Fußball-Bundesliga: Bayer nutzt den Bayern-Patzer

Mit einem deutlichen Sieg gegen einen schwachen Hamburger SV verkürzte Bayer Leverkusen den Rückstand auf Tabellenführer FC Bayern. Das Abstiegsduell Fürth gegen Augsburg endete unentschieden, in Mainz müllerte es gewaltig.

Letzter Hinrunden-Spieltag: Bayer zerlegt den HSV Fotos
Getty Images

Hamburg - Noch am vergangenen Wochenende sonnten sich die HSV-Profis bei 30 Grad am Pool. Der Club war für ein lukratives Freundschaftsspiel ins brasilianische Porto Alegre gereist, mitten in der Saison. Reisestrapazen? Wetterumstellung? Alles kein Problem, hatten die Verantwortlichen unter der Woche mehrfach betont. Sie lagen daneben.

In Leverkusen verloren die Hamburger verdient 0:3 (0:2), Torwart René Adler erlebte somit eine unschöne Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte. Bayer verkürzte damit nach dem Unentschieden des FC Bayern den Rückstand auf den Tabellenführer auf neun Punkte, der HSV bleibt im grauen Mittelfeld.

Dabei war Bayer von Beginn an überlegen, schon in der dritten Minute scheiterte André Schürrle nach einem Fehlpass von Dennis Aogo freistehend am Pfosten. So war es schließlich Stefan Kießling (27. Minute), der den Gastgeber in Führung schoss, Schürrle legte neun Minuten später nach. Der HSV enttäuschte über weite Strecken, zu mehr als einem Pfosten-Kopfball von Artjoms Rudnevs (28.) kam der Club nicht. Bayer hingegen erarbeitete sich weitere Großchancen: Schürrle traf in der 65. Minute nur die Latte, zwei Minuten später nutzte Kießling einen Westermann-Patzer zum 3:0.

Greuther Fürth - FC Augsburg 1:1 (0:1)

Fürth und Augsburg haben im Abstiegskampf einen Befreiungsschlag verpasst und sich im direkten Duell unentschieden getrennt. Damit bleiben beide mit neun Punkten im Tabellenkeller, Augsburg ist nur aufgrund der besseren Tordifferenz nach wie vor Tabellen-17. Sascha Mölders hatte die Gäste schon in der neunten Minute in Führung geschossen, Innenverteidiger Lasse Sobiech (69.) rettete Fürth mit einem Kopfballtor jedoch das Remis.

Der Gastgeber musste nach einer Gelb-Roten Karte gegen Mergim Mavraj (76.) kurzzeitig in Unterzahl spielen, doch nur neun Minuten später flog auch Augsburgs Giovanni Sio, erst vier Minuten zuvor eingewechselt, ebenfalls vom Platz.

VfL Wolfsburg - Eintracht Frankfurt 0:2 (0:2)

Frankfurt hat seine Mini-Krise endgültig überwunden und gegen Wolfsburg den zweiten Sieg in Folge gefeiert. Alexander Meier mit seinem elften Saisontor (12.) und Takashi Inui (18.) sorgten für den Erfolg der Eintracht. Damit verbesserte sich der Aufsteiger vorerst auf Rang drei, kann allerdings am Sonntag noch von Dortmund, das in Hoffenheim (15.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) spielt, wieder überholt werden. Wolfsburg hingegen rutschte auf Platz 15 ab. Der VfL musste allerdings lange in Unterzahl spielen, Josue sah nach einem Tritt in den Unterleib von Olivier Occean schon in der 16. Minute die Rote Karte.

FSV Mainz - VfB Stuttgart 3:1 (0:0)

Es war der Tag der Müllers in Mainz: Im Heimspiel gegen Stuttgart patzte zunächst Torwart Heinz Müller und lenkte einen Kopfball von Martin Harnik zum 0:1 (48.) ins eigene Tor. Doch dann hatte Mitspieler Nicolai Müller seinen großen Auftritt und drehte die Partie mit einem Doppelpack (55./71.). In der Nachspielzeit erhöhte Elkin Soto für Mainz (90.+2). Für den VfB war es die erste Pleite nach zuletzt drei Siegen in Folge, der Club fiel damit auf Rang acht zurück. Mainz hingegen verbesserte sich auf Rang fünf.

Fortuna Düsseldorf - Hannover 96 2:1 (1:0)

Hannover hat vor dem Pokalduell in Dortmund am Mittwoch (20.30 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) einen Rückschlag in der Liga hinnehmen müssen. Bei Aufsteiger Düsseldorf verlor das Team 1:2. Dani Schahin (39.) hatte mit einem Kopfballtreffer für die Fortuna-Führung gesorgt, Mame Diouf erzielte in der 69. Minute den Ausgleich. Doch der Gastgeber konnte noch einmal kontern, Ken Ilso (83.) erzielte den Siegtreffer. Düsseldorf selbst ist im DFB-Pokal schon am Dienstag (20.30 Uhr) bei Drittligist Kickers Offenbach gefordert.

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insgesamt 6 Beiträge
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1. Ueberraschung
schlau-meier1 15.12.2012
der Hinrunde sind sicherlich Eintracht Frankfurt und der FSV Mainz 05. Das Dortmund irgendwann nach diesen 2 Wahnsinnsjahren mal einen Dämpfer kriegt, ist nicht überraschend. Es wäre schon, wenn genannte kleinere Vereine mal die Euro oder gar Champions League Quali erreichen, damit es nicht immer nur auf die typischen Mannschaften hinauslaeuft .
2. Keine große Überraschung,
studiumgenerale 15.12.2012
dass sich Augsburg und Fürth Punkte teilen. Mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit weiß man jetzt schon, wer absteigen wird.
3. erstaunlich
steffensetzer 15.12.2012
ich haette nie gedacht, dass ich mir mal wuenschen wuerde, dass leverkusen meister wird. aber im moment kann sonst wohl keiner mehr die bayern aufhalten.
4.
Stäffelesrutscher 15.12.2012
»Ken Ilso (83.) erzielte den Siegtreffer.« Der Mann heißt Ken Ilsø. Man kann den Dänen natürlich zum Schweden machen wie Sportschau und kicker, aber als »Ilsö« spricht man ihn wenigstens noch korrekt aus. Aber wenn SPON ihn zu »Ilso« macht, dann müsste SPON konsequenterweise aus seinem Verein auch Dusseldorf machen.
5.
NeZ 16.12.2012
Bayern aufhalten? Warum muss die Bayern denn jemand aufhalten? Die letzten 2 Jahren hat auch keiner davon geredet, dass die Bayern der einzige sind der den BVB aufhalten kann. Krass, wie hier mit zweierlei Maß gemessen wird.
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