Bundesliga Kaiserslautern bittet Ballack zur Kasse

Für seine kritischen Äußerungen gegenüber dem FCK muß der Nationalspieler nun 5.000 Mark Strafe zahlen.


Wegen vereinsschädigender, öffentlicher Äußerungen gegenüber dem Verein und dessen Verantwortlichen muß Michael Ballack seinem Arbeitgeber 1. FC Kaiserslautern 5.000 Mark Strafe bezahlen. Dies teilte der Bundesligist am Freitag mit.

Der 22jährige Ballack, der beim Bundesligakonkurrenten Bayer Leverkusen bereits einen Vertrag ab der Saison 2000/01 unterschrieben hat und der nach dem Wunsch des Vizemeisters bereits zur kommenden Spielzeit nach Leverkusen kommen soll, hatte das Verhalten des Deutschen Meisters von 1998 heftig kritisiert. "Wie soll noch eine Zusammenarbeit möglich sein, wenn immer wieder neue Lügen über mich erzählt werden? Ich wollte hier nicht weg. Herr Rehhagel ließ mich nicht mehr regelmäßig spielen, als ich Leverkusen zugesagt hatte", hatte Ballack gegenüber dem kicker erklärt.

Der 1. FC Kaiserslautern kritisiert die Vorgehensweise von Bayer Leverkusen in dieser Angelegenheit als "eklatanten Verstoß gegen die Regeln des Internationalen Fußball-Verbandes (Fifa)". Der Leidtragende sei Ballack. Der Verein habe die Angelegenheit aber als "Jugendsünde" abgehakt. "Herr Ballack wird ab sofort sein ganzes Können dem 1. FC Kaiserslautern und dem Fußballsport widmen", heißt es abschließend.

Leverkusen hatte zuletzt 5,2 Millionen Mark für einen vorzeitigen Wechsel von Ballack offeriert. Auch der Deutsche Meister Bayern München hatte Interesse an dem Mittelfeldspieler gezeigt. Ballack erteilte dem Rekordmeister aber eine Absage.



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