Liquiditäts-Engpass Kühne half HSV mit Millionen aus

Klaus-Michael Kühne hat dem Hamburger SV noch einmal ausgeholfen: Laut NDR verhinderte der Milliardär mit einem Millionen-Kredit Zahlungsprobleme des Bundesliga-Klubs.

Unternehmer Klaus Michael Kühne
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Unternehmer Klaus Michael Kühne


Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne hat dem Bundesligisten Hamburger SV einen weiteren Millionen-Kredit gewährt. Laut dem Radiosender NDR 90,3 haben erst fünf Millionen Euro aus einem Darlehen des Milliardärs in Höhe von insgesamt 9,25 Millionen Euro dafür gesorgt, dass der Verein im Herbst 2015 allen kurzfristigen Verpflichtungen nachkommen konnte - die Liquidität des HSV sei bis dahin so gut wie aufgebraucht gewesen.

"Richtig ist: Der HSV hat im November 2015 - wie bereits im Konzernlagebericht zum 30.6.2015 dargestellt - Vereinbarungen zur Absicherung der Liquidität getroffen. Neben der laufenden Saison wurden dort insbesondere auch Bedarfe für 2016/17 finanziert", teilte der HSV mit.

Kühnes Millionen-Kredit ist laut NDR 90,3 im Januar in Anteile der HSV AG umgewandelt worden, so dass sie den Klub nicht mehr belasten. Kühne, der zuvor bereits für 18,75 Millionen Euro 7,5 Prozent der HSV-Anteile gekauft hatte, habe diese nun auf elf Prozent aufgestockt.

Die Fußball AG des HSV hatte in ihrem Mitte Februar veröffentlichten Finanzbericht die Gesamtverbindlichkeiten auf 89,1 Millionen Euro beziffert. Für die Saison 2014/2015 beklagte der Klub ein Rekordminus von 16,9 Millionen Euro. Vorstandschef Dietmar Beiersdorfer hatte zum Jahresbeginn als Ziel ausgegeben, dass der HSV von der Spielzeit 2016/17 an "wieder ein ausgeglichenes Ergebnis präsentieren" kann.

cte/dpa

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insgesamt 7 Beiträge
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Seite 1
feri-aus-berlin 08.03.2016
1.
jedem das seine .. teures Spielzeug.
hans_uwe2@yahoo.de 08.03.2016
2.
Bei solchen Zahlen bekomme ich immer wieder eine Träne im Knopfloch, wenn ich daran denke, wegen welchen Mickeymausbeträgen Dynamo in den 90igern die Linzens verweigert wurde. Jaja, ich weiß: nicht die Höhe der Schulden ist entscheidend, sondern ob man diese noch termingerecht begleichen kann, also zahlungsfähig bleibt. MfG Hans-Uwe
Bee1976 08.03.2016
3. Spottpreis
Nix für ungut lieber HSV, aber bald habt ihr nichts mehr an Anteilen zum verkaufen, was macht ihr dann ? Mal abgesehen davon das die anteile deutlich zu wenig Gld eingebracht haben, also zum absoluten Spottpreis den Besitzer wechselten, bringt das alles nix, wenn man damit nur Engpässe überbrückt.
rainer82 08.03.2016
4. Der HSV-Stalker Kühne
darf dadurch ungefragt weiterhin seinen Senf zu allen sportlichen Belangen dazu geben. Erkaufte Mitbestimmung zu Lasten des Sports, zum Ärger der eigentlich Verantwortlichen und zum Leidwesen aller wirklichen Fans. Aber zur Freude aller Konkurrenten. Nur ein Stadionverbot kann den Mann ausbremsen!
bernd.stromberg 09.03.2016
5.
Zitat von feri-aus-berlinjedem das seine .. teures Spielzeug.
Ich glaube wenn man fast 80 ist, Milliardär und HSV-Fan, dann tut einem das nicht weh. Das letzte Hemd hat eben keine Taschen... Der HSV wäre ohne "Edelfan" Kühne tatsächlich wohl ziemlich aufgeschmissen. Aber seien wir ehrlich - so lange ein Wolfsburg, Hoffenheim, Bayer Leverkusen oder Ingolstadt von ihren Mäzen oder großen Konzernen getragen werden, finde ich es nicht verwerflich, dass der HSV den Kühne als Unterstützer hat. D
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