Bundesliga Leverkusen bezwingt HSV dank Leno

Es war ein Spiel der Torhüter: Beim knappen Sieg von Bayer Leverkusen gegen den Hamburger SV bewahrte Bernd Leno sein Team gleich mehrfach vor einem Gegentor. Auch sein Gegenüber erwischte einen starken Nachmittag.

DPA

Bayer Leverkusen ist am 26. Spieltag der erhoffte Befreiungsschlag gelungen. Beim 1:0 (1:0)-Erfolg gegen den Hamburger SV profitierte die Werkself von einem Eigentor von Albin Ekdal. Nach zuvor vier sieglosen Spielen in Serie steht das Team von Trainer Roger Schmidt nun auf dem siebten Tabellenplatz.

Schmidt konnte im Sturm wieder auf den zuletzt gesperrten Chicharito zurückgreifen. Stefan Kießling saß hingegen zunächst nur auf der Bank. Christoph Kramer, der bei der 0:2-Niederlage in Villarreal am Donnerstag ein Schleudertrauma erlitten hatte, wurde von Marlon Frey ersetzt. HSV-Coach Bruno Labbadia wollte endlich einen Fluch besiegen: Seit seinem Abschied aus Leverkusen 2009 gewann der Trainer keines von neun Duellen mit der Werkself.

Die Partie begann ereignisreich. Bereits nach 30 Sekunden kam Chicharito nach einer Flanke aus dem rechten Halbfeld zum Kopfball. Der Ball ging allerdings knapp über das Tor von René Adler. In der fünften Minute missglückte eine Kopfballablage vom ehemaligen Hamburger Jonathan Tah, sodass Artjoms Rudnevs frei vor Bernd Leno auftauchte, doch der Schlussmann konnte die Chance des Letten vereiteln.

Nach einer weiteren guten Chance durch Aaron Hunt, die von Leno zur Ecke geklärt wurde (17. Minute), geriet der HSV dann in Rückstand. Julian Brandt flankte den Ball von rechts in den Strafraum, dort beförderte Albin Ekdal den Ball nach einem Klärungsversuch ins eigene Tor (18.). Der Gast konnte den Schock des frühen 0:1 jedoch gut überwinden und kam in der 24. Minute zur nächsten Gelegenheit. Nach einer schönen Kombination verpasste es Lewis Holtby abzuschließen, Tah störte den ehemaligen Schalker rechtzeitig.

Leno bringt Rudnevs zur Verzweiflung

Kurz vor der Halbzeit hätte Chicharito beinahe auf 2:0 erhöht. Nach einem missglückten Schuss von Frey kam der Mexikaner aus sieben Metern zum Kopfball und traf nur die Latte (43.). Es sollte die letzte Möglichkeit für den Nationalspieler gewesen sein, in der 67. Minute wurde er durch Kießling ersetzt.

In der zweiten Hälfte hatte der HSV die große Chance auf den Ausgleich. Nach einer schönen Kombination über Ivo Ilicevic und Hunt kam Rudnevs aus elf Metern zum Abschluss. Doch Leno war erneut nicht zu überwinden. Anschließend lieferten sich die beiden ein Privatduell: Nach einer Flanke vom eingewechselten Dennis Diekmeier und einer Direktabnahme von Rudnevs bewahrte der Schlussmann sein Team erneut vor einem Gegentor (70.)

Trotz einer weiteren Chance durch Kießling, die Adler aus kürzester Distanz zunichtemachte, war die Führung zu diesem Zeitpunkt sehr glücklich. Denn kurz darauf demonstrierte Leno ein weiteres Mal seine Klasse. Erneut war es Rudnevs, der nach einem Freistoß von Hunt frei zum Schuss kam, der Torhüter zeigte einen starken Reflex und klärte zur Ecke (81.).

Es sollte die letzte Chance in der Begegnung sein. Bayer zitterte sich zum elften Saisonsieg. Der HSV bleibt damit Zwölfter, hat allerdings sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz, den derzeit Eintracht Frankfurt belegt.

Bayer Leverkusen - Hamburger SV 1:0 (1:0)
1:0 Eigentor Ekdal (18.)

Bayer Leverkusen: Leno - Jedvaj, Tah, Toprak, Wendell - K. Papadopoulos , Frey (78. Ramalho) - Bellarabi (60. Kruse), Brandt - Calhanoglu - Chicharito (69. Kießling)
Hamburger SV: Adler - Sakai (46. Diekmeier), Djourou, Cleber, Ostrzolek - Ekdal, Holtby (78. Lasogga) - N. Müller, Hunt, Ilicevic (61. Drmic) - Rudnevs

Zuschauer: 30.000 (ausverkauft)
Schiedsrichter: Christian Dingert
Gelbe Karten: Ilicevic, Müller - Frey, Toprak, Wendell, Kruse
Gelb-Rote Karten: Jedvaj

bam



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insgesamt 14 Beiträge
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spon-facebook-1261351808 13.03.2016
1. Abstieg noch drin!
Der Abstieg des HSV ist bei diesen Chaos-Strukturen wirklich noch drin...
jujo 13.03.2016
2. ...
Zitat von spon-facebook-1261351808Der Abstieg des HSV ist bei diesen Chaos-Strukturen wirklich noch drin...
Der HSV wird sich doch wohl noch die fehlenden 4-5 Punkte holen! Aber es stimmt, theoretisch können noch 12 Mannschaften absteigen
leave_in_silence 13.03.2016
3.
Hamburg ist definitiv stärker als Hannover, Frankfurt und Darmstadt derzeit. Hoffenheim, Augsburg und Bremen sehe ich etwas besser als die anderen drei.
RudolfSommer 13.03.2016
4. Jetzt aber (zum dritten): ABSTIEG
Aller schlechten Dinge sind drei, also sollte der HSV endlich Charakter zeigen und absteigen, verdient hätten sie es sowohl 2014 (Dusel gegen Fürth) und erst Recht 2015 (noch mehr Dusel gegen den KSC) gehabt. Also: Jetzt Negativserie starten und noch auf Platz 17 abstürzen. Schade nur, dass die SGE aus Frankfurt zur Zeit sehr schlecht drauf ist, sonst könnte es noch wirklich klappen mit dem HSV-Abstieg.
neutrinosturm 13.03.2016
5. Was für ein Thema *lol*
Der Forist RudolfSommer hat ein Problem mit den HSV Favorisierte seine Frankfurter. Wie Hoffnungslos muss ein Fan sein, wenn er sich dann über den HSV so negativ äußert. Zu jeden Fu0ballspiel gehört auch ein bisl können zum Glück Mit Glück den den Ball ins Tor zu bringen. Ich komme aus Bayern und bin FCB Anhänger. Ich würde mich niemals über andere Vereine so äußern So einfach ist das. Helau
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