Bundesliga Hölzenbein bestätigt Anklage

Die Steueraffäre um Anthony Yeboah zieht immer weitere Kreise. In das Verfahren um den jetzigen HSV-Stürmer ist nun auch der damalige Frankfurter Vizepräsident Bernd Hölzenbein verstrickt.


Fußball-Weltmeister Bernd Hölzenbein hat im Zuge der Steueraffäre um Anthony Yeboah die Anklage gegen seine Person wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung bestätigt. "Am vergangenen Donnerstag wurde mir die Anklage zugestellt, die den Tatbestand bestätigt", erklärte Hölzenbein in einem Interview mit dem Hessischen Rundunk am Sonntagabend. Der frühere Manager von Eintracht Frankfurt beteuerte dabei erneut seine Unschuld: "Es ist absolut falsch, was im Raum steht. Ich habe mir nichts vorzuwerfen", so der Weltmeister von 1974.

Hölzenbein als damaliger Vizepräsident sowie Wolfgang Knispel als Schatzmeister der Eintracht hätten zwar 1993 die Vereinbarung mit der Agentur von Spielerberater Johannes van Berk unterzeichnet. "Wir sind allerdings davon ausgegangen, für die an Yeboah erstandenen Vermarktungsrechte zu bezahlen", so Hölzenbein. Die Frankfurter Staatsanwälte sehen in dem "Modell" dagegen verdeckte Gehaltszahlungen. Der 53-jährige Hölzenbein muss sich nach der Anklage der Staatsanwaltschaft Frankfurt wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ebenso vor Gericht verantworten wie Stürmerstar Yeboah vom Bundesligisten Hamburger SV, Knispel und van Berk. Einen entsprechenden Bericht des Hamburger Nachrichtenmagazins Der Spiegel hatte die Frankfurter Staatsanwaltschaft am Wochenende bestätigt.



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