Gedicht zum Bundesligaspieltag Ins Graue strebt das Weiß in Hoeneß' Haaren

Der FC Bayern hat vier Spiele in Folge nicht gewonnen. Das Krisengerede hält unser Dichter am Ball keineswegs für übertrieben. Im Gegenteil: Aus seiner Sicht geht es zu Ende mit dem Rekordmeister.

Uli Hoeneß
DPA

Uli Hoeneß


Abschied vom FCB

Der schlechteste Saisonstart seit acht Jahren,
Vier Spiele ohne Sieg, Platz sechs statt eins:
Ins Graue strebt das Weiß in Hoeneß' Haaren,
Denn die Europa League ist nicht so seins.

Er wird sich gern an diesen Platz erinnern.
Auch wenn man mich für leicht meschugge hält:
Es hockt ein Wahrsager in meinem Innern,
Der blickt in eine nicht mehr ferne Welt.

Der sagt, sie werden aus der Liga stürzen
In jene Zweite, da wir Aue sehn,
Und schnell, und wie um's Elend abzukürzen,
Von dort aus in die Dritte Liga gehn.

Dann fallen sie, so wahrsagt er mit Grausen,
Der Vierten Liga in den dürren Schoß.
Und scheitern gegen Ulm und Oberhausen.
Auch diese beiden waren einmal groß.

So lasst uns dieses letzte Jahr genießen
Mit einem Klub, der flog in höchster Höh'.
Erledigte Kapitel soll man schließen,
Auch wenn dabei ein Tränchen tropft. Adieu.



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