Fußball-Bundesliga HSV macht fast zehn Millionen Euro Minus

Sportlich läuft es für den HSV nicht, und auch wirtschaftlich muss der Traditionsclub den nächsten Rückschlag hinnehmen. In der abgelaufenen Saison machten die Hamburger einen Verlust von knapp zehn Millionen Euro.

Sportdirektor Kreuzer, Präsident Jarchow (r.): Dickes Minus für den HSV
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Sportdirektor Kreuzer, Präsident Jarchow (r.): Dickes Minus für den HSV


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Hamburg - Der Hamburger SV hat das Geschäftsjahr 2012/2013 mit einem Minus von 9,8 Millionen Euro abgeschlossen. Die Zahlen waren in dieser Größenordnung bereits am Rande einer Aufsichtsratssitzung im September bekannt geworden und wurden nun in den veröffentlichten Unterlagen zur Mitgliederversammlung am 19. Januar bestätigt.

Der HSV hat damit zwar immer noch ein positives Vereinsvermögen, das jedoch von 15,6 auf 5,7 Millionen Euro geschrumpft ist. Einer der Gründe für das schlechte Ergebnis ist der Rückgang der Transfererträge. In der Saison 2011/2012 hatte der Bundesligist noch rund 20 Millionen Euro durch Spielerverkäufe eingenommen, ein Jahr später waren es nur noch rund 9,9 Millionen Euro.

Ein Anstieg wurde dagegen bei den Personalaufwendungen verzeichnet - um knapp vier Prozent. "Dies liegt zum einen in der Rückstellungsbildung für zu zahlende Abfindungen und zum anderen in der veränderten Struktur des Spielerkaders und höheren Prämienzahlungen im Vergleich zum Vorjahr begründet", heißt es in dem Vorstandsbericht zur wirtschaftlichen Lage.

Im Mai hatte der HSV noch ein Rekordminus in Höhe von rund 24 Millionen Euro gefürchtet. Das konnte durch die vorzeitige Vertragsverlängerung mit Vermarkter Sportfive bis 2020 verhindert werden. Für den Deal verzichtete der Vermarkter auf ein Darlehen von 12,4 Millionen Euro.

Bereits in den vergangenen Jahren hatte der HSV Verluste eingefahren: 2010/2011 lag er bei 4,9 Millionen Euro, 2011/2012 bei 6,6 Millionen Euro.

Im Januar wird in Hamburg darüber abgestimmt, ob es beim HSV eine Strukturreform geben wird. Es wurden mehrere Vorschläge eingereicht. Die Initiative "HSVPlus - Aufstellen für Europa" um den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Ernst-Otto Rieckhoff will den finanziellen Problemen mit der Umwandlung der Profi-Abteilung in eine Aktiengesellschaft entgegenwirken. Der frühere Präsident und heutige Aufsichtsrat Jürgen Hunke hält nichts von einer Ausgliederung und stellt ein eigenes Modell ("Zukunft mit Tradition") vor.

max/dpa/sid



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insgesamt 26 Beiträge
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jgwmuc 20.12.2013
1. optional
es ist bleibt ein Saftverein, der im vorigen Jahrtausen mal kurzfristig Erfolge hatte, seitdem ist nichts, ausser großmäuligen Fans und einem Selbstdarsteller Aufsichtsrat und unfähigen Managment, samt einem gescheiterten Provinzpolitiker, einem Herrn Schnarchow
berviola 20.12.2013
2. Guckt euch...
die zwei Schnachnasen Kreuzer/ Jarchow an, und erübrigt sich die Frage, warum aus einem einst (naja, schon sehr lange her) Traditionsclub nichts mehr wird ! Alles beim HSV, die Fans, die Mannschaft, der Vorstand, die sportliche Bilanz ist einfach nur noch zwei...gar dritt klassig !!!
fhsvflo 20.12.2013
3. optional
Ich finde das der HSV jetzt endlich mal Ruhe braucht! Wir sind auf einem guten Weg u das muss mal erwähnt werden. Alle geben immer nur kluge Ratschläge ab ohne Sinn u Verstand.. schluss damit, wir sind immer noch gut aufgestellt trotz des Minus aus 2012/2013... Gras fressen u Nur der HSV u dann wird es mit Europa klappen.. Neue Struktur im Januar, wenn die Mitglieder vernünftig abstimmen u es geht vorran.. Nur der HSV...
fhsvflo 20.12.2013
4. optional
Ich finde das der HSV jetzt endlich mal Ruhe braucht! Wir sind auf einem guten Weg u das muss mal erwähnt werden. Alle geben immer nur kluge Ratschläge ab ohne Sinn u Verstand.. schluss damit, wir sind immer noch gut aufgestellt trotz des Minus aus 2012/2013... Gras fressen u Nur der HSV u dann wird es mit Europa klappen.. Neue Struktur im Januar, wenn die Mitglieder vernünftig abstimmen u es geht vorran.. Nur der HSV...
contre-la-montre 20.12.2013
5. Was lief schief?
Der HSV war Anfang der 80er noch auf Augenhöhe mit Mönchengladbach und dem FCB und hätte das Potential gehabt sich wie der FC Bayern zu entwickeln, gerade mit dieser tollen Stadt im Rücken. Manche Vereinsbosse hatten das alles aber wohl eher als Selbstbedienungsladen betrachtet und so hat der HSV nie das aus sich gemacht was er mit seinen Voraussetzungen machen könnte. Der HSV könnte heute unter den Top3-Vereinen im Land sein, hätte er in den 80ern und 90ern nicht missgewirtschaftet und den Anschluss verpasst.
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