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Fußball-Bundesliga: Internationaler Finanzinvestor KKR steigt bei Hertha BSC ein

Von und Jörg Kramer

Hertha BSC löst auf einen Schlag seine Finanzprobleme: Der Finanzinvestor KKR glaubt an ein internationales Potential des Bundesligisten und beteiligt sich nach SPIEGEL-Informationen mit vielen Millionen Euro am Hauptstadtclub.

Jubelnde Hertha-Profis: Schuldenfreier Haupstadt-Club Zur Großansicht
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Jubelnde Hertha-Profis: Schuldenfreier Haupstadt-Club

Erstmals beteiligt sich ein Finanzinvestor an einem deutschen Fußball-Bundesliga-Club. Das weltweit agierende Private-Equity-Unternehmen KKR erwirbt nach Informationen des SPIEGEL knapp zehn Prozent am Hauptstadtclub Hertha BSC. Insgesamt beläuft sich das Investment auf gut 60 Millionen Euro, die strategische Partnerschaft ist auf mindestens sieben Jahre angelegt.

KKR, einer der weltgrößten Finanzinvestoren, hat dem Vernehmen nach die Möglichkeit, seinen Anteil auf 33 Prozent aufzustocken. Herthas Finanz-Geschäftsführer Ingo Schiller bestätigte den Abschluss des Geschäfts auf Anfrage: "Wir setzen gemeinsam mit KKR auf Wachstum."

KKR wird einen Sitz im Aufsichtsrat in der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA bekommen, der Profi-Fußball-Tochter des Vereins, darüber hinaus hat der Investor dem Vernehmen nach keinerlei Einfluss auf sportliche und wirtschaftliche Entscheidungen des Fußball-Unternehmens verlangt.

Hertha BSC wird mit dem Geld aus dem Verkauf an KKR seine Kredite von knapp 37 Millionen Euro größtenteils zurückzahlen. Darüber hinaus wird der Club Marketing-, TV- und Catering-Rechte zurückkaufen.

In den vergangenen Jahren hatte Hertha diverse Rechte verkauft oder verpfändet, um langfristig zu erwartende Einnahmen schon vorzeitig zu Geld zu machen. Mit dem Rückkauf der Rechte soll der Club seine Ertragssituation aus eigener Kraft verbessern und sich Jahr für Jahr einen finanziellen Freiraum von einigen Millionen Euro verschaffen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hatte der Verein gut sieben Millionen Euro Verlust gemacht. Sport-Geschäftsführer Michael Preetz sagte: "Wir werden nicht abheben, wir bleiben der gleiche Verein, wir behalten unsere Philosophie und setzen weiter auf unsere Nachwuchsakademie."

Für die Bundesliga ist der Deal ein Novum und zugleich ein Testfall: Bisher hatten Mäzene wie Dietmar Hopp bei der TSG Hoffenheim in deutsche Clubs investiert oder Unternehmen wie Adidas oder Audi beim FC Bayern München, die zugleich Sponsor sind. KKR kalkuliert offenbar damit, dass Hertha international Aufholpotential hat - sportlich wie finanziell. Das Unternehmen erhofft sich zudem einen positiven Effekt aus der Hauptstadtpräsenz des Clubs.

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insgesamt 62 Beiträge
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1. Klingt doch gut
robin-masters 31.01.2014
ich gebe etwas Geld an einen Club der damit sein Wert automatisch steigert (Schulden auf Null und Rechte in eigener Hand) und kann es direkt wieder verkaufen für mehr. Würde ich als Investor auch machen - da ich das Hertha Management ja kenne und das Geld in 5 Jahren sicherlich wieder verbraten ist.
2.
Andr.e 31.01.2014
Zitat von sysopGetty ImagesHertha BSC löst auf einen Schlag seine Finanzprobleme: Der Finanzinvestor KKR glaubt an ein internationales Potential des Bundesligisten und beteiligt sich nach SPIEGEL-Informationen mit vielen Millionen Euro am Hauptstadtclub. http://www.spiegel.de/sport/fussball/bundesliga-investor-kkr-steigt-mit-millionen-bei-hertha-bsc-ein-a-950391.html
Netter Satz - wo der Unterschied zwischen Hopp, den Unternehmen und KKR liegt, dürfte klar sein! Es wird aber natürlich auch Foristen geben, die das Einsteigen eines Finanzinvestors nur konsequent nennen. Schade, dachte ich doch, die Liga müsste erst noch auf RB warten. Nun, dann eben ein paar Jahre früher. Viel Spaß schon Mal :-)
3.
kommentar4711 31.01.2014
Tja, bei Hoffenheim wird gelästert, aber so langsam ist die halbe BL mit Finanzinvestoren geschmückt - egal ob Bayern, Bayer, VfL WOB, Herta BSC, ... . Komischerweise wird es nur bei einem Verein angeprangert.
4. Jetzt aber wirklich
axelspringer 31.01.2014
Das Anfang vom Ende. Hertha und der BER... Preetz gibt sich alle Mühe den Club in den Untergang zu steuern. Die dritte Liga wollte ihn ja nicht. Die wussten schon warum.
5. Bin ja mal gespannt...
mapi66 31.01.2014
...wo unsere Traditionsromantiker jetzt diese "Schandtat" einordnen? Besser oder schlechter als VW Wolfsburg - SAP Hoffenheim - Gazprom Schalke oder Red Bull Leipzig??? Feuer frei!
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