Sieg gegen Hertha Quaison macht Mainz Hoffnung im Abstiegskampf

Torschütze Robin Quaison sei Dank: Mainz hat gegen Hertha einen überraschenden Erfolg erzielt - und dadurch den Abstand auf den Tabellenvorletzten HSV vergrößert.

Robin Quaison
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Robin Quaison


Durchatmen im Abstiegskampf: Mainz 05 hat durch einen Doppelpack von Robin Quaison gegen Hertha BSC einen wichtigen Sieg in der Fußball-Bundesliga eingefahren. Das Team von Trainer Sandro Schwarz setzte sich 2:0 (1:0) in Berlin durch und vergrößert dadurch den Abstand auf den Tabellenvorletzten - aktuell hat der FSV sechs Punkte Vorsprung auf den Hamburger SV.

Hertha war zu Beginn dominant, konnte das aber nicht nutzen. Nach 20 Minuten übernahmen die Mainzer die Initiative. Nach einem langen Ball von Stefan Bell auf Emil Berggreen links in den Strafraum, konnte Keeper Rune Jarstein aus spitzem Winkel parieren (14. Minute).

Die zweite torgefährliche Chance der ersten Hälfte gab es wenige Minuten später: Nach einem langen Ball von Danny Latza über die Berliner Abwehr, köpfte Robin Quaison fast über Jarstein hinweg, der aber klären konnte (22). Gerade als Hertha wieder stärker wurde, kassierte das Team von Pal Dardai das 0:1: Quaison setzte sich im Strafraum gegen vier Berliner durch und ließ Keeper Jarstein mit einem Flachschuss aus 19 Metern ins linke Eck keine Chance (40.).

In der zweiten Hälfte machten die Gäste da weiter, wo sie aufgehört hatten: Zunächst hatten die Berliner durch Selke eine gute Chance zum Kontern (60.), doch wieder fehlte die Cleverness. Besser machte es Quaison: Nach einem langen Ball von Jean-Phillippe Gbamin vollendete der schwedische Angreifer zu seinem ersten Bundesliga-Doppelpack (65.). Der Sieg war perfekt.

Für Mainz endet damit eine Negativserie: Es war der erste Auswärtssieg der Saison und der erste seit 17 sieglosen Bundesligapartien in der Fremde.

Hertha BSC Berlin - Mainz 05 0:2 (0:1)
0:1 Quaison (40.)
0:2 Quaison (65.)
Berlin: Jarstein - Pekarik, Stark, Torunarigha, Plattenhardt - Lustenberger, Skjelbred (56. Weiser) - Lazaro, Darida, Kalou (73. Leckie) - Ibisevic (16. Selke)
Mainz: Zentner - Balogun, Gbamin, Bell - Alexander Hack, Donati - Serdar (85. De Blasis), Latza - Quaison (68. Muto), Holtmann - Berggreen (89. Ujah)
Schiedsrichter: Petersen
Gelbe Karten: Balogun, Latza
Zuschauer: 30.000

