Ode an einen strauchelnden Stürmer Die Leiden des jungen Werner

Vom Prügelknaben zum Wunderknaben. Vom Wunderknaben zum Knaben, über den man sich wundert. Timo Werner hat in den vergangenen Monaten so viel erlebt, dass unser Dichter am Ball ihn gerne trösten würde.

Timo Werner (vorne) und Ralph Hasenhüttl
Bongarts/Getty Images

Timo Werner (vorne) und Ralph Hasenhüttl


Ein knappes Jahr ist sie nun alt,
Die Schwalbe gegen Schalke.
Doch manches Hirn verdankt sich halt
Zu großem Teil dem Kalke.

Ein Jahr lang schmähten sie den Mann,
Denn leerer Kopf macht träge.
Und wenn man sich nicht wehren kann,
Dann treffen alle Schläge.

Der Werner schoss dem DFB
In kurzer Zeit sechs Tore.
Doch alle Schläge tun weh,
Auch dem auf der Empore.

Es ging nicht mehr. Er wurde krank.
"Ein Schwindel": Na, kein Wunder.
Krank saß der Werner auf der Bank -
Und wurde doch gesunder.

Zwei Bayernspiele - Werner vor!
Pokal - Elfmeterschießen -
Und Werner schießt - jedoch kein Tor.
Das Leben kann verdrießen.

Das Ligaspiel. Orban sieht Rot -
Der Trainer würfelt munter -
Und holt, o nein, Schockschwerenot,
Erwähnten Werner runter!

Gern wirft das Leben hin und her
Und hier und da noch gerner.
Doch übertreibt es grade sehr
Beim Timo namens Werner.



insgesamt 6 Beiträge
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Seite 1
stoffi 30.10.2017
1. Der junge Mann
hat Talent und wird seinen Weg machen. In seinem Alter sollte man nur nicht den Mut verlieren und immer,, am Ball" bleiben
markusherbert1 30.10.2017
2. Wer will...
...denn schon den Unsympath vom Konstrukt? In jedem deutschen Stadion ist er doch verhasst, soll zu seinen Freunden in Salzburg! Und der Rest gleich mit!
allster 30.10.2017
3. Talent
Ich mag den Spieler T.Werner und wünsche ihn mir bereits seit einem Jahr zum FC Bayern. Das könnte was werden.
spon_3815441 30.10.2017
4. Sehr schönes Gedicht!
Erheblich lesenswerter, wie alle Sport-Kommentare aus Ihrer Redaktion!
joeho88 30.10.2017
5. Talent und Typ
Zitat von markusherbert1...denn schon den Unsympath vom Konstrukt? In jedem deutschen Stadion ist er doch verhasst, soll zu seinen Freunden in Salzburg! Und der Rest gleich mit!
Zum Glück braucht die Welt nicht solche Unsympathen wie Sie es einer sind. Der Timo wird seinen Weg machen und es ist nicht ausgeschlossen, dass er noch einige Zeit in Leipzig bleibt und dann eher international wechselt.
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