Gedicht zum Bundesligaspieltag Und lächelnd naht, am Horizont, der Reus

Was sind Madrid, Paris, die ollen Bayern? Unser Dichter am Ball schließt sich den Lobeshymnen auf Borussia Dortmund an und blickt, beim Zeus, schon mal in die Zukunft.

Ohne Reus glänzen beim BVB Pierre-Emerick Aubameyang (l.) und Maximilian Philipp
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Ohne Reus glänzen beim BVB Pierre-Emerick Aubameyang (l.) und Maximilian Philipp


Hymne auf den BVB

Wann wurde je so wie im Traum getroffen,
wann je so wie von Engeln kombiniert?
Wann wurde Fußball je so lustbesoffen,
so voller Glück und Können zelebriert?

Das ist ein Leuchten wie von fernen Sternen,
da streicheln Überirdische den Ball!
Da sieht man größte Meister sich entfernen
von Lehrlingen, im Flug, mit Überschall!

Das Spiel der andern, ach, wie öd und bleiern;
Wer Mozart liebt, dem tut Geschrammel weh.
Was sind Madrid, Paris, die ollen Bayern,
was Barça gegen diesen BVB?

Dass Wahres stimmt: Wer wollte das bestreiten?
Wahr ist: Es spielt der BVB, beim Zeus,
den weltweit schönsten Fußball aller Zeiten!
Und lächelnd naht, am Horizont, der Reus.



insgesamt 5 Beiträge
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Seite 1
feuerfloh 25.09.2017
1. Bravo!
Was für eine dichterische Steigerung! Hier hört man fast schon etwas Heine durch :-)
Oihme 25.09.2017
2. BVB- und Watzke-Skepsis
Auch als BVB-Fan traut man dem Braten - sprich: Erfolgssträhne - immer rnoch nicht so richtig. Wie schrieb Heine so treffend: "Das Glück ist eine leichte Dirne, Und weilt nicht gern am selben Ort; Sie streicht das Haar dir von der Stirne Und küßt dich rasch und flattert fort. Frau Unglück hat im Gegentheile Dich liebefest an’s Herz gedrückt; Sie sagt, sie habe keine Eile, Setzt sich zu dir an’s Bett und strickt." Naja, hoffen wir mal, dass die Dame noch eine Zeitlang woanders in der Liga und den Wettbewerben strickt ... :-)
deglaboy 25.09.2017
3. Bitte viel öfters...
statt mäßig bis bräsig Gestammel, von öden Qualitätsjournalisten, heitere Poesie in luftleichte Literatur gehüllt. Denn neben Logik, Stringenz, Satzbau, Argumentation, Trennung von Nachricht und Kommentar, mangelt es dem immer tiefer sinkenden Journalismus auch an der urtümlichen Kraft der Formulierung. Wenn aber Inhalte, Darbietung, Worte immer öder und abstruser werden, wer will das noch lesen, geschweige denn kaufen? Denn es gilt: Die schönen Zeiten sind vorbei, wir spüren es in vielen Dingen. Und was bis hierher nicht gelang, wird vielleicht nie mehr gelingen.
loddarcontinua 25.09.2017
4. Wie schon gesagt, heitere Poesie! Aber nach wie vor
unübertroffen die "Hymne auf Bum Kun Cha" von Eckhard Henscheid!
peos_g 25.09.2017
5. Jep,
so kann man sich als Journalist auch lächerlich machen. Real Madrid venció a Dortmund.
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