ngo



insgesamt 9 Beiträge
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skeptikerjörg 16.02.2018
1. Wird spannend
Da bleibt dem HSV ka nichts anderes übrig, als gegen Leverkusen zu gewinnen. Ansonsten wird es richtig eng und einem 6-Punkte-Rückstand hinterher zu hecheln vermindert nicht gerade den Druck. Für Mainz zwar kein Befreiungsschlag, aber ein kleinerer Schritt aus der Krise. Oben spannend, unten spannend, wen stört da die nächste Bayern Meisterschaft wirklich.
chrisberg 17.02.2018
2. Also bitte!
Der Abstieg des HSV ist überfällig, seit Jahrzehnten. Da sieht man selbst Niederlagen der eigenen Mannschaft mit einem lachenden Auge, wenns denn nur endlich mal der Sache dient. Und ganz ehrlich: Für den HSV wäre es heilsam, wie einst für Gladbach.....
japhyryderson, 17.02.2018
3. @chrisberg
Zitat von chrisbergDer Abstieg des HSV ist überfällig, seit Jahrzehnten. Da sieht man selbst Niederlagen der eigenen Mannschaft mit einem lachenden Auge, wenns denn nur endlich mal der Sache dient. Und ganz ehrlich: Für den HSV wäre es heilsam, wie einst für Gladbach.....
Bleiben Sie mal auf dem Teppich. "Seit Jahrzehnten"? Absurd. Zugegeben, wenn der HSV gegen Leverkusen verliert, wird es unglaublich schwer. Lachen tut eigentlich in Hamburg niemand, es ist eher eine Art "Galgenhumor", Fatalismus und die meisten sehen die Situation realistisch. Ich hatte leider nach den ersten Spielen in dieser Saison schon ein schlechtes Gefühl. Der Teamspirit hatte sich durch den Verkauf von Spielern, wie Rene Adler verändert. Und das merkt man bis heute dieser Mannschaft an. Meiner Meinung nach hat die Vereinsführung auch viel zu spät bis gar nicht, den Ernst der Situation erfasst. Wie auch? Todt und Bruchhagen (so heißt doch der Präsident?) haben nie die Sensoren für die Mannschaft entwickelt, vielleicht entwickeln können und blieben mit ihrer zur Schau getragenen Gelassenheit contraproduktiv. Auch Bernd Hollerbach verliert sich zunehmend in allgein bekannten Plattitüden: "Meine Jungs", "Bock umstoßen" etc. Bei solchen Sprüchen klingeln bei mir die Arlarmglocken. Das sind eher Anzeichen von Hilflosigkeit.
Sal.Paradies 17.02.2018
4. Die Uhr bleibt langsam stehen
Zitat von skeptikerjörgDa bleibt dem HSV ka nichts anderes übrig, als gegen Leverkusen zu gewinnen. Ansonsten wird es richtig eng und einem 6-Punkte-Rückstand hinterher zu hecheln vermindert nicht gerade den Druck. Für Mainz zwar kein Befreiungsschlag, aber ein kleinerer Schritt aus der Krise. Oben spannend, unten spannend, wen stört da die nächste Bayern Meisterschaft wirklich.
Der Hamburger-Fan jedenfalls kümmert sich einen "Sch###dreck um die Bayern. Der sieht genau das, was auch alle anderen sehen. Es gibt ausser dem Efzee keinen echten Mitbewerber um die direkten Abstiegsplätze. Ein einziges Glück, dass es wenigstens noch die Mainzer gibt, die noch sichtbar sind. Bremen startet, wie erwartet, gegen Ende wieder den Turbo und Mannschaften wie H96/VFB/FCA/SCF sind spielerisch und auch punktetechnisch meilenweit entfernt. Auch die Fans im Volksparkstadion bleiben immer öfter weg und wenn Leverkusen heute gewinnt, ist das moralisch schon eine kleine Vorentscheidung "gegen" den HSV. In Hamburg glaubten wohl alle das Glück wäre unendlich und selbst der Fussballgott hätte keinen Einfluß auf die Stadionuhr, was wohl ein wenig voreilig war. Dem hat`s die letzte Jahre so oft die Schuhe ausgezogen, dass auch er keinen Bock mehr hat. Noch könnten sie es abwenden, mit einem Sieg heute. Wenn nicht, können sich alle an den Gedanken gewöhnen nächste Saison wieder ein richtiges Stadtderby zu haben.....
Elfsilbler 17.02.2018
5.
Zitat von Sal.ParadiesDer Hamburger-Fan jedenfalls kümmert sich einen "Sch###dreck um die Bayern. Der sieht genau das, was auch alle anderen sehen. Es gibt ausser dem Efzee keinen echten Mitbewerber um die direkten Abstiegsplätze. Ein einziges Glück, dass es wenigstens noch die Mainzer gibt, die noch sichtbar sind. Bremen startet, wie erwartet, gegen Ende wieder den Turbo und Mannschaften wie H96/VFB/FCA/SCF sind spielerisch und auch punktetechnisch meilenweit entfernt. Auch die Fans im Volksparkstadion bleiben immer öfter weg und wenn Leverkusen heute gewinnt, ist das moralisch schon eine kleine Vorentscheidung "gegen" den HSV. In Hamburg glaubten wohl alle das Glück wäre unendlich und selbst der Fussballgott hätte keinen Einfluß auf die Stadionuhr, was wohl ein wenig voreilig war. Dem hat`s die letzte Jahre so oft die Schuhe ausgezogen, dass auch er keinen Bock mehr hat. Noch könnten sie es abwenden, mit einem Sieg heute. Wenn nicht, können sich alle an den Gedanken gewöhnen nächste Saison wieder ein richtiges Stadtderby zu haben.....
Dazu müßte der HSV eine Zweitliga-Lizenz bekommen, und das ist ja noch längst nicht gesichert..
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