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Bundesliga: Hertha BSC kann von der Champions League träumen

Hertha-Profis Niklas Stark (M.) und Vladimír Darida Zur Großansicht
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Hertha-Profis Niklas Stark (M.) und Vladimír Darida

Hertha BSC hält die Verfolger auf Distanz: Die Berliner haben nach einer überzeugenden Vorstellung 2:0 gegen Schalke 04 gewonnen. Die Gäste enttäuschten.

Zum Auftakt des 26. Spieltags hat Hertha BSC das Duell mit Verfolger Schalke 04 2:0 (1:0) für sich entschieden. In einer umkämpften Partie reichten den Berlinern zwei Tore von Vedad Ibisevic und Niklas Stark, um ihren dritten Platz in der Tabelle zu behaupten. Nach dem achten Heimspiel ohne Niederlage in Folge kann die Mannschaft von Trainer Pál Dárdai weiter von einer direkten Qualifikation für die Champions League träumen.

"Kompliment an die Jungs. Das haben sie perfekt gemacht", lobte der Hertha-Coach nach Abpfiff seine Mannschaft. Schalke droht hingegen an diesem Wochenende der Sturz von den Europapokalplätzen. Entsprechend enttäuscht waren die Königsblauen nach Spielende. "Es war eine bittere Niederlage, aber wir wollen international spielen. Wir haben alles selbst in der Hand", sagte Schalkes Torhüter Ralf Fährmann.

Auf Seiten der Berliner ersetzte der 20-jährige Stark erneut den verletzten Sebastian Langkamp in der Innenverteidigung, Tolga Cigerci übernahm für Kapitän Fabian Lustenberger die zweite Position in der Mittelfeld-Zentrale neben Per Skjelbred. Schalke-Coach André Breitenreiter verzichtete zunächst auf Leroy Sané. Stattdessen liefen Alessandro Schöpf, Max Meyer und Younès Belhanda hinter der einzigen Sturmspitze Klaas-Jan Huntelaar auf.

Die Begegnung begann auf neu verlegtem Rasen verhalten. In der 21. Minute hatten die Gäste aus Gelsenkirchen mit ihrem ersten Torabschluss die bis dahin beste Chance des Spiels. Júnior Caiçara hatte nach innen geflankt, Huntelaar konnte im Strafraum relativ unbedrängt zum Kopfball hochsteigen. Den Versuch des Niederländers gegen die Laufrichtung von Rune Jarstein konnte der Hertha-Torwart jedoch parieren. In der 37. Minute prüfte Cigerci dann auf der Gegenseite Fährmann mit einem Volleyschuss aus 18 Metern, ohne jedoch zum Torerfolg zu kommen.

Drei Minuten vor der Halbzeit gelang den Hausherren der Führungstreffer: Salomon Kalou spielte den Ball vertikal in den Strafraum auf Genki Haraguchi, der den Ball kurz auf Vedad Ibisevic ablegte. Der Bosnier traf flach ins rechte, untere Eck.

In der zweiten Hälfte erspielte sich Schalke die erste Torchance. Dennis Aogo vergab nach Pass von Belhanda und verzog aus aussichtsreicher Position deutlich (55.). Besser machte es dann in der 65. Minute Stark, der ungedeckt eine Ecke von Vladimír Darida ins lange Eck köpfte. Mit seiner Torpremiere in der Bundesliga erhöhte der Sommer-Neuzugang aus Nürnberg für Berlin auf 2:0. In der Folge präsentierte sich Schalke häufig ungeordnet im Zentrum, die Umstellung auf ein System mit zwei Stürmern durch die Hereinnahme von Franco Di Santo und die Einwechslung von Sané brachten nicht den gewünschten Erfolg.

In der Folge verpassten Cigerci (72. + 79.) und Ibisevic (76.) es, die Vorentscheidung zu besorgen. Beide vergaben freistehend, der letzte Versuch Cigercis aus rund 20 Metern klatschte gegen die Querlatte und kam vor der Torlinie auf.

Doch auch so reichte es schließlich zu einem verdienten 2:0-Erfolg, der den jüngsten Aufwärtstrend der Schalker (zuletzt zwei Ligasiege in Serie) beendete. Der letzte Hertha-Sieg gegen Schalke war im September 2006, damals gewannen die Berliner mit Pál Dárdai als Spieler ebenfalls 2:0 und waren danach sogar Tabellenführer.

Hertha BSC - FC Schalke 04 2:0 (1:0)

Hertha: Jarstein - Weiser, Stark, Brooks, Plattenhardt - Skjelbred, Cigerci - Haraguchi, Darida (90. Baumjohann), Kalou (90.+2 Stocker) - Ibisevic (87. Hegeler)
Schalke: Fährmann - Caiçara, Matip, Neustädter, Aogo - Höjbjerg, Geis (68. Di Santo) - Schöpf (68. Sané), Meyer (76. Sam), Belhanda - Huntelaar
Schiedsrichter: Tobias Welz
Zuschauer: 52.000
Gelbe Karten: Cigerci (1) - Caiçara (5)

lst

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insgesamt 10 Beiträge
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1. Wow, Hertha dominiert
frozenf 11.03.2016
Schalke. Was für ein überzeugender Auftritt. Wenn man Hertha überhaupt etwas vorwerfen kann, dann, dass sie nicht 4:0 oder 5:0 gewonnen haben. Respekt. Klasse Spiel!
2. Echt Klasse
aurichter 11.03.2016
was der Dardai mit der Mannschaft dort in Berlin anstellt. Da kann man nur den Hut ziehen und weiterhin der Mannschaft die Daumen drücken. Hat Berlin auch verdient, eine Hauptstadt braucht auch einen großen Club. Ich weiss, klingt etwas abgedroschen, aber ist halt so. Wenn jetzt kontinuierlich weiter gearbeitet wird und nicht wieder in dem Höhenrausch evtll mit CL zuviel Rosinen im Kopf sind, dann sollte die Hertha auch in den nächsten Jahren eine wichtige Rolle spielen in der Bundesliga. Da haben in der Vergangenheit zuviele Köche den Brei verdorben, jetzt scheint Vieles zu passen und daran sollte man festhalten.
3. Schalke
filewalker 12.03.2016
Letzte Jahre wurden immer wieder die Trainer kritisiert. Alle ware nicht gut, dieses Jahr? Na ja, es ist ein Deutscher, muss doch gut sein, oder? Mal schauen ob mit dem neuen Sportchef etwas aendert. Die Mannschaft alleine kann es ja nicht sein und Sponsorgelder sind ja reichlich vorhanden.
4. sehr gut
Nonvaio01 12.03.2016
Ich hoffe nur das Herta nicht wieder groessenwahnsinnig wird (wie man das ja bei Herta kennt) und die sache weiterhin beruhigt angeht. Nicht das ich Herta fan bin, davon bin ich meilenweit entfernt, aber ich bin der meinung das ein klub aus der hauptstadt in der CL vertreten sein sollte. das gehoert sich einfach..;-) Madrid Rom Paris London Berlin?
5. Stärke der Bundesliga?
exekias 12.03.2016
Wenn Hertha BSC Berlin in der BL Dritter ist, bei allem Respekt den Spielern gegenüber, so muss sich die Liga doch hinsichtlich ihrer Stärke befragen
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