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Fußball-Bundesliga: Hannover 96 will Auswärtsdauerkarten abschaffen

Hannover-Präsident Kind: "Es war ein guter Gedanke" Zur Großansicht
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Hannover-Präsident Kind: "Es war ein guter Gedanke"

Der Ärger um die Anreise zum Derby in Braunschweig war genug: Hannover 96 will in der kommenden Saison keine Auswärtsdauerkarten mehr verkaufen. Laut Club-Präsident Martin Kind könnte die Entscheidung noch in dieser Woche fallen.

SPIEGEL ONLINE Fußball
Hamburg - Fußball-Bundesligist Hannover 96 plant, seine Auswärtsdauerkarten nach der Saison abzuschaffen. "Mit 99-prozentiger Sicherheit wird es sie nicht mehr geben", sagte Club-Präsident Martin Kind auf Nachfrage von SPIEGEL ONLINE: "Das ist die Erkenntnis aus dem anstehenden Spiel gegen Braunschweig." Zuvor hatte Kind diesen Schritt zuvor in einem Interview mit der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" angekündigt.

Schon am Freitag soll die endgültige Entscheidung getroffen werden. Die Auswärtsdauerkarten würde es dann ab 1. Juli 2014 nicht mehr geben. Selbstverständlich werde 96 auch in der kommenden Saison Auswärtstickets verkaufen - nur eben keine Auswärtsdauerkarten, die in dieser Saison gut 250 Fans besitzen. "Es war ein guter Gedanke, der jetzt gegen uns verwendet wird", sagte Kind.

Im Vorfeld des Derbys bei Eintracht Braunschweig hatten Besitzer einer Auswärtsdauerkarte gegen den Verein geklagt, da die Anhänger in Bussen zu dem Spiel reisen müssen. Die Karten sollen erst an Bord ausgehändigt werden. Darin sehen sich die Fans in ihrer Reisefreiheit beschränkt.

Ein Verfahren wurde eingestellt, nachdem 96 einem Fan und seinen beiden Kindern Ehrenkarten zur Verfügung gestellt hatte. Allerdings sagte der Anwalt des Anhängers, Andreas Hüttl: "Es gibt keine Einigung." Der Fan habe das Derby im Gästeblock verflogen wollen. Derzeit laufen allerdings noch weitere Verfahren.

Die gemeinsame Busanreise der Fans ist eine Maßnahme, die der Verein in Abstimmung mit dem niedersächsischen Innenministerium und der Polizei verfügt hat. Damit sollen Ausschreitungen zwischen den Fan-Lagern aus Braunschweig und Hannover verhindert werden.

max/buc/dpa

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insgesamt 9 Beiträge
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1. Allgemein
ovoso 02.04.2014
wird die reisefreiheit von fußballfans bei auswärtsspielen sehr eingeschränkt. direkt vom bahnhof ans stadion verfrachtet und zurück oder eben der bus an der autobahn abgefangen und ans stadion begleitet. fremde städte (mit ausnahme deren stadien ) bekommt man dabei nicht zu sehen
2. Ober sticht Unter
payton_m 02.04.2014
Wenn das Gericht sagt, dass man den Fan nicht zwingen darf, mit einem Sammelbus (den ich selbst wohl auch als diskriminierenden Schlägertransport empfände) zu fahren, dann müssen Innenministerium und Polizei eben nachgeben. Warum möchte Hannover dann keine Sammelkarten mehr verkaufen? Die Ausschreitungen zwischen den Fan-Lagern aus Braunschweig und Hannover können ja auch nicht verhindert werden, wenn diese Fans nun Einzelkarten kaufen und nach Braunschweig fahren, wie sie wollen. Wo ist das Problem?
3. Das hat ja auch einen guten Grund ...
oi789 02.04.2014
... dass man das so macht. Es gibt leider in jedem Kaff, auch in Braunschweig und Hannover, genug Bekloppte, die man nicht zusammen auf die Straße oder ins Stadion lassen darf. Das ist traurig - aber Realität. Daher wird es Zeit, dass die Vereine die Kosten für Polizeieinsätze übernehmen. Die machen das Geschäft, dann darf nicht der Steuerzahler dafür zur Kasse gebeten werden.
4. Einfach nur unverschämt
dorfeller 02.04.2014
wie kann man den alle fans dazu zwingen mit dem Bus anzureisen ?? Natürlich all die gut Menschen die nicht zum fussball fahren finden das richtig. Aber das ist in meinen Augen kriminell und jetzt zu drohen keine auswärts dks mehr auszustellen ist ne Frechheit. Ich glaube zwischen fans und Verein wird es ordentlich knirschen. Und wenn ihr irgendwann alle ultras los seid, wird es nur noch unorganisierte Chaoten in den rängen geben, die Gewalt wird steigen und die fremdenfeindlichkeit ebenfalls. Aber naja muss die Verein Führung selber wissen.
5. @payton_m
cniessen 02.04.2014
"Die Ausschreitungen zwischen den Fan-Lagern aus Braunschweig und Hannover können ja auch nicht verhindert werden, wenn diese Fans nun Einzelkarten kaufen und nach Braunschweig fahren, wie sie wollen. " Das geht eben nicht, da H96 die Karten erst IM BUS aushändigen will.
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