen: Herrmann, Hahn, Stranzl, Xhaka wegen seiner Unbeherrschtheit, Dominguez, also meist Stammspieler. Möchte die Vereine außer Bayern, Dortmund und Wolfsburg sehen, die das so wegstecken.
axelmueller1976 30.01.2016
4. Nr.3 Gladbach überbewertet
Zitat von paul5953Man sollte nicht vergessen, welche Spieler MG schon seit längerer Zeit fehlen: Herrmann, Hahn, Stranzl, Xhaka wegen seiner Unbeherrschtheit, Dominguez, also meist Stammspieler. Möchte die Vereine außer Bayern, Dortmund und Wolfsburg sehen, die das so wegstecken.
Was hatte man Gladbach und seinem Trainer nach dem Sieg gegen Bayern für eine großartige Zukunft vorausgesagt. Und was ist jetzt? man ist nach zwei Niederlagen in Folge wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgekehrt.
ftb7 30.01.2016
5.
Der Schubert Effekt setzt langsam ein und Favres Arbeit verblasst immer mehr. Klar am Anfang hat Schubert der Mannschaft gut getan, aber ich glaube nicht dass das gut geht.
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