Niederlage gegen Wolfsburg HSV rutscht auf Abstiegsplatz

Zweite Pleite im zweiten Spiel: Auch unter Trainer Knäbel bleibt der HSV in der Krise. Im Duell mit dem VfL Wolfsburg waren die Hamburger chancenlos. Torwart René Adler verhinderte Schlimmeres.

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SPIEGEL ONLINE Fußball

Der Hamburger SV hat auch das zweite Spiel unter seinem neuen Trainer Peter Knäbel verloren. Gegen den VfL Wolfsburg unterlagen die Gastgeber 0:2 (0:1). Weil Konkurrent Paderborn zuvor seine Partie gegen Augsburg gewonnen hatte, steht der HSV nun auf Abstiegsplatz 17.

In Hamburg erzielten Joshua Guilavogui (10. Minute) und Daniel Caligiuri (73.) die Treffer - beide Male war Bas Dost Vorbereiter. HSV-Verteidiger Johan Djourou sah die Gelb-Rote Karte (88.). In der Tabelle bleibt Wolfsburg Zweiter und hat unverändert zehn Punkte Rückstand auf die Bayern und sieben Punkte Vorsprung auf Mönchengladbach.

Das Restprogramm des Hamburger SV

Spieltag Gegner Heim/Auswärts
33. VfB Stuttgart A
34. FC Schalke H
Knäbels Premiere vergangene Woche war danebengegangen: Sein erstes Spiel als HSV-Trainer ging in Leverkusen 0:4 verloren. Für sein Heimdebüt hatten sich Knäbel und seine Elf viel vorgenommen, das machte die Art deutlich, wie die Hamburger ins Duell mit Wolfsburg gingen. Früh attackierten sie die Gäste, suchten so oft wie möglich den Zweikampf. Hatten sie den Ball, versuchten sie möglichst direkt in den Wolfsburger Strafraum zu gelangen.

Mehr als Fleißnoten verdiente sich der HSV aber nicht, die gefährlichere Mannschaft war von Beginn an der VfL. Als Naldo mit einem Kopfball an Hamburgs Torwart René Adler scheiterte, waren gerade etwas mehr als zwei Minuten gespielt. Beim 1:0 vertändelte HSV-Verteidiger Cléber in der eigenen Hälfte. Über Kevin De Bruyne und Dost gelangte der Ball zu Guilavogui, der frei vor Adler die Nerven bewahrte.

Adler bewahrt Hamburg vor dem 0:2

Mit schnörkellosem Flügelspiel erarbeitete sich Wolfsburg weitere Gelegenheiten, doch Vieirinhas Schuss (17.) landete genauso bei Torwart Adler wie die beiden Hereingaben von Ricardo Rodríguez, bei denen jeweils Dost als Abnehmer bereitgestanden hatte (12./30.).

Die größten Chancen hatte der VfL kurz vor der Pause. Doch erst vergab Dost freistehend vor dem Tor, als er eine Flanke nicht mit dem Kopf, sondern dem Gesicht erwischte - und den Ball deutlich über die Latte beförderte (39.). Dann scheiterte Vieirinha an einer spektakulären Parade von HSV-Torwart Adler (42.).

Und der HSV? Kam in der gesamten Partie zu keiner echten Torchance. Der Ex-Wolfsburger Ivica Olic versuchte es zweimal aus der Distanz (22./41.), mehr brachten die Gastgeber nicht zustande. Mit 16 erzielten Treffern nach 28 Spielen bleibt die Offensive des Klubs die harmloseste der Liga.

Das Restprogramm des VfL Wolfsburg

Spieltag Gegner Heim/Auswärts
30. Mönchengladbach A
31. Hannover 96 H
32. SC Paderborn A
33. Borussia Dortmund H
34. 1. FC Köln A
Der VfL entschied die Partie mit einer sehenswerten Kombination: Nach einem Einwurf zerspielten die Wolfsburger mit mehreren Direktpässen die Defensive des HSV, Dost legte Caligiuri den Ball per Hacke auf, aus kurzer Entfernung ließ der Mittelfeldspieler Keeper Adler keine Chance.

Kurz vor Schluss sah Hamburgs Verteidiger Djourou die Gelb-Rote Karte, nachdem er sich eine abfällige Geste in Richtung Schiedsrichter Felix Zwayer geleistet hatte. Der Schweizer wird seiner Mannschaft damit am kommenden Spieltag fehlen - ausgerechnet im Nordderby gegen Werder Bremen.

Hamburger SV - VfL Wolfsburg 0:2 (0:1)
0:1 Guilavogui (10.)
0:2 Caligiuri (73.)
Hamburg: Adler - Westermann, Djourou, Cleber, Ostrzolek - Diáz (46. Jiracek), Behrami - Holtby, van der Vaart (62. Nicolai Müller), Olic - Lasogga (72. Beister)
Wolfsburg: Benaglio - Vieirinha, Naldo, Knoche, Rodríguez (82. Marcel Schäfer) - Guilavogui, Arnold - Perisic (77. Schürrle), De Bruyne (88. Träsch), Caligiuri - Dost
Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)
Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)
Gelb-Rote Karte: Djourou wegen unsportlichen Verhaltens (88.)
Gelbe Karten: Diáz, Olic, Nicolai Müller (6) - Arnold (6)

mon



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Seite 1
flaggschiff 11.04.2015
1.
pur. Der Verein ist so schlecht, der hat einfach garnichts in der Bundesliga zu suchen
alexanderschulze 11.04.2015
2. Das war's für den HSV
Wenn man sich den Spielverlauf und die Interviews danach ansieht, hat sich der HSV aufgegeben. Traurig. Das ist nicht mal zweitligareif.
MrKnowItAll 11.04.2015
3. Es wird Zeit
für Liga 2. Man hat einfach keine Lust mehr, sich diese Gurkentruppe anzusehen. Sie haben den Verbleib in Liga 1 auch nicht verdient, kein wirklicher Kampf, kein Aufbäumen zu sehen. Kann mir mal jemand erklären, warum Westermann immer noch eingesetzt wird?
tobo5824-09 11.04.2015
4. Nerven blank
Man kann ja verstehen, dass die Nerven beim HSV blank liegen, aber dass man sich wie Djourou in so einer Situation auch noch vom Platz meckert, ist schon reichlich dumm. Er hatte doch bei seiner ersten Karte schon heftig reklamiert und ist vor Zwayer rumgehampelt. So sehr ich dem HSV den Klassenerhalt wünsche, so sehr fürchte ich angesichts des Restprogramms, dass es nicht reichen könnte. Kompliment an die Fans, die ihrem Verein die Treue halten und für ein ausverkauftes Haus sorgen.
ambergris 11.04.2015
5.
Tja, liebes HSV-Management, wie wärs denn mal wieder mit einem Trainerwechsel? Der hilft doch immer...
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